ISBN: 978-3-462-04234-4
Erscheinungsdatum: 19. August 2010
400 Seiten, gebunden
Titel der Originalausgabe: Puhdistus
Aus dem Finnischen von Angela Plöger
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Euro (D) 19,95 | sFr 27,90 | Euro (A) 20,60
Das international gefeierte Meisterwerk über Liebe, Verrat und Angst – vor allem vor der Gewalt der Männer
Wer Äußerstes erlebt hat, ist auch Äußerstes zu tun im Stande – das zeigt dieser vielfach ausgezeichnete und hoch spannende Roman über zwei Frauen, die sich wie zufällig begegnen und die doch eine gemeinsame Geschichte verbindet.
Als Aliide Tru, eine alte Frau, die allein in einem Bauernhaus auf dem estnischen Land lebt, ein Bündel in ihrem Garten findet, das sich als junge Frau entpuppt, schluckt sie ihre Skepsis und Menschenverachtung herunter und nimmt Zara in ihr Haus auf. Zara ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie mit brutalster Gewalt zu Willfährigkeit gezwungen haben und ihr schon dicht auf den Fersen sind. Doch Zara sucht keineswegs so zufällig Unterschlupf bei Aliide, wie diese glaubt: Aliide könnte die Schwester ihrer Großmutter sein.
Während Zara noch Beweise für die Verwandtschaft sucht und nach einer Möglichkeit, Estland zu verlassen, fühlt sich Aliide von der jungen Frau bedroht: Zu oft musste sie Leib und Seele, Hab und Gut vor Eindringlingen schützen. In Rückblenden entsteht das immer schärfer werdende Bild einer Familientragödie, die fast fünfzig Jahre zuvor, als Estland von den Russen besetzt wurde, ihren Höhepunkt fand. Rivalität und Eifersucht, Scham, Schutzbedürftigkeit und vor allem Angst vor der Brutalität der Männer gegenüber den Frauen – das sind die Motive, die Aliide zu unvorstellbaren Entscheidungen zwangen.
Sofi Oksanen gelang mit diesem Roman, der in mehr als 25 Ländern erscheint und gerade in den USA gefeiert wird, der große Wurf. Atemlos vor Spannung liest man über das Schicksal zweier Frauen, die ganz unterschiedliche und im Kern doch vergleichbare Erfahrungen machen: Egal welches politische System auch herrscht, Opfer sind immer die Frauen.
»Bei Sofi Oksanen aber wird der heilige erzählerische Zorn jederzeit gebändigt und in Form gehalten durch die perfekte Organisation des Materials. Das ist sehr, sehr eindrucksvoll. Mit Sicherheit wird von dieser Autorin noch oft die Rede sein müssen.«
taz
»Großer Wurf!«
Literaturclub SF1, Roger Willemsen
»Ein bewegender Geniestreich aus Finnland. [...] Sofi Oksanen kann ähnlich dicht schreiben wie ein Ian McEwan oder Philip Roth[...] es mag kitschig klingen, aber dies ist ein tief bewegender Roman.«
Falter
»Sofi Oksanen ist mit Fegefeuer ein kapitaler Wurf gelungen: ein historischer Roman, der an den Mut, das Leid und die Schuld der Menschen gemahnt, ohne sie zu denunzieren; ein Frauenroman, der das Weibliche überhöht, ohne es zu ideologisieren oder zu verkitschen; eine packende und quälende Darstellung kommunistischer Paranoia und eine abgründige Zeitkritik; sodann eine Feier der Sinnlichkeit der Welt und der Sinnhaftigkeit grosser familiärer Gefühle. Sucht man nach einer vergleichbaren Melange, fällt einem Pasternaks Doktor Schiwago ein. Wenn der Stern dieser jungen Autorin erst am Aufgehen ist, darf man sich jetzt schon auf galaktische Ereignisse gefasst machen. [...] So erzeugt Fegefeuer einen unheimlichen Suspense und zugleich einen Sog der Bilder, dem schwer zu widerstehen ist.«
Neue Zürcher Zeitung
Sofi Oksanen ist mit Fegefeuer ein imponierender Wurf gelungen. Mit dem monumentalen historischen Panorama legt sie ein eindringliches und ergreifendes, packendes und empörendes Dokument zur Geschichte des estnischen Volkes vor.[...] Das ist Geschichtsschreibung aus der Perspektive der Erleidenden, die mit ihren brillantesten Möglichkeiten vorführt, was Literatur zu leisten vermag.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Fegefeuer ist vielleicht der schmerzlichste, aufwühlendste und sprachlich beste Roman, der 2010 erschienen ist. Die Tochter eines Finnen und einer Estin findet neuartige, verblüffende Worte für Erfahrungen, die eigentlich unmöglich in Worte zu fassen sind.«
Die Rheinpfalz
»Spannend und sprachgewaltig – ein Meisterwerk.«
ZDF.de
»Wiedergutmachen, Vergeben, Hoffen – darin liegt das gute Ende von Sofi Oksanens außergewöhnlichem Buch.«
Der Freitag
»Diese sprachgewaltige Familientragödie entwickelt einen unwiderstehlichen Sog–spannend wie ein Krime«
Brigitte
»Der Roman Fegefeuer ist ein kühn konstruierter, atemberaubend spannender, abgründiger Text.[...] Die Sprache die Oksanen für das Geschehen findet, tastet sich über das Unausprechliche hinweg. Unvergesslich aber an diesem Roman aber sind jene Kapitel, in denen Oksanen die inneren Vorgänge ihrer Gestalten als körperliche Reaktion beschreibt in einer Sprache, deren Rauheit und Poesie von Angela Plöger vollendet übersetzt worden sind.«
ZEIT Magazin
»Spannend, bewegend, kraftvoll, originär, souverän, man kann gar nicht genug Adjektive finden, um den auch international preisgekrönten Roman angemessen zu beschreiben.«
KulturSPIEGEL
»Aushaltbar ist das Grauen dieses Buches, weil Oksanen es gleichzeitig überwindet. Mit der Radikalität ihrer Wahrhaftigkeit und der Poesie ihrer Sprache schaffte sie ein literarisches Meisterwewrk, das sich liest wie ein Krimi.«
Alice Schwarzer
»Fegefeuer ist klug konstruiert, spannend dramatisiert und klasse geschrieben. Absolut billant außerdem, wie Oksanen es schafft, komplexeste (Zeit-) geschichte in der einfachen Beziehung zweier Figuren zu spiegeln, die irgendwo in der Einöde aufeinander treffen. So entfaltet diese Geschichte eine Kraft, die Fegefeuer herausragen lässt.«
Funkhaus Europa, WDR
»Fegefeuer von Sofi Oksanen erzählt von der allgegenwärtigen Gewalt gegen Frauen. Die Autorin tut dies schonungslos mit symbolhafter Sprache und starken Bildern – poetisch und radikal zugleich.«
3sat.online
»Fegefeuer ist radikal, poetisch und preigekrönt.[...] mitreisend wie ein Krimi, beklemmend wie ein Kammerspiel. Sofi Oksanen erzählt nicht, sie braut ihre Geschichte zusammen. Und kocht dann die wesentlichen Bestandteile heraus. Eindringlich bis zum Unbehagen folgt sie mit Satzmelodie und minimalen Details den Blicken und Beobachtungen ihrer Protagonisten.[...] Obwohl die Schilderungen nur selten explizit sind, werden Ekel, Panik oder Wut beim Lesen fast körperlich spürbar.«
Stern
»Hier brennt ein Szenenfeuer, das bis in die Träume dringt«
sf-magazin
»[...]kraftvoll und spannend.«
Missy
»Ein großartiges Buch.«
Literaturclub SF1, Iris Radisch
»Der neue Stern am nordischen Literaturfirmament heisst Sofi Oksanen.«
Neue Zürcher Zeitung
»Das ähnliche Schicksal beider Frauen (Protagonistinnen) hat Oksanen kunstvoll zu einer vielschichtigen, anrührenden Geschichte verwoben.«
Börsenblatt
»Oksanen erzählt sparsam und mit packender Intensität.[...] Aus einem halben Jahrhundert folgt Szene auf Szene, wobei jeder Moment derart verdichtet ist, dass sich die Bilder – von Angela Plöger überzeugend ins Deutsche übertragen – dem Leser unmittelbar einprägen.«
Tagesspiegel
»Mit der Radikalität ihrer Wahrhaftigkeit und der Poesie ihrer Sprache schaffte sie ein literarisches Meisterwerk, das sich liest wie ein Krimi. Zu Recht hat dieser von Angela Plöger exzellent übersetzte Roman, Oksanens dritter, einen so durchschlagenden Erfolg.«
Emma
»[...] ausgezeichnet komponierte und bildreiche Erzählung [...]«
Spectrum / Die Presse
»[...]Was in der Zusammenfassung vielleicht kolportagehaft klingen mag, wird in Sofi Oksanens 400-Seiten-Roman mit großer psychologischer Meisterschaft expliziert, mit kunstvoller Verschränkung der Ebenen, im Wechsel von dramatischen Szenen mit eindringlichen Schilderungen des einfachen ländlichen Lebens, von genauen Beschreibungen, nüchternen Dokumenten und knappen Tagebuchaufzeichnungen.[...]Mit “Fegefeuer” wird Sofi Oksanen auch den deutschsprachigen Markt erobern, mit diesem packenden, souverän erzählten Roman[...]«
ORF, Ex libris
»Oksanen beschreibt all das in kammerspielhafter szenischer Dichte und mit sagenhaftem Spannungsaufbau. Sie lenkt den Blick auf Instinkte und Gewalt, ohne ins Plakative zu stürzen. Sie verbindet Leid mit Schuld, ohne Menschen aufs Neue zu denunzieren, sie vertieft das Weibliche, ohne es zu ideologisieren. Und sie nimmt sich postkommunistische Paranoia vor, um sie zu entblößen.Es ist ein Geschenk, diese Autorin bei der Eroberung der literarischen Welt zu begleiten.«
OÖ Nachrichten
»[...] Deshalb schreibe sie Bücher wie Fegefeuer. Nicht für die Esten, die kennen ja ihre Geschichte. Sondern für den Rest der Welt. Dem wird es nicht gelingen Sofi Oksanen zu übersehen. [...]Sofi Oksanen erzählt in ihrem furiosen Roman [...]«
Die Welt
»Sofi Oksanens Roman brilliert durch ihre treffsichere Zeichnung der Figuren, die spannende Handlung und die Schilderung der historischen Hintergründe. Sie führt uns das Schicksal eines wenig beachteten Landes vor Augen und zeigt uns dabei unendlich viel mehr, als je einem Schulbuch entnommen werden könnte. Oksanens deutschsprachiges Debüt ist ihr vollkommen gelungen.«
Deutschlandfunk
»Der Roman bleibt spannend bis zur letzten Seite und vermittelt zugleich ein reiches Wissen über das unbekannte kleine Land am Rabde der EU.«
Stuttgarter Zeitung
»Kunstvoll entwickelt die Handlung einen Sog, dem sich niemand entziehen kann [...] ästhetisch ein Kunststück und auch politisch ein großes Verdienst.«
Kölner Stadt-Anzeiger
»Das ist kein Buch, das man unbeeindruckt zuklappt. Sofie Oksanen hat eie bemerkenswerte Frau in die baltische Provinz gesetzt und ein berührendes Porträt gezeichnet. Aber sie verfügt, neben ihrem erstaunlich sinnlichen Erzähltalent, auch über eine gewisse Schonungslosigkeit.«
WDR 3
»Die Wechselhaftigkeit der verschränkten Schicksale ist atemberaubend, und das Finale stellt jeden Tarantino in den Schatten.[...]Fegefeuer ist ein kühner, grandios geschriebener ûnd auch perfekt übersetzter Roman zur rechten Zeit. Man kann ihn neben Imre Kertész ins Regal stellen«
Frankfurter Rundschau
Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, ...
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