ISBN: 978-3-462-04299-3
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2011
368 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 19,95 | sFr 27,90 | Euro (A) 20,60
»Wie konnte das in Amerika passieren?« The New York Times Book Review
Dave Eggers erzählt in seinem jüngsten, vielfach ausgezeichneten Werk die wahre Geschichte der amerikanisch-syrischen Familie Zeitoun, die nach dem Hurrikan Katrina unschuldig ins Visier der amerikanischen Terrorismusfahnder gerät.
Als der Hurrikan Katrina sich im August 2005 New Orleans nähert, beschließt Abdulrahman Zeitoun, Vater von vier Kindern, seine Familie Schutz in Arizona suchen zu lassen, selbst aber in der Stadt zu bleiben, um sein Haus und die Arbeitsstätten seines Malerbetriebes im Auge zu behalten. In den Tagen nach dem Sturm fährt er mit seinem Kanu durch die überflutete Nachbarschaft und hilft, wo er kann. Am 6. September wird Zeitoun ohne Angabe von Gründen von der Nationalgarde verhaftet und zunächst in ein provisorisches Gefängnis gesteckt, wo er unter unmenschlichen Bedingungen und ohne Kontaktmöglichkeit nach außen festgehalten wird. Für seine Familie bleibt Zeitoun spurlos verschwunden. Erst nach Wochen erreicht sie auf Umwegen ein Lebenszeichen und sie beginnen, um Zeitouns Freilassung zu kämpfen.
Drei Jahre arbeitete Dave Eggers an diesem Buch, das in enger Kooperation mit der Familie Zeitoun entstanden und glänzend recherchiert ist. Ein berührendes, bewegendes Buch über eine Familie, die unschuldig in das Räderwerk eines unbarmherzigen Systems gerät. Indem der große amerikanische Autor Dave Eggers leise Töne anschlägt, nur erzählt, was sich zugetragen hat, nicht wertet, erzielt er durchschlagende Wirkung.
»Eggers’ Bericht ist ein beherrschtes, daher umso eindrücklicheres Dokument behördlicher Unfähigkeit und staatlichen Verfolgungswahns angesichts einer Naturkatastrophe.«
Die Tageszeitung
»Dave Eggers erzählt die wahre Geschichte des syrischen Einwanderers [Abdulrahman Zeitoun] mit der Eleganz und Souveränität eines großen Romanautors...Die Katastrophe ist nicht die Stunde der Apokalyptiker, sondern der Aufklärer. Information ist nicht das Gegenteil der Angst, aber Information macht Angst verständlich. Wer Zeitoun liest, der schärft seinen Blick, nicht nur auf Amerika, auch auf Japan. Dave Eggers hat den Job des Schriftstellers brillant gemacht, er hat ihn in gewisser Weise für unsere Zeit neu erfunden.«
Spiegel-Online
»Eine ergreifende Geschichte, in einfachen Worten erzählt. Welthaltig, politisch, lebensnah.«
GQ
» [...] große, mitfühlende Reportage [...] Zeitdokument eines Ausnahmezustands [...]«
Hamburger Abendblatt
» [...] große Reportage [...] ein weiteres Werk von umwerfender Genialität.«
Niedersächsische Allgemeine
» [...] Und er erzählt sie ohne großes Pathos, ohne dramatisierenden Ton, ohne Wut. Eggers ist ein gelernter Journalist, er vertraut auf die Kraft der Fakten. Gerade deshalb wirkt diese Geschichte länger nach als die vielen Anklagereden gegen Guantanamo, gegen die von der Bush-Regierung initiierte Politik der Verdächtigungen, gegen die Einschränkung der Bürgerrechte im ganzen Land. «
Focus online
»Ein schockierendes, unglaublich berührendes Buch.«
Prinz
»Zeitoun ist damit nicht nur ein beeindruckendes Dokument über die Folgen einer Naturkatastrophe, sondern auch ein Lehrstück über die Gefahren einer Recht, Demokratie und die Menschlichkeit bedrohenden Terrorismusabwehr.«
CULTurMAG
»Dave Eggers bleibt der vielleicht beste dokumentarische Romancier Amerikas.«
BR, Zündfunk
» [...] es ist eine aufwühlende Geschichte und ein brisantes zeitgeschichtliches Dokument, das, wie die New York Times vermerkt, vor allem fassungsloses Entsetzen hervorruft – und die Frage: Wie konnte so etwas in Amerika passieren?«
Ö1: Ex Libris
»Dave Eggers schildert dieses Toben eines entfesselten Staates im ruhigen Ton, aber mit messerscharfem Blick.«
Kleine Zeitung
»Eggers verdichtet die Geschichte in einer Mischung aus akribischer Recherche und kühler Distanz zu einem großen Moment journalistischer Literatur«
Financial Times Deutschland
»[...] spannendes Buch [...]«
Die Welt
»Eine hochspannende und erschütternde Geschichte [...] Eggers ist und bleibt einer der besten Autoren der Gegenwart.«
SWR, Das Ding
»Zeitoun, das jüngste mit vielen Preisen ausgezeichnete Werk von Dave Eggers, ist ein Tatsachenroman, der beweist, dass nichts so spannend sein und gleichzeitig so viel Wut erzeugen kann wie die Wirklichkeit.«
Neue Westfälische
» Das ist ein hochpolitischer und mitreißender Roman, eine Horrorgeschichte aus der amerikanischen Wirklichkeit«
NDR info
»Zeitoun ist wichtig, erschütternd und –leider– wahnsinnig aktuell.«
Radio Fritz
»Dave Eggers aber nutzt seine erzählerische Kraft, um Menschen eine Stimme zu geben, denen übel mitgespielt wurde, und bleibt dabei ganz nah an der Wirklichkeit. [...] Das Großartige dieses Buches aber ist, dass Dave Eggers an keiner Stelle zum geifernden Ankläger wird. Er erzählt voller Sympathie [...] Damit wird das Schicksal persönlich und nachvollziehbar, gleichzeitig aber auch universell.«
Frankfurter Rundschau
»Ein großartiger Tatsachenroman, der ein unglaubliches Heldendrama aus dem überschwemmten New-Orleans erzählt.«
Süddeutsche Zeitung
» Zeitoun ist ein ruhiger, sachlicher, unpolemischer Tatsachenroman und dennoch so aufregend wie wenige andere Bücher. [...] Zeitouns Geschichte wird von Dave Eggers mit größter Zurückhaltung erzählt, in einer betont kunstlosen Sprache, ohne Anklagen, ohne Pathos, ohne Überhöhung. So ist ihm ein großartiges Buch gelungen, auf der Höhe der großen Tatsachenthriller von Truman Capote und Norman Mailer, bei dem man auch denkt: wie schade, dass sich bei uns nur so wenige Autoren an dieses Genre herantrauen.«
Deutschlandradio
»Aus dem verspielten Dave Eggers ist ein ernster Reporter geworden: Zeitoun ist sein reifstes und deshalb bestes Buch.«
WDR 3, Passagen
Diese Geschichte ist unglaublich.[...]
Drei Jahre hat er dem Zeitzeugen Abdulrahman Zeitoun zugehört[...] Entstanden ist daraus jedoch nicht nur eine lange Reportage mit Human Touch, sondern ein ungemein fesselnder Tatsachenroman, der es locker mit “Kaltblütig”, dem stilbildenden Rechercheroman von Truman Capote aus New Orleans, aufnehmen kann.[...]
So wohltuend kann man Zorn selten kanalisieren.
Berliner Zeitung
»Ein Meisterwerk und Eggers’ bestes Buch.«
Miami Herald
»Dave Eggers’ grandioser Reportage-Roman...ist ein Meilenstein journalistischer Literatur, in seiner Mischung aus minutiöser Großrecherche und erzählerischer Wucht vergleichbar nur mit Werken wie Truman Capotes In cold blood oder Norman Mailers Gnadenlos. Eines der wichtigsten literarischen Zeugnisse der Bush-Ära.«
Süddeutsche Zeitung
»Es ist ein großer Verdienst Eggers, sehr nüchtern an seinen Stoff heranzugehen, nicht voreilig zu urteilen oder zu polemisieren, sondern sich zurückzunehmen und bei seinen Erzählungen auf die Erlebnisse der Zeitouns zu vertrauen.«
Tageblatt (Luxemburg)
»Sein Buch ist ein Meilenstein im Möglichkeitsraum zwischen Fiktion und Realität, weil es erzählerische Mittel nutzt, um Missstände aufzudecken – und trotzdem zum Lesen verführt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Die Tragödie Kathrina und die Geschichte des Zeitouns: Dave Eggers dokumentiert sie wortmächtig und fesselnd, ohne Pathosund Verbitterung. Mit sachlichem Ton entlarvt er am Schicksal einer einzelnen Familie, das Versagen eines ganzen Systems: des US-amerikanischen Rechtsstaats. Entstanden ist dabei keine Polemik, keine platte Abrechnung. Sondern ein besonnenens Werk, das den Leser immer wieder in Fassungslosigkeit versetzt.«
Deutschlandfunk
» Zeitoun ist weit mehr als ein Zeitdokument, auch mehr als eine Anklageschrift mit aufklärerischem Impetus. Das Buch hat vielmehr einen hohen literarischen Wert. Eggers will die Welt mit seiner Arbeit verändern, sie ein Stück gerechter machen. Das ist seinem neuen Buch deutlich anzumerken – eine Kombination aus Kunst und Kampf-Pamphlet, wie es sie heute kaum mehr gibt.«
Nürnberger Zeitung
»Der große US-Autor Dave Eggers erzählt diese wahre Geschichte so zurückhaltend, dass sie umso mehr erschüttert.«
Cosmopolitan
»Man wird Dave Eggers eine Ein-Mann-Literaturfabrik und zugleich einen begnadeten und inspirierenden Team-Arbeiter nennen dürfen. Er ist nicht nur ein äußerst umtriebiger und vielseitiger Schriftsteller, dem seine Herkunft aus dem Journalismus deutlich anzumerken ist; er ist darüberhinaus ein literarisch-sozialer Netzwerker, ein Anreger und Anstifter mit vordringlichen gesellschaftlichen Anliegen: den Menschen- und Bürgerrechten und der sozialen Inklusion und kreativen Förderung junger Menschen.«
Sigrid Löfffler in ihrer Laudatio zum Albatros-Preis der Günter Grass Stiftung
»[...] Und es ist jetzt so, in Zeitoun, dem Buch, das diese Woche in der deutschen Übersetzung erscheint und das zum Interessantesten, Packendsten und Aufregendsten gehört, das man gerade lesen kann. Denn indem Eggers sich so radikal zurücknimmt, als Erzähler, Reporter, Interviewer; indem er versucht, die zusammengetragenen Fakten für sich sprechen zu lassen, erzeugt er eine ungeheure Wucht: Zeitoun ist die härteste Abrechnung mit der US-Regierung von George W. Bush während des Kathrina-Hurricans in New Orleans, die man bisher lesen konnte – gerade weil das Buch ohne ein Wort der Anklage, ohne Polemik, ohne Meinung auskommt. Die Zurückgenommenheit, das Verhaltene im Ton sind es, die hier den Schockeffekt erzeugen.[...] Dave Eggers’ überwältigende literarische Reportage«
FAZ
Dave Eggers hat bislang sechs Bücher veröffentlicht, die zahlreiche literarische ...
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