Shilpi Somaya Gowda
Geheime Tochter
Roman

ISBN: 978-3-462-04445-4

Erscheinungsdatum: 16. August 2012
448 Seiten, Paperback
Titel der Originalausgabe: Secret Daughter
Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
KiWi 1286
Lieferbar
Euro (D) 9,99 | sFr 14,50 | Euro (A) 10,30


Zum Inhalt

Der Weltbestseller!

Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann.

Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann.

Shilpi Somaya Gowdas Debüt war in den USA und Kanada ein Sensationserfolg – es stand über viele Monate auf Platz eins der Bestsellerlisten. Der große Roman über eine Suche nach den Wurzeln und nach dem, was das Leben ausmacht, bewegt inzwischen Leserinnen auf der ganzen Welt.

»Fesselnd, sehr klug, lebendig und herzzerreißend« (Minneapolis StarTribune)

Rezensionen

»Ein glücklich machender Debütroman«
Elle (Italien)

»Diese Geschichte über Geburt und Tod, Stärke und Schwäche, Gewinn und Verlust, Freude und Schmerz deckt das ganze Spektrum menschlicher Gefühle ab, mit Figuren, die uns verblüffen, und Beziehungen, die von einem Extrem ins andere fallen. Shilpi Gowda hat eine kühne, bewegende Geschichte gewoben, die kaum jemanden kaltlassen wird. Sie erzählt mitreißend, voller Verständnis für alles, was Mutterschaft bedeutet – eine strahlende Debütautorin.«
India Currents Magazine

»Dieser Roman reist um die Welt – und tief ins Herz der Leser.«
Minneapolis StarTribune

»Die Autorin beschönigt die Schwierigkeiten des Familienlebens nicht, aber sie zeigt mit großer Herzenswärme, wie Menschen sich durch Liebe verändern und wie sie wachsen können.«
Washington Post

»[...] berührend und ohne Pathos erzählt. Ein Weihnachtsschmöker!«
Myself

»Shilpi Gowda, deren Familie aus Mumbai kommt und die heute in Kalifornien lebt, kreuzt in ihrem Debütroman die Schicksale zweier Paare über eine Zeit von zwanzig Jahren. Sie erzählt mit großer Finesse von so komplexen Themen wie Adoption, Identität, Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen Kulturen, Mutterliebe und Familienbande.«
La Croix (Frankreich)

»Authentisch und berührend! [...] Die Autorin versteht es perfekt, die Schicksale dieser Familien durch die Adoption des indischen Kindes zu verbinden. Sie verdeutlicht die kulturellen Unterschiede zwischen Indien und Amerika mit einer authentischen und eingängigen Erzählung. Ein faszinierender Roman für viele schöne Lesestunden.«
suite101.de

»Ein gelungenes Debüt.«
FOCUS Online

»›Geheime Tochter‹ ist eine Geschichte zweier Familien, die man niemals vergessen wird, bewegend erzählt, aber völlig ohne Kitsch. Provokativ und wunderbar realistisch – das perfekte Buch für Lesekreise.«
Australian Women’s Weekly Magazine

»Eine Adoptionsgeschichte, die weder kitschig noch klischeehaft wirkt und dennoch bewegt, ist eine echte Herausforderung. Shilpi Somaya Gowda hat sie gemeistert – dank viel Feingefühl und Liebe zu ihren Figuren.«
HÖRZU Online

Leserkommentare (6)

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Kommentare

Indien 1984. Ein kleines Mädchen mit haselnussbraunen Augen namens Usha - Morgendämmerung - erblickt in einem kleinen Dorf das Licht der Welt. Doch diese Welt ist von Armut, Entbehrung & dem nackten Kampf ums Überleben geprägt. Mädchen sind nicht erwünscht, sie können nichts für die Erhaltung der familiären Existenz beitragen. Schweren Herzens entschließt sich ihre Mutter Kavita, ihr Kind in ein Waisenhaus zu geben, um es vor dem sicheren Tod zu bewahren. Zeitgleich, am anderen Ende des Erdballs, in San Francisco, mitten im Land des Überflusses, das nicht gegensätzlicher sein kann, erleidet eine junge Ärztin eine Fehlgeburt. Verzweiflung breitet sich in Somer Thakkar aus, sie wünscht sich doch so sehnlichst ein Kind. Als das Ehepaar feststellt, dass Somer keine eigenen Kinder bekommen kann, entschließen sie sich, ein Kind aus Indien zu adoptieren und ihm damit die Chance auf ein neues Leben zu geben. Doch ist Liebe allein genug, um die Grenzen zwischen den beiden Kulturen zu überwinden?
Der äußerst gefühlvolle, aufwühlende Roman ist in zwei zeitlich parallel laufende Handlungsstränge aufgeteilt, die zwei völlig verschiedene Welten, zwei Schicksale im Verlauf von 20 Jahren gegenüber setzen, einzig vereint durch die Mutterliebe zu Usha. Mädchen sind in Indien eine Belastung, die Tötung der Säuglinge ist für viele Familien die einzige Chance zu überleben. Grausame Realität, die Frau Gowda mit einem unglaublich intensiven Erzählstil näher bringt. Man leidet mit, die Emotionen kochen, das Herz pocht bei dem Gedanken, wie schrecklich das Leben in den Slums Dharavis sein muss.
Ich bin restlos begeistert von diesem Buch. Einzig Ashas Verhalten nervte mich. Das pubertäre Verhalten der jungen Dame stellt Frau Gowda aber sehr überzeugend dar. Das Buch muss man gelesen haben!

Büchernische, 27.09.2012

Gleich zu Anfang bekommen wir einen Einblick auf das Leben in Indien. Ein Indien anders als uns Bollywoodfilme vorgaukeln, denn wir befinden uns in einem Dorf, in dem die Armut herrscht und die Geburt einer Tochter Unglück über die Familie bringt. Einer jungen Mutter wird ihr Kind direkt nach der Entbindung aus den Armen gerissen und sie wird es nie wiedersehen und sie wird auch nie wissen, was mit ihrer Tochter geschehen ist. Kavita wird wieder schwanger und auch dieses Mal entbindet sie ein Mädchen. was für eine Schande! Sie bringt das Kind heimlich in ein Waisenhaus, da sie hofft das ihrer Tochter, die sie Usha (Morgendämmerung) nennt um ihr zu einem besseres Leben zu verhelfen. Ihr die Chance zu geben zu überleben.
Erzählt wird die Geschichte der beiden Familien, die durch die Geburt von Usha miteinander verknüpft sind und das passiert sehr warmherzig und authentisch.

Mel.E, 27.09.2012

Der Roman ist mit so viel Liebe und Einfühlungsvermögen geschrieben, die Handlung macht einen sehr nachdenklich. Ein besonders Buchhighlight für dieses Jahr und eine echte Entdeckung

Dreamworx, 27.09.2012

Ich finde die Art, eine Geschichte in 2 Handlungssträngen, deren Verbindung von Anfang an klar ist, sehr toll. Viel Wert wird dabei auf die Liebe der Mutter gelegt, biologisch oder nicht, die Liebe für das Kind ist bei beiden gleich, das hat mir sehr gefallen; auch dass Asha dieses Thema später aufnimmt ist eine tolle Idee. Gefällt!

StackOfBooks, 01.10.2012

Shilpi S. Gowda gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die gegensätzlichen Welten - hier die armen Bauern in Indien, dort die gutsituierten Akademiker in Kalifornien - darzustellen und eine Brücke zwischen ihnen zu schlagen.
Gowdas Schreibstil ist einfach, aber schön zu lesen. Die Kapitel sind sehr kurz und wechseln zwischen verschiedenen Personen. Das Buch ist stark von Gefühlen und Gedanken geprägt.
Gut gefallen haben mir die detaillierten Beschreibungen. Die Slums bauten sich direkt vor meinem inneren Auge auf. Dann wiederum ließ Gowda farbenprächtige Saris vor mir erscheinen.
Im letzten Viertel des Romans hat die Autorin dann für meinen Geschmack etwas zu viel Dramatik aufgefahren, aber das eigentliche Ende fand ich passend, es ist schön rund.

Lilli33, 01.10.2012

Der Roman begleitet die Familien auf eine außergewöhnlich berührende, einfühlsame und fesselnde Art über mehrere Jahrzehnte, zeigt die Gefühle, Gedanken und Wünsche eines jeden einzelnen Charakters auf natürliche Weise. Der Autorin gelingt es, sehr bildlich viele Facetten von Eindrücken zu vermitteln, insbesondere die liebevolle, würzige und farbenfrohe Beschreibung Indiens ist überaus gelungen. Die parallele Führung der beiden Handlungsstränge in Indien und in den USA sowie deren Zusammenführung ist erzählerisch sehr gut gemacht, allerdings wirken manche Details wiederum konstruiert und künstlich. Insgesamt ist »Geheime Tochter« wirklich ein sehr interessanter, gefühlvoller und nuancenreicher Roman über Liebe, Familie und das Loslassen-Können von Menschen, die man liebt, um ihnen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, und um selbst wieder aufatmen zu können. Sehr zu empfehlen!

Literatur, 01.10.2012

Über den Autor/ die Autorin

Shilpi Somaya Gowda ist in Toronto geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern sind aus Mumbai nach ...
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