ISBN: 978-3-462-04456-0
Erscheinungsdatum: 08. November 2012
464 Seiten, Paperback
KiWi 1297
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»Was hat mich geprägt?« Und: »Was habe ich daraus gemacht?«
Als im Herbst des letzten Jahres Alice Schwarzers Autobiographie »Lebenslauf« erschien, waren die Medien voll des Lobes über die zeitgeschichtliche und literarische Qualität dieses Memoirenbandes.
In großer Offenheit schreibt Alice Schwarzer in »Lebenslauf«, was sie geprägt hat – und was sie daraus gemacht hat. Über die politisierte Großmutter und den fürsorglichen Großvater, über ihr schwieriges Verhältnis zur Mutter. Über ihre Kindheit auf dem Dorf und die Jugend in Wuppertal. Über beste Freundinnen und den ersten Kuss. Über Swinging Schwabing in den 60ern und ihre Zeit als Reporterin bei pardon. Über ihr Leben als Korrespondentin und den euphorischen Aufbruch der Pariser Frauenbewegung. Über ihre frühen feministischen Aktionen gegen den § 218 und den Skandal vom »Kleinen Unterschied« – bis hin zur EMMA-Gründung.
Alice Schwarzer ist die Stimme in Deutschland für die Rechte der Frauen. Ihre Leidenschaft, ihre Konfliktfähigkeit und ihr kämpferischer Elan sind Legende.
»Sie liebt Mode. Sie schminkt sich. Sie schwärmt für James Dean. Wenn das keine Frau ist, mit der sich neue deutsche Mädchen und Postfeministinnen identifizieren können!« (Heide Oestreich, taz)
»Ihr Buch ist mehr als die Geschichte des modernen Feminismus in Deutschland.«
Die Welt, Ruth Klüger
»Die Autobiografie von Alice Schwarzer ist eine Sensation. Sie zeigt die junge Feministin zwischen Sexappeal und Intellekt. Es geht in dieser Geschichte nicht einfach darum, wie sie zur Feministin wurde, sondern wie sie zur Frau wird. Das Porträt, das sich nach und nach vor einem aufpixelt, ist spektakulär, nicht nur, weil es eine bis jetzt unbekannte Alice Schwarzer zeigt, sondern auch, weil es ein anderes Frauenbild entwirft – eines nämlich, das kaum schillernder, attraktiver, intelligenter, kurz: das wohl nicht zeitgemäßer sein könnte.«
Welt am Sonntag
»Alice Schwarzer erzählt von Alice Schwarzer und von einem Teil deutscher Nachkriegsgeschichte – spannend, authentisch, berückend. Im Lauf der Jahre war sie den erstaunlichsten Anfeindungen und Verunglimpfungen ausgesetzt, die man hier nachlesen kann. Meines Erachtens nach (…) schöpft die Ausdrucksweise aus dem Erbe des alten Antisemitismus, der sich auf den Antifeminismus verlagert hatte und setzt ihn mit denselben höhnischen, menschenverachtenden Gesten fort. (Schwarzers) Maßstab ist immer die Gleichberechtigung und die Menschenwürde.«
Literarische Welt, Ruth Klüger
»Es ist das spannende Bild einer Epoche und einer ungewöhnlichen Frau.«
Brigitte
»Die Kluft zwischen Selbst- und Fremdbild der Alice Schwarzer könnte kaum größer sein. Das macht ihre Autobiografie zu einer kleinen Sensation. Entblättert die 68-Jährige doch, getrieben von ‘Neugier auf sich selbst’, Seiten ihres Lebens, die sie bisher bewusst verborgen hielt.«
Der Westen, Britta Heidemann
»Eine mitreißende Biografie – und ein Stück deutscher nachkriegsgeschichte [...] die charmante, humorvolle, blitzgescheite, energische Verfechterin von Fraueninteressen. Dieser viel spannenderen Frau kann man begegnen, wenn man mit Alice Schwarzer spricht – oder ihre Autobiografie liest. [...] Ihr Buch zeichnet kein neues Bild der Alice Schwarzer, es erzählt aber mitreißend, wie eine kluge Frau Feministin wurde. In Zeiten von Lillifee und Topmodels ist es eine lehrreiche Geschichte.«
rp-online
»Nun macht Schwarzer noch einmal eindrucksvoll deutlich, was sie geleistet hat. Erteilt uns Nachgeborenen eine Lektion in Feminismusgeschichte [...]«
WAZ
»Schwarzer will Debatten anstoßen.«
Ostseezeitung
»Sie trägt mit Vorliebe Miniröcke. Sie liebt Mode, hat kurze Kleider von Marimekko und Kostüme von Yves Saint Laurent. Sie schminkt sich. Sie schwärmt für James Dean. Wenn das keine Frau ist, mit der sich neue deutsche Mädchen und Postpostfeministinnen identifizieren können. Eine Frau, die der sexaffinen Charlotte Roche einiges erzählen könnte.«
taz, Heide Oestreich
»Die Alice Schwarzer kannte man so bislang noch nicht. Eine, die als Mädchen für Elvis schwärmt. Die mit 14 am Waldrand den ersten Jungen küsst. Mit den Freundinnen per Autostopp nach Hamburg, München, Paris, Nizza trampt. An den Freund in Paris schreibt sie damals so herzergreifend leidenschaftliche Sätze wie: “Ich sterbe vor Hunger auf Alles! Absolut Alles!” und: “Unsere Pläne sind viel zu bürgerlich. Ich will einen großen Schritt machen. Etwas Neues. Mich befreien!” Und dazu diese Bilder! Das Erstaunlichste an diesem Buch ist allerdings ihre damalige politische Haltung. Wenn man liest, wie stark Schwarzer sich einmal als links verortete, wie sie jede Form von Konservatismus und Spießbürgerlichkeit verachtet hat und als junge Journalistin in Paris vor allem aus den Fabriken berichtete, dann wird es umso unverständlicher, wie sie 30 Jahre später eine konservative Kanzlerin unterstützen kann, nur weil diese eine Frau ist.«
Die Zeit, Chris Köver
»Amüsant, wie sie von ihren ersten journalistischen Abenteuern in der Lokalredaktion der “Düsseldorfer Nachrichten” erzählt. Enthusiastisch, wie die Psychologie- und Soziologiestudentin die Pariser Anfänge der französischen Frauenbefreiungsbewegung MLF erlebt. Zeitgeschichtlich aufschlussreich, wie sie die revolutionäre Stimmung im geliebten Paris (inklusive ihrer Bekanntschaften mit Beauvoir, Sartre, Focault, Marcuse) und im verhassten Berlin der Sechziger, Anfang der Siebziger beschreibt. Meinungsfreudig, wie sie ihr Engagement für Emanzipation und Frauensolidarität, gegen Männergewalt, Männerjustiz, Fundamentalismums plus kleiner Analysen zur aktuellen lage im geschlechterkampf skizziert.«
Tagesspiegel
»Ihr Buch ist keine Analyse des eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die Gesellschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.«
Stuttgarter Zeitung
»Die Feminismus-Ikone spricht in ihrer beindruckenden Biografie Tacheles. [...] Exzellent geschrieben, differenziert in seinen Urteilen. [...] überraschend, hellsichtig, spannend. [...] Die Schwarzer, die hier schreibt ist eine kluge, erfahrene Frau, die sehr differenziert beobachtet und argumentiert, die einen klaren Blick auf eigene Gewinne und Verluste hat und sich konstant der Vermittlung zwischen verschiedenen Milieus, zwischen Mitte und Rändern, Männern und Frauen verpflichtet fühlt. Und schon garnicht kann man sich der Bewunderung angesichts ihres Durchhaltevermögens und ihrer Nehmerqualitäten erwehren.«
Format
»Fünfzehn glänzende Kapitel: ein getupftes Bild der Bundesrepublik und vom Paris der fünfziger bis siebziger Jahre. Eine Geschichte der beginnenden französischen und der westdeutschen, dann deutsch-deutschen Frauenbewegung. Eine berufs- und geschlechtersoziologische Studie. Das alles macht den biographischen Rückblick von Alice Schwarzer so unbedingt lesenswert. Eines weiß jede und weiß jeder, legt sie oder er das Buch nach Lektüre des Anhangs beiseite: Die „frustrierte Emanze“ hat es nie gegeben. Sie ist eine lachhafte und die vermutlich erbärmlichste Erfindung der Welt.«
FAZ, Petra Gehring
»Eine enorme Lebensfreude spricht aus ihrem Lebenslauf.«
Nachrichtenagentur dapd
»Denn für diejenigen, die die Privatfernsehen-. Quizshow-, Klüngel-, Talkshow-. Kachelmann- und Bild-Schwarzer als Nervensäge wahrnehmen, ist diese Buch ein zeithistorisch aufschlussreicher Rückblick auf die Jahre ihres Durchbruchs, der Respekt und Interesse verdient – und der vielleicht auch manches an ihrem Auftreten aus den genannten Ambivalenzen heraus verständlich macht.«
SZ Literaturbeilage
»Ihr Buch ist keine Analyse des eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die Geselleschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.«
Schaumburger Nachrichten
»Nicht nur eine Biografie, sondern ein Panorama dieses Landes, das diese Frau so gründlich auf den Kopf gestellt hat wie keine zweite – gegen alle, auch politische Widerstände.«
Die Zeit, Adam Soboczynski
»Schwarzer ist eine brillante Erzählerin. Das Buch zieht mit. Es ist amüsant und ungeheuer detailreich, voller Anekdoten über Begegnungen und Freundschaften mit ungewöhnlichen Menschen.«
Deutschlandradio
»Ihr Lebenslauf-Buch zeigt Alice Schwarzer als eine Protagonistin der Frauenbefreiungsbewegung, die zu originärer Emanzipation und Frauensolidarität steht. Sie ist ausgestattet mit klarer, schillernder, zugleich attraktiver und intelligenter Sprache. Kurz: Sie wirkt zeitgemäß, authentisch, brillant gegen alle Anfeindungen und Verunglimpfungen, entlarvt Konservative und Spießbürger als Aufrechte und Fackelträgerin für Gerechtigkeit im deutsch-französischem Europa und darüber hinaus.«
Kultur-punkt.ch
»Ein beeindruckender Lebenslauf, der auch viel über unser Land erzählt. [...]
Ausgburger Allgemeine Bücherjournal
» [...] doch Bitterkeit findet man auf keiner einzigen Seite dieser bunten und rasant geschriebenen Lebenserinnerungen.«
Neue Züricher Zeitung
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