ISBN: 978-3-462-04466-9
Erscheinungsdatum: 16. August 2012
576 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 19,99 | sFr 28,00 | Euro (A) 20,60
Mysteriöse Mordserie führt Gereon Rath bis nach Masuren
Juli 1932, die Berliner Polizei steht vor einem Rätsel: Ein Mann liegt tot im Lastenaufzug von »Haus Vaterland«, dem legendären Vergnügungstempel am Potsdamer Platz, und alles deutet darauf hin, dass er dort ertrunken ist.
Kommissar Gereon Rath ist wenig erfreut über den neuen Fall, denn er hat schon genug Ärger. Seine Ermittlungen gegen einen mysteriösen Auftragsmörder, der die Stadt in Atem hält, treten seit Wochen auf der Stelle, seine große Liebe Charlotte »Charly« Ritter kehrt von einem Studienjahr in Paris zurück und fängt als Kommissaranwärterin am Alex an – ausgerechnet in der Mordkommission, was die Dinge nicht einfacher macht.
Der Tote vom Potsdamer Platz scheint Teil einer Mordserie zu sein, deren Spur weit nach Osten führt. Während Charly als Küchenhilfe ins Haus Vaterland eingeschleust wird, ermittelt Rath in einer masurischen Kleinstadt nahe der polnischen Grenze und gerät in eine fremde Welt. Er macht Bekanntschaft mit wortkargen Ostpreußen, schwarzgebranntem Schnaps und den Tücken der Natur. Die Widerstände gegen den Ermittler aus Berlin wachsen, als er ein lang gehütetes Geheimnis aufzudecken droht.
Volker Kutscher entwirft erneut eine packende und komplexe Geschichte vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse. Während Straßenschlachten zwischen Nazis und Kommunisten immer mehr Todesopfer fordern, putscht Reichskanzler von Papen die demokratische Regierung Preußens aus dem Amt und mit ihr die Spitze der Berliner Polizei. Damit verschärft sich die Lage auch für Gereon Rath, der sich bisher der Protektion durch Polizeivizepräsident Bernhard Weiß sicher sein konnte …
»Der Krimiautor Volker Kutscher ist ein kundiger Fährmann durch die Zeiten. Seine gründlich recherchierten Romane um Kommissar Gereon Rath führen zurück in die Weimarer Republik – und haben der früher von der Kritik oft belächelten Gattung des hirstorischen Krimis ähnlich große Verdienste erwiesen wie Andrea Maria Schenkel und Robert Hültner.«
Buchjournal
»Großartig recherchiert und packend bis zum Ende!«
NDR 1 Niedersachsen
»Der intelligente Plot, die gut entwickelten Figuren, aber auch die authentischen Zeitbezüge, etwa die Absetzung der demokratischen Regierung Preußens, machen Kutscher zu einem Meister seines Genres.«
sonntag
»Kutscher hat das Terrain seiner Storys immer bestens erkundet: die Topografie, den Tonfall der Protagonisten und die historischen Figuren [...].«
zitty - Literatur
»Gut recherchiert und durchkomponiert ragen Kutschers Krimis aus der immer unübersichtlicheren Flut von Mord- und Gewaltbeschreibungen heraus.«
Druckwerk
»Was an diesem Band wie an den drei Vorgängern fasziniert, ist die Schilderung der Atmosphäre in Berlin kurz vor dem Ende der Demokratie.«
Lübecker Nachrichten
»Kommissar Gereon Rath ermittelt im Berlin der 20er- und 30er Jahre. Das sind nicht nur vier spannende Kriminalfälle der Berliner Polizei aus der Vorkriegszeit. Autor Volker Kutscher schildert in seinen faszinierenden Romanen den Untergang der Weimarer Republik, die Wirren, die Straßenschlachten und den Siegeszug der braunen Seuche – der Nazis.«
Berliner Kurier online
»Kutscher nutzt Perspektivwechsel und Zeitsprünge, um dem Leser einen scheinbaren Wissensvorsprung zu geben – und erzeugt so die für das Lesevergnügen nötige Spannung. Vor allem aber erzählt er konsequent aus der Perspektive seiner Protagonisten, die noch nicht wissen konnten, wie der Nationalsozialismus die kommenden Jahre prägen würde. Zugleich spielt er mit dem Wissen des heutigen Lesers. Das macht die auf insgesamt mindestens acht Bände angelegte Reihe so interessant.«
TAZ
»Dass Volker Kutscher richtig gute historische Kriminalromane schreibt, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen; und dass sie ihren Spannungsbogen nicht bloß ambitionierten Plots verdanken, sondern auch den krisenhaften politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen am Ende der Weimarer Republik, das wird jetzt in Die Akte Vaterland. Gereon Raths vierter Fall wieder bestätigt.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Raths Jagd nach dem Mörder, der gezielt Ostpreußen tötet, ist packender Krimi und gut recherchierte Zeitreise zugleich.«
Hessische/ Niedersächsische Allgemeine
» Die Akte Vaterland [...] liefert neben einer gut konstruierten Krimi-Story auch viele fundierte Informationen über die Geburtstsfehler und die Todesmerkmale der Weimarer Republik.«
Hamburger Lokalradio
»Kutscher gelingt [...] ein fabelhafter Krimi, dessen Spannung sich neben der politischen Düsternis aufbaut.«
Die literarische Welt
»Volker Kutschers Berlin-Krimi Die Akte Vaterland ist anders als alle anderen Beispiele dieses Genres. Denn er versteht es, Zeitgeschichte mit spannender Dramaturgie zu vereinen. [...] Dieser Roman [hat], wie alle bisherigen Folgen der Rath-Serie, die Verführungskraft eines Suchtmittels: Man kann ihn nicht aus der Hand legen, ehe man ihn ausgelesen hat.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
» Die Akte Vaterland macht Spaß, führt einen streckenweise wirklich durch Raum und Zeit mitten in die 1930er Jahre.«
Funkhaus Europa
»Der Kölner Autor liefert in DIe Akte Vaterland ein faszinierendes literarisches Szenario der untergehenden Weimarer Republik. [...] Mit feinem Gespür für Sprache, Emotionen und die Psyche seiner Figuren entwirft Kutscher einen düster-faszinierenden Thriller. Dass es ihm erneut gelingt, den Plot stimmig mit genau recherchierter deutscher Geschichte zu verzahnen, ist vielleicht die größte Leistung der Romanreihe.«
Kölner Stadtanzeiger
»Ein ebenso spannendes wie lehrreiches Buch.«
Weser Kurier
»Wie stets sind das Lokalkolorit und der geschichtliche Hintergrund in diesem historischen Krimi auf intelligente, nicht aufgesetzt wirkende Art mit dem Kriminalfall verwoben, den Rath zu lösen hat.«
Goslarsche Zeitung
»Es sind vor allem die charakterstarken Romanhelden, mit denen der 1962 geborene Kutscher den Lesern eine längst verwehte Zeit so nahe bringt, als wäre sie jüngste Vergangenheit. Man meint einen mit Geruchs- und Geschmacksapplikationen versehenen Schwarz-Weiß-Film zu sehen, so detailliert beschreibt Kutscher die Atmosphäre. [...] Dass Rath keine Angst vor den halbseidenen und kriminellen Milieus hat, dass er wegen einer alten, tödlich verlaufenen Geschichte erpressbar ist, macht ihn zu einem interessanten, zwiespältigen Typen. Man kann schon jetzt gespannt sein, wie es ihm gehen wird, wenn die Nazis erst an der Macht sind.«
Der Tagesspiegel
»Volker Kutscher ist ein sehr guter Historiker, der es versteht, diese Zeit mithilfe spanndender Krimihandlungen lebendig werden zu lassen. [...] Man darf gespannt sein, ob Gereon Rath auch unter den Nationalsozialisten weiter ermitteln wird. Das wäre sehr zu wünschen!«
Main-Echo
»Gereon Rath ist wohl eine der interessantesten Ermittlerfiguren des deutschsprachigen Kriminalromans. Und sein geistiger Vater Volker Kutscher darf sich rühmen, mit dieser außergewöhnlichen Reihe Maßstäbe gesetzt zu haben. Denn er verwendet den besonderen historischen Hintergrund nicht bloß als bunte Kulisse, sondern haucht dem Berlin der ausgehenden Weimarer Republik und seinen Protagonisten wirklich Leben ein. [...] Meisterhaft verwebt Kutscher historische Fakten mit Fiktion, auf spannende Weise verbindet der Autor den erdachten Kriminalfall mit dem Phänomen des aufkommenden Nationalsozialismus rund um die Reichstagswahl vom 31. Juli 1932, bei dem die NSDAP erstmals die Mehrheit errang.«
Rhein-Neckar-Zeitung
»Kutschers Stärke sind die historischen Details, die genau recherchiert und eingeordnet werden: Da ist ein Fachmann am Werk!«
Westdeutsche Allgemeine
»Mit Die Akte Vaterland, Gereon Raths viertem Fall, landet Volker Kutscher einen weiteren Volltreffer. Kutscher ist ein glänzender Erzähler, der auf atemlose Action verzichtet. Er hat sie auch nicht nötig. Handlung, Charaktere und Sprache tragen die Spannung von allein, einen Lerneffekt gibt es außerdem durch die historischen Umstände, in die die Kriminalfälle eingebettet sind. [...] Die Akte Vaterland ist historisches Kopfkino vom Feinsten, von dem man nicht genug kriegen kann.«
Heilbronner Stimme
»Wie stets kann man sich auch in diesem Krimi auf Kutschers Geschichtswissen verlassen. Der Mord und seine Aufklärung sind der fliegende Teppich für eine äußerst gelungene Zeitreise.«
Börsenblatt
»Der Zeit- und Gesellschaftshintergrund dient hier nicht bloß als Kulisse, um dem Plot ein wenig Farbe zu verleihen. Im Gegenteil, Kutscher hat das Verhältnis umgedreht. Die Story tritt in den Hintergrund, im Vordergrund stehen Politik und Lebensgefühl Ende der 20er-Jahre. Sein Trick: Seine Figuren leben ahnungslos ihr Leben und können das, was um sie herum passiert, nicht in einen höheren Zusammenhang einordnen. Als Leser weiß man dagegen, dass Hitler bald die Macht ergreifen wird. Die Romane erhalten durch diesen Wissensvorsprung eine existenzielle Größe, die einen nicht mehr loslässt. Zugleich sind die Charaktere so modern, dass sie jeden “Tatort” alt aussehen lassen.«
Die Welt kompakt
»Das ist eine gute und spannende Geschichte – und die ganze Stimmung, der hirstorische Blick auf Berlin Anfang der 30er Jahre macht das Buch zu etwas besonderem. So wie auch die anderen, die ersten drei Bücher dieser Reihe von Volker Kutscher über Gereon Rath, über Berlin, über Verbrechen und Zeitgeschichte.«
SWR3-Lesetag
»Volker Kutscher [...] ist ein ganz besonderer Autor – und das beweist er mit dem vierten Fall um Gereon Rath sehr beindruckend: Die Akte Vaterland ist wieder ein akribisch ausgearbeitetes Mammutwerk mit zum guten Teil altbekannten Figuren aus Kriminalsekretären, Kommissaranwärtern und anderen Gestalten rund um die Burg – wie das Polizeipräsidium am Alexanderplatz genannt wird. [...] Das behutsame Erzählen schafft großes Vertrauen, und das wird zu keiner Zeit enttäuscht. Mit seinen Perspektivenwechseln, die nie mit einer trivial erzeugten Spannung kokettieren, baut der Autor in exakt hundert Kapiteln ein rundum gelungenes Kunstwerk auf. So entsteht ein raffinierter Sog [...]. Nicht nur die Schnitttechnik in diesem Buch ist raffiniert; souverän legt Volker Kutscher bereits im Prolog Fährten, auf die man immer wieder stößt. Und auch sprachlich geht Kutscher sehr clever vor: Es ist zu keiner Zeit eine abgeschmackte, abgestandene Prosa, die so tut, als wäre sie zur erzählten Zeit entstanden.«
Matthias Kühn, Krimi-Couch.de
»Kutscher erzählt in Die Akte Vaterland eine komplexe und mitreißende Geschichte, in die sich liebevolle Milieustudien, zeithistorische Bezüge und vielschichte Charaktere einreihen.«
Offenbach Post
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Kommentare
Der politische Hintergrund wird gut eingebunden. Ich habe da ja gleich Angst, was allen später noch geschieht. Die Nazis sind schon sehr im Kommen.
Der Roman ist wieder flüssig und spannend geschrieben. Bei der Suche nach dem Mörder dabei zu sein ist wieder aufregend!!
Inge Hüken, 27.09.2012
Ich habe diesen vierten Fall des Kommissar Gereon Rath in einem Rutsch durch gelesen. Spannend von der ersten Seite an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
Gaby Hochrainer, 27.09.2012