Frank Goosen
Sommerfest
Roman

ISBN: 978-3-462-04386-0

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2012
320 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 19,99 | sFr 28,00 | Euro (A) 20,60


Zum Inhalt

»Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.«

»Storys, ehrlich, wo du hinguckst. Die liegen praktisch auf der Straße, die musst du nur aufheben!« Frank Goosens neuer Roman zelebriert ein Heimatwochenende voller skurriler Figuren – mit Fußball und Musik, mit großen Entscheidungen und viel Gefühl.

Onkel Hermann, der seit dem Tod von Stefans Eltern in Bochum die Stellung hielt, ist gestorben, und Stefan muss zurück in die Heimat, um das kleine Bergarbeiterreihenhaus seiner Familie zu verkaufen. Zwei Tage, den Termin mit dem Makler hinter sich bringen, sich mit ein, zwei Leuten treffen, die es verdienen, und schnell wieder zurück nach München, ins wahre Leben. Rein, raus, keine Gefangenen. Das war der Plan. Doch schneller als man es für möglich hält, wird man in der Enge der Heimat zu Erinnerungen und Entscheidungen verurteilt.
Just an diesem Wochenende wird die Sperrung der A40 im Ruhrgebiet zum kulturellen Happening, dessen Sog Stefan sich nicht entziehen kann. Und alle sind sie da, alle, mit denen er aufgewachsen ist: Toto, der Ver sager, Diggo, sein brutales Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, Omma Luise, die Frau, die alles mitgemacht hat. Und Charlie. Sandkastenfreundin, nicht-leibliche Schwester, Jugendliebe. Keine Frau kennt Stefan so gut – und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben ...
Ein rasanter Roadtrip durch den »Pott« von heute; ein urkomischer Roman voller Wehmut und Tiefgang. Cool und sentimental, derb-witzig und warmherzig. Frank Goosen ist ein Meister der Zwischentöne und versteht es wie kein anderer, auf unbeschwerte Weise die großen Lebensthemen zu verhandeln.

Rezensionen

»Liebevoll und doch ironisch und stellenweise fast melancholisch besingt Goosen die kleine Welt des Ruhrgebiets.«
Frankfurter Neue Presse

»Astreines Buch«
Hannoversche Allgemeine

»Ein Heimatroman der charmantesten Sorte.«
WDR4

»_Heimatliteratur_ war eher ein Schimpfwort auch für mich – bis ich Frank Goosen gelesen habe. Denn, es ist schön, nach Hause zu kommen, spürt nicht nur der Schauspieler Stefan Zoellner. Er lebt in München , kehrt aber für ein Wochenende nach Bochum zurück, wo er geboren und aufgewachsen ist. Woanders weiß er selbst, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat. Der Leser erkennt sich wieder in dem verlorenen Sohn, der sich selbst in der Fremde verloren hat und der sich in der Heimat wiederfindet. Das klingt ein bisschen kitschig und konservativ – egal, vor allem, weil die Sprache von Frank Goosen so unsentimental, unironisch, aber echt ist. Ich mag den Ruhrpott und lese gerne Geschichten von Menschen, die wissen, wo sie herkommen.«
arte

»Die besten Storys liegen auf der Straße, da hat der Toto schon recht. Aber niemand kann diese Geschichten so erzählen wie du. Vielen Dank für vier Tage mit Lachen, mit Reise in die Vergangenheit, mit Gänsehaut. Mann, Mann, Mann, du bist astrein, Alter!«
Bernd Stelter

»Es ist die detaillierte Schilderung des “Potts”, die den Roman aus der grauen Masse hervorhebt und einen immer wieder schmunzeln lässt. Goosen gelingt es, die unterschiedlichen Charaktere, den herzlichen Charme der ehemaligen Bergbauregion im Westen der Republik wiederspiegeln zu lassen.«
Frankfurter Rundschau

»Er ist der schreibende Troubadour einer Weltgegend jenseits des Glamours, und in diesem Teil jenseits des Überhübschen wie Düsseldorf ist Goosen geworden, was er nun ist: ein Mann, der die besten Heimatgeschichten des Landes erzählt. Er kann dies idiomatisch, seine Sprache ist körperlich spürbar – wäre er ein Sänger, würde er den Grönemeyer geben.«
taz

»Man möchte meinen, eine solche Liebeserklärung an das Revier mit seinen Zechen, seinen Ommas und seinen biersaufenden Proleten-Helden kann nur er schreiben.«
Nürnberger Zeitung

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Über den Autor/ die Autorin

Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Romanen, darunter »Liegen lernen«, »Pokorny ...
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