Julian Barnes
Vom Ende einer Geschichte
Roman

ISBN: 978-3-462-04433-1

Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2011
192 Seiten, gebunden
Titel der Originalausgabe: The Sense of an Ending
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger
Lieferbar
Euro (D) 18,99 | sFr 26,80 | Euro (A) 19,60


Zum Inhalt

Man Booker Prize 2011 für »Vom Ende einer Geschichte«

Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Sex und Bücher sind die Hauptthemen, mit denen sie sich befassen, und Tony hat das Gefühl, dass Adrian in allem etwas klüger ist als er. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.
Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erweckte plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.
Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt.

»Wie Barnes allmählich die Selbstzensur in den Erinnerungen seines pensionierten Protagonisten Tony Webster bloßlegt, beweist seine ganze Meisterschaft.« (Süddeutsche Zeitung)

Rezensionen

»Mit leichter Hand, seinem luziden und prägnanten Stil, erzählt er die Geschichte von Tony Webster [...] das 150 Seiten kurze Buch nimmt zum Schluss die Spannung und Rasanz eines Psychothrillers auf. Es ist ein kleines Meisterwerk.«
Frankfurter Rundschau

» Dieses Buch ist ein Juwel [...] Man findet in The Sense of an ending all das wieder, was große Literatur von Julian Barnes ausmacht: Präzision der Beschreibung, hoch raffinierte Konstruktionen, Witz und eine Ironie, die nie arrogant wirkt, sondern vielmehr zutiefst human ist. [...] The Sense of an Ending ist lediglich 150 Seiten lang, doch es ist so dicht gepackt mit starken Szenen und nimmt zum Schluss eine so überraschende Wendung, dass man es gleich noch einmal lesen will. Mehr kann man von Literatur nicht verlangen.«
Tages-Anzeiger

»Natürlich geht es um Brüche und Lebenslügen. Um die Tricks, mit denen man sich sein Leben schön lügt. Wie Julian Barnes davon erzählt, ist beinahe hinterhältig gut. Ganz großartig, dieser kleine Roman.«
WDR2

» In Vom Ende einer Geschichte zeigt Barnes auf erstaunlich kleinem Raum, auf gerade mal 192 Seiten, ein Konzentrat seiner Kunst. Die handelt stets davon, wie vorläufig das Konstrukt ist, das man Identität nennt.«
Der Spiegel, Wolfgang Höbel

»Barnes' Buch ist eine bestechend unterhaltsame Novelle mit Mehrwert.«
Die Rheinpfalz

»Es ist Julian Barnes' große Kunst, aus einem Durchschnittsleben Tragik, Komik und philosophische Bedeutung hervorzuzaubern.«
NDR

»Julian Barnes hat einen großen Roman von virtuoser Wucht geschrieben.«
WAZ

»Eine Art psychologische Detektivgeschichte, die sich unerhört spannend liest und auf die Selbstenthüllung und Selbsterkenntnis des Helden hinausläuft, so gnadenlos konsequent wie eine griechische Tragödie.«
ORF, Sigrid Löffler

»Barnes gelingt ein eindrückliches Portät der englischen Klassengesellschaft in den 60er Jahren [...] Konzentriert, mit großer sprachlicher Genauigkeit und mit viel Sinn für überraschende Wendungen erzählt Barnes von der Dekonstruktion einer Lebenslüge und führt den Protagonisten Schritt für Schritt an den Schmerzpunkt seiner Existenz.«
rbb

»Kein anderer britischer Gegenwartsautor paart Witz, Ironie und die Fähigkeit, unterhaltsam und spannend zu erzählen, so sehr mit der Fähigkeit zu philosophischer Reflexion. [...] Ein kleines Buch, aber ein großer Roman.«
hronline.de

»Das Buch ist stilistisch vollendet – schmal, konzentriert, nachdenklich. Eine elegante Betrachtung der Frage, was wir von uns und unserer Existenz wissen können. Wie man überhaupt erkennen kann, was ein gutes Leben war oder ist, wenn doch die Erinnerung an das, was war, so trügerisch ist.«
Die Zeit

»In Julian Barnes erkennt man die erstaunliche Fähigkeit des englischen Schriftstellers, bergauf zu beschleunigen. Seine Bücher sind tiefernst und philosophisch geworden ohne Verlust an erzählerischer Kraft. In seinem neuen Roman geht es um die Suche nach dem, worauf es ankommt im Leben – und um die fatale Neigung der Erinnerung zur Selbsttäuschung. Meisterlich im psychologischen, moralischen und emotionalen Spannungsaufbau, ist es ein Buch von großer Ernsthaftigkeit, das den Leser lange beschäftigt.«
Börsenblatt, Felicitas von Lovenberg

»WOW! [...] Ganz große literarische Meisterschaft! [...]
Man imaginiert sich eine andere Vergangenheit, nicht mehr eine andere Zukunft. Das sind einfach sehr schöne, tatsächlich in ihrer Lebensklugheit an die ganz großen Meister wie Flaubert oder eben Tschechow erinnernde, Maximen, die wir in diesem Buch wiederfinden.[...] Wie alle große Literatur ist auch Vom Ende einer Geschichte ein Appell an den Leser, zur Achtsamkeit, sich klarzumachen welch ungeheure Folgen winzigste Handlungen in unser aller Leben haben können.«
Kulturzeit, Denis Scheck

»Barnes erzählt die Geschichte von Tonys Selbstentblößung – schonungslos und eindringlich, mit Sätzen wie in Stein gemeißelt. Dafür wurde er im Herbst 2011 mit dem begehrten Man-Booker-Preis ausgezeichnet, einer Ehrung, die Barnes nach dreimaliger Nominierung nun endlich und zu recht erhalten hat.(...) Julian Barnes überrascht immer wieder – ob er über den Tod, die vielen Versionen einer Geschichte oder über trügerische Erinnerungen philosophiert. Geistreich und unsentimental schreibt er über die seelischen Schäden, die wir im Laufe eines Lebens erleiden.«
Kulturzeit

»Dieses Buch ist das schönste Geschenk dieser literarischen Saison.«
Süddeutsche Zeitung

» Vom Ende einer Geschichte ist ein ebenso ökonomisches wie uneitles Buch, das nichts “entlarven” und niemanden “überwältigen” will. Es verdankt seine beachtliche Wirkkraft einzig seiner luziden Ernsthaftigkeit, die in der Einbaumöbelliteratur rar geworden ist. Sein letzter Satz lautet: “Es herrscht große Unruhe”.«
Falter

»Julian Barnes schmaler Roman ist ein Meisterwerk: Toll geschrieben, und durchsetzt mit britischem Humor, liefert der Booker-Prize-Titel eine Story, die, als Tony auf die Suche nach der Wahrheit geht, fast etwas von einem Krimi hat.«
HR1

»Perfekt bis ins Detail.«
Neue Zürcher Zeitung

»Grandios«
RP Online

»Überwältigende Erzählkraft. [...] Dies ist ein erhebliches Romankunstwerk.«
Kölner Stadt-Anzeiger, Magazin

»Julian Barnes erzählt seine scheinbar simple Story so unheimlich menschenklug und diskret raffiniert, dass wir alle gefangen sind.«
Der Tagesspiegel

»Brillant, stark und bewegend«.
Deutschlandfunk, Denis Scheck

»Ein wunderbarer Roman, der beim einzelnen Leser und auch in der literarischen Welt garantiert lange nachwirken wird.«
Lesart

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Über den Autor/ die Autorin

Julian Barnes, geboren 1946, erhielt zahlreiche europäische und amerikanische Literaturpreise, ...
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