Alina Bronsky
Scherbenpark
Roman

ISBN: 978-3-462-04030-2

Erscheinungsdatum: 21. August 2008
288 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 16,95 | sFr 23,90 | Euro (A) 17,50


Zum Inhalt

Jung, schnell, scharfsinnig – willkommen in Saschas Welt!

Auch das gibt es noch: Eine junge, unbekannte Autorin bietet in einer E-Mail dem Lektor ihr Manuskript an, der lässt es sich schicken, liest es gleich und macht eine Woche später ein Vertragsangebot.  Alina Bronsky hat den Verlag mit ihrem Debüt im Sturm erobert und wird auch Sie begeistern.

Was macht ihr Debüt so besonders? Da ist zum einen die siebzehnjährige Sascha Naimann, die aus Moskau nach Deutschland gekommen ist und mit ihren zwei jüngeren Geschwistern im Scherbenpark lebt – einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht. Da ist zum anderen das katholische Elite-Gymnasium, das Sascha wegen ihrer Hochbegabung und ihrer prekären Lebenssituation angenommen hat, mitsamt den behüteten und ausstaffierten Mitschülerinnen, die keinen Schimmer von Algebra haben, aber ein volles Freizeit­programm. Und da ist der Ton, in dem Sascha ihre Geschichte erzählt: Selbstbewusst und geradeheraus, beiläufig und trocken kommentiert sie ihre Umgebung, das verzweifelte Streben nach Glück, Freiheit und Wohlstand, das Scheitern ringsum und das eigene Aufbegehren.

Sascha beginnt ihre Geschichte mit zwei Vorsätzen: Sie will ihrer Mutter ein Buch schreiben, und sie will Vadim töten. Was es mit Vadim auf sich hat, warum Sascha ohne Mutter, aber mit ihrer Großtante lebt, wie die Familie  durch ein Verbrechen erschüttert und zugleich berühmt wurde, und was es bedeutet, in ein Dreiecksverhältnis mit einem Journalisten und seinem sechzehnjährigen Sohn zu geraten – all das erzählt sie mit Herz, Witz und einer Energie, die mitreißt.

Sascha ist eine Pendlerin zwischen zwei Welten und in keiner davon zu Hause, aber scharfzüngig und altklug genug, um sich zu behaupten – und um den Leser mitzunehmen auf eine Reise, die beständig an Fahrt gewinnt.

 

Rezensionen

»Was für ein begnadetes Erzähltalent! Der Leser wird in Atem gehalten durch eine drängende, munter sprudelnde Sprache, dienie ins Banale abgleitet oder sich altklug gibt. Und was erzählt wird, reißt den Leser fort. (...) Alina Bronskys erstes Buch ist das erstaunlichste Debüt seit Jahren (...).«
Nürnberger Nachrichten

»Ihre Sätze hämmern sich ins Bewusstsein, der Rhythmus ihres Debütromans macht fast atemlos. Wäre Scherbenpark ein Popsong, wäre er schnell, gut durchkomponiert, aufmüpfig und stellenweise ohrenbetäubend laut. Definitiv kein Stück, das schwermütig macht.«
Brigitte

»Urkomisch, aufrecht, frech und schmissig... Ein spannendes und amüsantes Lesevergnügen.«
Book Reporter

»... eine kraftvolle Sprache und packende Szenen.«
General-Anzeiger

»(...) ein Debüt, dem man den Ehrgeiz der Erstlings-Autorin anmerkt: Da will eine zeigen, dass sie viel Stoff hat, sich in Milieus hineinzudenken und in einer Sprache schreiben kann so hart und bissig, wie es sich für die Geschichte einer Desillusionierten gehört. Eine erfrischende Schreibwut trägt durch diesen Roman.«
Rheinische Post

»... strikt personal perspektiviert, ein atemloses Stakkato, der Bronsky-Beat. Schon bald entkommt man dem Sog dieses Buchs nicht mehr. Saschas Entwicklung wird trotz der einfachen Sprache so glaubhaft und psychologisch avanciert vergegenwärtigt wie nur denkbar und ist zugleich ein schonungsloses und gewitztes Porträt jener Parallelwelt Aussiedlersiedlung, von der bislang viel zu wenig zu lesen war...«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»... ein rasantes Debüt ...«
Emma

»(...) eine kleine Aschenputtelgeschichte – aus dem Nichts zum gefragten Jungstar (...). Scherbenpark ist auf alle Fälle ein besonderes Buch: Alina Bronsky erzählt unsentimental, geradlinig und direkt (...).«
Deutschlandradio

»Der Literaturbetrieb hat wieder ein Fräulein-Wunder. (...) Sie ist ein neues, großes Talent.«
FOCUS.de

»... die Entdeckung der Saison. Was sie in ihrem Debüt bewerkstelligt, ist tatsächlich bewundernswert: Sie verpackt menschliche Tragödien in gute Unterhaltungsliteratur. Das Leben am Rande der Gesellschaft beschreibt sie gnadenlos und mit ironischer Distanz – und gleichzeitig voll menschlicher Anteilnahme für die dort Gestrandeten.«
Freundin

»Die aufregendste Newcomerin der Saison.« 
Der Spiegel

»Alina Bronsky erzählt ... in einem extrem unterhaltsamen Plauderton – trotzdem bringt jeder Absatz messerscharf zum Ausdruck, um was für ein heftiges Thema es eigentlich geht. Gerade wegen der schnodderigen Sachlichkeit ... trifft einen der Inhalt umso härter. Das macht das Ganze so besonders anrührend.«
WDR 2

»Die Eloquenz und die Intelligenz der Wortführerin verhindern, dass eine auf Betroffenheit abzielende Mitleidsprosa erzeugt wird. Wo die Töne leiser werden, gelingen ihr erstaunliche Szenen.«
Die Welt

»Das Buch deckt Probleme auf, über die bei anderen nur hinweggeschmuzelt wird. Dazu gehört neben dem Integrationsthema die gerade vieldiskutierte Frage, was hierzulande “vom Manne übrig blieb”.«
Neue Zürcher Zeitung

»Scherbenpark ist frech und offen. Provokativ und heftig.«
Echo Online

»... so warmherzig und fein und ironisch erzählt ...«
Neon

»Scherbenpark ist ein schwungvolles, ziemlich makelloses Debüt (...).«
Süddeutsche Zeitung

Die Entdeckung der Saison. Was sie in ihrem Debüt bewerkstelligt, ist tatsächlich bewundernswert: Sie verpackt menschliche Tragödien in gute Unterhaltungsliteratur. Das Leben am Rande der Gesellschaft beschreibt sie gnadenlos und mit ironischer Distanz – und gleichzeitig voll menschlicher Anteilnahme für die dort Gestrandeten.«
Freundin

»Eine perfekte Verbindung zwischen ungeheurer Sprachkraft und ironischer Treffsicherheit.«
büchermenschen

»Die Geschichte eines hyperintelligenten russischen Mädchens. (...) Ein ganz starker Charakter, ein ganz schöner Ton.«
Welt Online

»Eine Literatur, die einen unglaublichen Erzählstrom entfaltet ... der Text hat mich enorm begeistert.«
Ijoma Mangold, Jurymitglied beim Klagenfurter Bachmannpreis 2008

»Alina Bronsky hat mit Sascha eine junge Romanheldin geschaffen, die mutig, stark und verantwortungsbewusst, aber auch herzlich ist.«
ORF Steiermark

»Alina Bronsky hat einen erstaunlichen Text vorgelegt, der pointensicher und poetisch ist – und so angenehm weitab von prätentiöser Metaphorik operiert, dass er manchmal an britische Erzählkunst à la Zadie Smith erinnert.«
Kölner Stadtrevue

»Die Wut, mit der Alina Bronsky, die selbst aus Russland nach Deutschland ausgewandert ist, ihre Erzählerin ausgestattet hat, nimmt den Leser gleich zu Anfang gefangen. (...) Vielleicht ist aber die Wut die einzige Form, um mit der Gewalt, dem Elend und der Ödnis in einer Umgebung fertig zu werden, für die das Ziel eines »normalen« deutschen Lebens so unerreichbar ist wie der Besitz eines Solitärs. Dass sie diese Perspektive wählt und nicht die des Mitleids oder der sozialen Anklage macht Alina Bronskys Scherbenpark neben den genauen Beobachtungen zu einem beeindruckenden Debut.«
Neues Deutschland

»Bronsky ist eine starke, atemlose Schreiberin, die Sätze wie ansatzlose Aufwärtshaken austeilen kann (...). Sie zählt zu einer Reihe heranwachsender junger Schriftstellerinnen, die sehr geradlinig, erdverbunden und grundsympathisch sich einen Namen machen werden (...).«
Welt am Sonntag

»Scherbenpark ist ein Buch über das Aufbegehren, geradeheraus und mit trockenem Witz geschrieben.«
annabelle

»(...) selbstbewusst, trocken, klar geradeaus. Jung, schnell, manchmal traurig, aber stets unkitschig. In jedem Fall ist es eine Geschichte des Aufbruchs.«
Kölner Stadt-Anzeiger

»... mit soviel nonchalant charmanter Chuzpe, in einem mal rotzingen, mal sensiblen Ton, mit Ironie und Komik, dass man für das weitere Schickal Saschas sowie die literarische Zukunft ihrer Autorin nur das Beste annehmen kann.«
Frankfurter Rundschau

»Für den Leser ist Saschas Lästern ein Genuss, weil es pointiert, intelligent und gut dosiert geschieht.«
Westfälische Nachrichten

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Über den Autor/ die Autorin

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der ...
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