Vea Kaiser
Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam
Roman

ISBN: 978-3-462-04464-5

Erscheinungsdatum: 31. Juli 2012
496 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 19,99 | sFr 28,00 | Euro (A) 20,60


Zum Inhalt

Ein großer Roman über ein kleines Dorf – Vea Kaisers furioses Debüt

In ihrem Debütroman entfaltet Vea Kaiser mit großer Verve und unwiderstehlichem Witz die Welt des abgeschiedenen alpenländischen Bergdorfes St. Peter am Anger und erzählt die Geschichte einer Familie, die über drei Generationen hinweg auf kuriose Weise der Wissenschaft verfallen ist.

Gegen die Engstirnigkeit und den unreflektierten Traditionssinn der St. Petrianer hegt Johannes A. Irrwein – geschult an seinem Großvater, dem Bandwurmforscher Johannes Gerlitzen – seit frühester Kindheit eine starke Abneigung. Bildungshungrig und aufgeweckt wie er ist, sehnt er sich nach jener aufgeklärten Welt, die er hinter den Alpenmassiven vermutet. Als der Musterschüler jedoch unerwartet durch die Matura fällt, beginnt er, sich mit seinem Dorf auseinanderzusetzen. Seinem Lieblingsautor Herodot, dem Vater der Geschichtsschreibung, nacheifernd, macht er sich daran, die Chroniken seines Dorfes zu verfassen – und verursacht dabei ungewollt das größte Ereignis in der Geschichte St. Peters, das das Bergdorf auf immer verändern wird.

Ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, ein ungeahnt attraktiver Mönch im Jaguar, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, eine nordicwalkende Mütterrunde, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum einzigartigen Mikrokosmos dieses Romans, der durch seine Liebe für leuchtende Details und skurrile Begebenheiten, durch seinen erzählerischen Furor und seine Vielstimmigkeit besticht. Vea Kaiser gelingt mit dreiundzwanzig Jahren ein wagemutiges, herausragendes Debüt. Dieser Roman wird Sie verzaubern.

»Eines der schwindelerregendsten Debüts dieser Saison« (Denis Scheck)

Rezensionen

»[Blasmusikpop] ist so fröhlich und komisch, so frisch und witzig. Eine Geschichte, die immer ganz nah an der möglichen Wirklichkeit und trotzdem ungeheuer schräg und abgefahren ist. [...] Richtig zusammenhängend kann man nicht erzählen, was passiert. Beim Lesen fügt sich dennoch alles mühelos zusammen und ergibt ein Kaleidoskop, das in den schönsten Farben leuchtet. Ja, dieses Buch leuchtet und gibt das an den Leser weiter. Weil man viele Stunden richtig gut unterhalten wird, hat man dieses Leuchten beständig im Gesicht. Und im Herzen sowieso.«
WDR 2, Christine Westermann

»Mit Vea Kaiser erklingt im Literaturbetrieb eine junge neue Stimme aus Österreich, die endlich mal wieder was zu erzählen hat. Das macht sie äußerst einfallsreich, witzig und unterhaltsam [...]. Blasmusikpop erinnert an die “Piefkesaga” ebenso wie an den “Club der toten Dichter” und bedient gleich mehrere Genres: eine Coming Of Age-Geschichte, eine Familiengeschichte, ein Heimatroman oder ein Anti-Heimatroman. [...] Vea Kaiser bringt mit ihrem Debüt Blasmusikpop erfrischende Farben in die Literaturlandschaft. Endlich kann man mal wieder dringend ein Debüt empfehlen!«
FM4

»Ein großer Literaturspaß, ein sehr gelungenes Debüt.«
Denis Scheck

»Der Blasmusikpop ist Bildungs-, Familien-, Coming-of-Age-Roman.«
FAZ

»Erzählfreudig, detailverliebt, wissensgesättigt, bildungsbegeistert, mit klugen Überlegungen zur Authentizität von Geschichtsschreibung oder zur Prägung des Denkens durch die Sprache.«
derStandart.at

»Dabei gelingt ihr das rare, in der Tat sensationelle Kunststück, den magischen Realismus in die Alpen zu verlagern und ihm dort zu neuen, imposanten Dimensionen zu verhelfen. [...] In Blasmusikpop stößt eine junge, aber schon jetzt virtuose Erzählerin derart vielstimmig ins Horn der Poesie und Phantasie, dass man glatt von einem unerhörten Leseerlebnis schwärmen kann, soll und muss.«
Kleine Zeitung

»Mit ihrem Roman Blasmusikpop gehört Vea Kaiser zu den aufregendsten deutschsprachigen Debütantinnen in diesem Bücherherbst.«
SonntagsZeitung

»Mit jeder der in das Gesamtbild eingewobenen Geschichten beweist Vea Kaiser Fantasie und gute Recherche, so dass Blasmusikpop nicht als simpler Heimatroman oder Klischeeversammlung abgetan werden kann.«
taz

»[Blasmusikpop] strotzt von Einfällen. Der Stoff geht der jungen Autorin nicht aus. Aber das würde nicht reichen. Zur Sensation wird dieser Roman durch die Form, mit der Vea Kaiser die Fülle bändigt, durch die Sprache, die eine fleißige Leserin, eine studierte Kennerin der lateinischen und griechischen Überlieferung und ein Original verrät, das sich keinen Deut um aktuelle Moden schert. Das Buch mit dem einerseits irritierenden, andererseits altmodisch anmutenden Doppeltitel Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam enthält Literatur im emphatischen Sinne.«
Die Presse.com

»Ein kunterbunter Mikrokosmos [...], randvoll mit funkelnden Einfällen und aberwitzigen Episoden aus dem Leben eines Bergdorfes und seiner Einwohner.«
The Gap

»Das Debüt der 23-jährigen Niederösterreicherin Vea Kaiser hat alles, was man heute für einen Erfolg braucht: eine junge, hübsche, intelligente Autorin, die sich als Shooting-Star für Zeitschriftencovers ebenso eignet wie für die Besuchersofas von Talkshows sowie ein raffiniert geschriebenes Buch, das auf Retro macht, dem uralten Thema Heimatroman aber augenzwinkernd neue Seiten abgewinnt und dabei unterhält, ohne zu langweilen.«
APA

»_Blasmusikpop_ ist Familiensaga und Gesellschaftsroman, Provinzsatire und Schelmenliteratur. Vea Kaiser hat den scharfen Blick für die soziale Realität der Alpenregion und setzt ihre Wahrnehmungen in ironischer Sprache um. Ihre Phantasie und ihr Humor bringen originelle Grotesken hervor.«
OÖNachrichten

»Das hat Charme, ist schön skurril und mitunter brüllend komisch, vor allem aber auch liebevoll. Kaiser zeigt viel Sprachgefühl und bietet viele vergnügte Lesestunden.«
sonntag

»Vea Kaisers Roman ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Einmal, weil dieser Roman wirklich ein Roman ist und nicht [...] bloß eine groß gedruckte Erzählung. Was an diesem fast 500 Seiten starken Debütroman aber am meisten überrascht, ist die Abgeklärtheit der 1988 geborenen Autorin. [...] Niemals verfällt sie in Plattitüden oder ergeht sich in Altklugheit. Und sie schafft es, ihre Romanfiguren als Menschen zu zeichnen und nicht als klischeehafte Stereotypen. [...] Blasmusikpop ist ein heiteres Buch. Es ist literarisch hochstehende Unterhaltung im besten Sinn.«
EX LIBRIS

»Ihr Debüt ist ein furchtlos und frisch erzähltes Dorfeops.«
ZEIT Literatur

»Der Auftakt ist Vea Kaiser gut gelungen. Die Handlung von Blasmusikpop schwankt gut motiviert zwischen Satire und Groteske.«
Süddeutsche Zeitung

»Vea Kaiser hat mit ihrem Roman Blasmusikpop ein starkes literarisches Debüt hingelegt. [...] Die liebevoll bis in kleinste Details ausgemalte Spießigkeit eines Lebens in der Bildungsferne des hochalpinen österreichischen Hinterlands wurde wahrscheinlich noch nie hingebungsvoller geschildert als von Vea Kaiser. [...] Vea Kaiser hat das Talent eines Michael Köhlmeier. Sie kann erzählen, richtig gut unterhalten, verfügt über eine beeindruckende Beobachtungsgabe und schafft es dabei auch noch, zu vermitteln. [...] Manch derben Schmäh, manch skurrilen Charakter, die Situationskomik, aber auch die irrwitzigen Einfälle Kaisers wird man nicht so schnell vergessen.«
The Gap

» Blasmusikpop ist leichtfüßige Popliteratur mit Leidenschaft für Medizin und Geschichte, und gleichzeitig ein Gesellschaftsbild über die Alpenrepublik und ihren kuriosen Dialekt. Ein gelungenes Debut, zu dem man der 23-jährigen Germanistin gratulieren darf. Mögen weitere Werke folgen, oder, wie ihr Charakter Peppi sagen würde: Bahöl!«
Literaturhaus Wien

»Wer John Irving mag, mag auch Vea Kaiser.«
Peter Hetzel, Sat1 Frühstücksfernsehen

»Die 24-jährige Vea Kaiser wirft unverkrampft mit Klischees um sich, erweist sich als Meisterin der Karikatur und bespielt virtuos die Stilklaviatur von Dialekt über Angloslang bis Neu- und Hochdeutsch. Ihre Sprachlust, das merkt man schnell, hat sich an Poetry-Slams und anderen Werkstätten der Spoken-Word-Szene entzündet. Das mag einen Hauch von Selbstzweck haben, doch hebt es diesen Erstling erfrischend ab von der ernsteren Alpenliteratur junger Schweizer Autoren, die manchmal etwas verkrampft authentisch sein will.«
Berner Zeitung

»Dass die sehr junge Autorin mit Sprache umgehen, dass sie erzählen kann, das [...] hat sie bewiesen.«
WDR 3

»Bestechend genau, liebevoll und mit Witz fabuliert sie auf 496 Seiten über ein 500-Seelen-Nest in den Alpen.«
Freundin

Leserkommentare (3)

Kommentieren Sie dieses Buch:


Kommentare

Hat mir gut gefallen, das Buch, die Sprache, die gerade, lustige Art, die Welt der? "Bergbarbaren" zu beschreiben. Und wer in einem kleinen Dorf wohnt und in einer Alpenrepublik aufgewachsen ist, sieht sich auf humorvolle Weise in den Bewohnern von St. Peter am Anger beschrieben.

Karin, 18.09.2012

Ein überaus humorvolles, witziges Buch mit Tiefgang, feiner Sprache, auch der alpenländische Dialekt macht Spaß!

Sigrun Quiter, 27.09.2012

Ein »Heimatroman« der besonderen Art. Nicht miteinander vergleichbar, aber ich habe jetzt zwei Lieblingsbücher: Das eine ist »Just Kids« von Patti Smith, das andere »Blasmusik-Pop« von Vea Kaiser!

Mathias Lembke, 27.09.2012

Über den Autor/ die Autorin

Vea Kaiser, geb. 1988 in Österreich, veröffentlichte 2012 ihren Debütroman «Blasmusikpop ...
Mehr über Vea Kaiser

Weitere Bücher des Autors/ der Autorin

Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

Roman
eBook
mehr


Bestseller

Platz 2 Spiegel-Bestsellerliste Paperback

Bretonische Brandung

Jean-Luc Bannalec

mehr

Platz 6 Spiegel-Bestsellerliste Hardcover

Wir sind doch Schwestern

Anne Gesthuysen

mehr

Platz 7 Spiegel-Bestsellerliste Paperback

Bretonische Verhältnisse

Jean-Luc Bannalec

mehr

Termine

Lesung
Vea Kaiser
Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam
Alpen-Adria-Gymnasium Völkermarkt
Pestalozzistraße 1
Völkermarkt
07.06.2013 | 10:30 Uhr

Veranstaltungen zum Buch
Medientermine zum Buch