ISBN: 978-3-462-04417-1
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2012
224 Seiten, gebunden
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Euro (D) 18,99 | sFr 26,80 | Euro (A) 19,60
Ordnung und spätes Leid – Jens Sparschuhs tragischer Held kommt völlig durcheinander
Hannes Felix ist seine Frau los: Monika kann sein sprödes Verhalten nicht mehr ertragen und packt ihren Koffer – leider völlig falsch. Sein Versuch, Ordnung in den wüsten Kofferinhalt zu bringen, gibt ihr den Rest und ihm die Gelegenheit, seine Vision von der optimalen Ordnung des Lebens künftig ganz ungestört umzusetzen.
Jens Sparschuh erzählt von einem obsessiven Charakter und einem kollektiven Phänomen mit hohem Wiedererkennungseffekt: der Beschäftigung mit Strategien, das Leben und die Dinge effizient zu ordnen. Bei NOAH ist sein Held an der richtigen Adresse. Die unausgelastete Firma für Neue Optimierte Auslagerungs- und Haushaltsordnungssysteme hat ihn mit großen Hoffnungen eingestellt, aber seine Ideen zur Ankurbelung des Geschäfts nehmen immer groteskere und komischere Züge an. Rückblenden in Felix‘ Kindheit und seine beruflichen Anfänge liefern Einblicke in die subtilen Mechanismen, die diese komplexe Psyche formten. Und das Vorhaben, die Geschäftsinteressen von IKEA mit denen von NOAH zu verknüpfen, den Firmensitz von der städtischen Peripherie ins Zentrum zu verlegen und dafür endlich den Neubau des Berliner Stadtschlosses zu stoppen, entwickelt eine unheimliche Sogwirkung.
Die große Kunst von Jens Sparschuh liegt darin, mit Sprachwitz und Feingefühl einen sympathischen und hochneurotischen Don Quichotte von heute zu entwerfen, dem der Leser bei seiner Suche nach einer neuen, perfekten Ordnung mit banger Hoffnung und großem Vergnügen bis zum bitteren Ende folgt.
»Tragisch-komische Geschichte einer zwanghaften Persönlichkeit des Scheiterns, mit viel Humor, treffenden Aussagen und philosophischen Einsichten erzählt und sprachlich sehr adäquat umgesetzt. Äußerst gerne empfohlen.«
Bibliotheksnachrichten
»Ordnung ist das halbe Leben, besagt das Sprichwort. Doch wehe, wenn daraus das ganze wird, wie es Jens Sparschuh beschreibt. Sein Roman ist zugleich Satire wie Analyse, vor allem aber ein funkelndes Stück literarischer Hochkomik.
Jury des Leipziger Buchpreises zur Nominierung des Romans
»Jens Sparschuhs neuer Roman ist charmant und voller Sprachwitz. Und eine wunderbare Ablenkung, wenn man mal wieder keine Lust hat, aufzuräumen.«
Myself
»Sparschuhs Geschichte ist wahnsinnig komisch, aber es ist eine Komik mit Tiefgang. Denn was zur Sprache kommt, hat einen ernsten und äußerst vernünftigen Hintergrund.«
Deutschlandradio Kultur
»Urkomisch und einfach vergnüglich«
BR 2
»Sparschuhs Roman präsentiert sich als ein ebenso riskantes wie unterhaltsam erhellendes Unternehmen. Wer sonst hätte uns mit Loriot-Komik die heute allgegenwärtigen Experten als Terroristen ihres fachlichen Milieus vorgeführt?«
ZEIT Online
»Aber auch allgemein philosophische oder sprachwissenschaftliche Überlegungen des in Leningrad (heute wieder St. Petersburg) geschulten Philosophen Sparschuh aus Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) bringen den Leser mal zum nachdenklichen, mal zum schmunzelnden Grübeln bei der Lektüre dieses ebenso kurzweiligen wie manchmal tiefgründigen Buches.«
focus.de
»Jens Sparschuh kann die schrulligsten Figuren plausibel machen, das zeigte er schon in Der Zimmerspringbrunnen.«
Neue Presse
»Die große Kunst von Jens Sparschuh liegt darin, mit Sprachwitz und Feingefühl einen sympathischen und hochneurotischen Don Quichotte von heute zu entwerfen, dem der Leser bei seiner Suche nach einer neuen, perfekten Ordnung mit banger Hoffnung und großem Vergnügen bis zum bitteren Ende folgt.«
Kulturkurier
Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973 – 1978 Philosophie und ...
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