Daniel Mendelsohn
Die Verlorenen
Eine Suche nach sechs von sechs Millionen

ISBN: 978-3-462-04182-8

Erscheinungsdatum: 19. August 2010
640 Seiten, gebunden
Lieferbar
Euro (D) 24,95 | sFr 34,60 | Euro (A) 25,70


Zum Inhalt

Der internationale Erfolg endlich auf Deutsch

Daniel Mendelsohns überwältigendes Buch über seine Suche nach dem Schicksal von sechs Mitgliedern seiner Familie, die im Holocaust umkamen – ein internationaler preisgekrönter Bestseller – erscheint nun endlich auch auf Deutsch.

Als Daniel Mendelsohn ein kleiner Junge war, begannen ältere Verwandte zu weinen, wenn er ein Zimmer betrat – so sehr ähnelte er seinem Großonkel Shmiel, der »von den Nazis ermordet« worden war. Mehr erfuhr Mendelsohn nicht über den Onkel, der mit seiner Frau und vier Töchtern in dem ukrainischen »Schtetl« Bolechow geblieben war, nachdem sein Bruder, Mendelsohns Großvater, nach Amerika ausgewandert war.
Schon immer fasziniert von der Geschichte seiner Familie, machte er sich 2001, nachdem er auf alte Briefe aus Bolechow gestoßen war, auf die Suche, um herauszufinden, was mit Shmiel und seinen Angehörigen geschehen war. Das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Bericht, ein Versuch, ganz neu über den Holocaust zu schreiben, der unter all den Schichten der Überlieferung nicht mehr zu erfassen zu sein scheint, und zugleich eine »Legende von Nähe und Distanz, Intimität und Gewalt, Liebe und Tod«. Mit diesen Worten beschreibt Mendelsohn die biblische Geschichte von Kain und Abel – parallel zu seiner eigenen Erzählung erzählt er die Schöpfungsgeschichte wieder, mit ihren ewigen Themen des Ursprungs und der Familie, der Versuchung und des Exils, des Bruderverrats, der Schöpfung und Vernichtung.

Ausgezeichnet u.a. mit dem National Book Critics Circle Award, dem National Jewish Book Award und dem Prix Medicis Etranger; »Buch des Jahres« (Lire) in Frankreich, Bestseller in den USA, in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Israel.

Rezensionen

»Das Unbeschreibliche zu beschreiben, heraufzubeschwören, was mit dem Bann oder Fluch der Unbeschreiblichkeit belegt ist, erfordert die Einbildungskraft des Dichters, und die besitzt Mendelsohn in hohem Maß. Nicht genug zu loben ist im übrigen Eike Schönfelds kongeniale Übersetzung«
Die literarische Welt

»Was Mendelsohn, der jahrzehntelang recherchierte, mit Die Verlorenen gelingt, ist mehr als ein Protokoll seines Erkenntnisdrangs, es ist Literatur.«
Hamburger Abendblatt

»Faszinierend ist die Sprachkraft dieses Buches und seine Konstruktion«
Franfurter Rundschau

»...eine hochliterarische, erzählerisch außergewöhnlich versierte, tief persönliche, vor allem aber packend zu lesende Geschichte über den Kampf um historische Erinnerung.«
Cicero

»Die Verlorenen ist auch ein Buch über die Momente des Glücks in katastrophischen Zeiten.[...] großes, berührendes Buch [...]«
Der Tagesspiegel

»Der Holocaust ist so groß, das schiere Ausmaß so gigantisch, dass man ihn sich leicht als etwas Mechanisches vorstellt. Etwas Anonymes. Aber alles, was geschehen ist, geschah, weil jemand eine Entscheidung traf – die, einen Abzug zu betätigen, einen Schalter umzulegen, eine Viehwaggontür zu schließen, zu verstecken, zu verraten.«
Daniel Mendelsohn

»Er nähert sich ihr auf zaghafte Weise und erzählt mit gewaltigen Worten und Feingespür, was seine Vorfahren erlebt haben. Ein biografisches Buch, so spannend wie ein Krimi und unheimlich berührend.«
Jüdische Allgemeine

»zu den verlegerischen Glanzstücken dieses Herbstes muss die Veröffentlichung von Daniel Mendelsohn Die Verlorenen bei Kiepenheuer & Witsch gerechnet werden.[...] Man kann die zukünftige Bedeutung von Die Verlorenen nicht nur für kommende jüdische Generationen kaum überschätzen.«


»Wer sich fragt, ob der Holocaust darum nie vergessen wird, weil er das größte Menschheitsverbrechen war oder weil es so viele Juden so gut darüber schreiben können, liest bitte dieses unglaublich elegante, unsentimentale Buch über sechs Überlebende von sechs Millionen.«
FAS, Maxim Biller

»Daniel Mendelsohns Suche nach sechs von sechs Millionen ist ein Sachbuch von unglaublicher Virtuosität und fesselnd wie ein Krimi. [...] Hat man die Lektüre begonnen, ist man für alles andere verloren.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ihm ist ein großes und wahrhaftiges Werk gelungen.«
Tagesanzeiger (CH)

»Ein gewaltiges Werk. Ein neuer Weg, eine Geschichte zu erzählen, die wir zu kennen glaubten.«
The New York Times Book Review

»Eines der überzeugendsten, der menschlichsten Bücher, das je über den Holocaust geschrieben wurde.«
L’Express

»Aber mit welcher Unbeirrbarkeit, Akribie und Ehrfurcht dieser Autor Details zusammenfügt und mit welcher Wucht und Intensität er Geschichte auf Geschichte türmt – das hat Größe und weist letztendlich weit über das Schicksal dieser einen jüdischen Familie im fernen Bolechòw hinaus.[...] Vorgeführt wird hier ein Erzählduktus voll suggestiver Kraft, mäandernd wie die Arme eines Flussdeltas. Sich immer weiter verzweigend, trägt er Erzähler wie Zuhörer davon.«
Deutschlandfunk

»[...]ein großartiges Buch. [...]«
Basler Zeitung

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Über den Autor/ die Autorin

Daniel Mendelsohn, Jahrgang 1960, studierte klassische Philologie an der Universität von ...
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