ISBN: 978-3-462-04463-8
Erscheinungsdatum: 10. September 2012
224 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 18,99 | sFr 26,80 | Euro (A) 19,60
Eine intellektuelle Autobiographie in zehn Begegnungen
Dieses Buch ist eine Einladung: Thomas Hettche führt den Leser zu den Themen seines Lebens, indem er ihn zu Menschen mitnimmt, die ihm etwas bedeuten. Zehn Begegnungen, die ebenso viel über den Autor wie über unsere Zeit erzählen.
Als kunstvoller Erzähler und kluger Essayist hat Thomas Hettche sich einen Namen gemacht. In »Totenberg«, wie der Hausberg seines Heimatortes tatsächlich heißt, erweist er sich nun als brillanter Wanderer zwischen den Welten, der radikal ehrliche autobiographische Skizzen mit theoretischen Diskursen verbindet. »Totenberg« ist ein Buch ganz unterschiedlicher Tonfälle, in dem es treffende Beschreibungen deutscher Landschaften, lebendige Porträts und scharfsinnige Auseinandersetzungen mit Positionen gibt, die den Autor beschäftigen. Mit Hans-Jürgen Syberberg spricht Hettche über die Bindung der Kunst an Landschaft, mit Christa Bürger über die Verantwortung des Intellektuellen, mit Henriette Fischer über die vergessene Ausdruckstänzerin Valeska Gert, mit Anita Albus über die Möglichkeit einer religiösen Kunst, mit Michael Klett über Ernst Jüngers Haltung und das Soldatische in unserer Gegenwart. Als Leitmotiv erweist sich dabei Hettches Gefühl der Heimatlosigkeit, das sich im leeren Koffer seiner sudetendeutschen Mutter auf dem Dachboden des hessischen Elternhauses manifestierte und sich erst in der Literatur beruhigte, die es dort nicht gab.
Anschaulich, bildreich, spannend und reich an Dialogen mit überraschenden Wendungen – ein Lesegenuss!
»Ein wirklich aufregendes, ein zufrieden machendes Buch.« (Denis Scheck, 3sat Kulturzeit)
»[...] das vielleicht lesenswerteste Buch dieses Herbstes.« (Wiener Zeitung, Extra)
»Thomas Hettche nutzt die kreative Freiheit, die sich ihm im autobiographischen Schreiben eröffnet, und beweist zugleich, dass der Anspruch seines Erzählens hoch ist. [...] In diesem Sinne steht er als Autobiograph in einer Tradition, die ausgehend von Michel de Montaignes Essais, Jean-Jacques Rousseaus Confessions aber auch Johann Wolfgang von Goethes Dichtung und Wahrheit die Bedeutung von aufrichtigem Erzählen, einer intellektuellen Haltung sowie der Berücksichtigung des Lesers betont. Zu einer Zeit, in der zahlreiche Autobiographien den Buchmarkt überfluten, ragt Thomas Hettches Essayband Totenberg deshalb als ein Glanzstück großer Literatur hervor. Das Buch bereitet nicht nur großes Lesevergnügen, es bietet auch eine Auseinandersetzung mit dem Geistesleben. Thomas Hettche zeigt sich einmal mehr als ein kritischer Denker, der über sich und sein Schreiben spricht, im Sinne des dokumentierten Humanismus aber auch darauf angewiesen ist, andere bedeutende Stimmen zu Wort kommen zu lassen.«
Kritische Ausgabe
» Totenberg ist biografische Notiz und Gegenwartsdeutung, ist produktives Hin und Her, neugieriger und beweglicher als alle herkömmlichen Generationsporträts nach bekanntem Muster oder alle Werke nach dem Muster “How I did it”.«
Münchner Feuilleton
» Totenberg ist eine eigenwillige Mischung aus Kindheitserinnerungen, intellektueller Biografie und Gesprächen mit Künstlern und Wissenschaftlern. Ein Werk, dass Vergangenheit und Gegenwart klug verschränkt, historisch wie ästhetisch.«
Monopol
»Klug. Präzise. Ein Buch – mit Sorgfalt gesetzt, in Leinen gebunden. Lesegenuss pur!«
in München
»Es gehört zu den Qualitäten des Essaybandes, dass man jeweils mit großer Erwartung den nächsten Essay aufschlägt, begierig zu erfahren, worüber der Autor diesmal schreibt. [...] Kulturkritische Geistesergießungen gibt es viele, was Hettches Essays aber auszeichnet ist die Scharfsichtigkeit der Beobachtung und die Bedächtigkeit in der Wertung der uns allerorten geradezu anspringenden Evidenzen für Geistesverfall und Dummheit. Sein pessimistisches Fazit mag zu Widerspruch anregen oder Zustimmung auslösen. Nur unberührt lässt es einen nicht, genauso wenig wie die anderen Essays dieses bemerkenwertes Bandes.«
Wiener Zeitung, Extra
»Thomas Hettche schreibt eine Autobiografie, in der er nicht von sich erzählt. Ein uneitleres Unternehmen kann ich mir in der Literatur kaum mehr vorstellen. […] Was aber dieses Buch auch so wohltuend macht, ist, dass er nicht mit der Tür ins Haus fällt, sondern man denkt, jetzt erzählt er mir also von Begegnungen mit Menschen, die in seinem Leben wichtig waren. […] Es ist das Buch, welches in diesem Herbst für mich die schiere Lust am Denken – und das heißt immer am Leben – eigentlich am meisten befördert. […] Ich habe auch kaum mal in diesem Herbst einen Roman gelesen, der mich so beglückt, bereichert hat und ja, auch gespannt zurückließ wie Thomas Hettches Totenberg als Essaybuch. […] Alle Qualitäten, die der Prosa von Peter Handke beispielsweise nachgesagt werden, dass sie Poesie und Erkenntnis tatsächlich miteinander versöhnt, das finde ich viel viel mehr und viel moderner in Totenberg von Thomas Hettche.«
Denis Scheck, 3sat Kulturzeit
»Ein kluges Buch. Auch weil Hettche versteht, durch seinen ebenso analytischen wie sinnlichen Stil sowie durch seine präzise Sprache eine dichte Atmosphäre zu schaffen.«
Neue Westfälische
»Ein Buch, das nicht nur die Vergangenheit und Gegenwart von Hettche historisch wie ästhetisch klug verschränkt.«
Der Tagesspiegel
»Ein Lehrstück in Tiefe und Langsamkeit.«
Börsenblatt
»Thomas Hettche ist Erzähler genug, um zu wissen, was seine Leser wollen. Er spart nicht mit herrlichen Anekdoten, verliert aber nie seinen Ansatz aus den Augen. Ein Buch voll von Geschichten, das intelligent und mit Fingerspitzengefühl der Vergangenheit nachspürt. Ein kluges Buch. Auch weil Hettche versteht, durch seinen ebenso analytischen wie sinnlichen Stil sowie durch seine präzise Sprache eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Gebannt folgt ihm der Leser und taucht ein in einen großen Kulturraum. Schön, dass es so großartige Schriftsteller wie Thomas Hettche gibt.«
Südkurier
»In Totenberg pulsiert dieser Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der zum Besten gehört, das die deutsche Literatur im letzten Jahr hervorgebracht hat.«
Kölner Kultur
»Hettche erzählt [...] in einer virtuosen und dramaturgisch sogkräftigen Mischung aus Selbst- und Fremdporträt, aus Beschreibung, schwebender Assoziation und detailgenauem, stechendem Erinnerungsbild, wobei es ihm gelingt, in den bald bannalen, bald schillernden Fundstücken des eigenen Gedächtnisses auch Teile der jüngeren Geschichte spiegeln zu lassen. Dabei scheint gerade der Text Totenberg, der vom Kindheitsort des Autors handelt und dem Band seinen Namen gegeben hat, diese Verflechtungen zwischen Ich und Umfeld, kleiner und grosser Geschichte in luzider Weise auf den Punkt zu bringen.«
Neue Züricher Zeitung
»Thomas Hettche ist ein sehr lesenswertes Buch über den medialen Wechsel dieser Zeit gelungen. Man findet in seinen zehn Essays großartige Überlegungen zur Literatur, zum Schreiben oder zu dem, was Kindheit sein könnte. Kleine Motive und Variationen halten die einzelnen Stücke jenseits der Thesen zusammen.«
Süddeutsche Zeitung
»Was an diesem Buch [...] so überaus besticht, ist sein konzentrierter, ökonomischer Gestus. [...] Totenberg zeigt Thomas Hettche auf der Höhe seines stilistischen und essayistischen Vermögens. Und nebenbei verhilft dieses Buch dem abgewirtschafteten Genre der Autorenbiografie zu neuem Glanz.«
Deutschlandradio
Thomas Hettche, geboren 1964 am Rand des Vogelsbergs, studierte in Frankfurt Philosophie und ...
Mehr über Thomas Hettche
Essays
eBook
mehr
Roman
gebunden
mehr
gebunden
mehr
Alle lieferbaren Bücher von Thomas Hettche
Kommentieren Sie dieses Buch: