Michael Chabon
Die Vereinigung jiddischer Polizisten
Roman

ISBN: 978-3-462-03972-6

Erscheinungsdatum: 16. April 2008
432 Seiten, gebunden
Titel der Originalausgabe: The Yiddish Policeman’s Union
Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Fischer
Lieferbar
Euro (D) 19,95 | sFr 27,90 | Euro (A) 20,60


Zum Inhalt

»Was diesen Roman über alle anderen erhebt, ist sein Humor und seine Menschlichkeit.« Booklist

Detektiv Meyer Landsman, abgetakelter Polizist in Sitka, der Hauptstadt der Juden, ermittelt in einem Mordfall. In dem schäbigen Hotel, in dem er wohnt, wurde sein Zimmernachbar erschossen, und gemeinsam mit seinem Partner Berko beginnt er die Untersuchungen, die ihn zu den Gründungsvätern der Stadt, Schachmeistern und in religiöse Randbezirke führen.

Ein irrwitziges literarisches Szenario – auch so hätte die Geschichte verlaufen können. Sechzig Jahre lang haben jüdische Flüchtlinge und ihre Nachkommen den Distrikt Sitka in Alaska aufgebaut und sich nach dem Holocaust und dem Zusammenbruch des Staates Israel im Jahre 1948 eine eigene kleine Welt erschaffen: eine Grenzstadt, in der das Leben trotz der klimatischen Widrigkeiten pulsiert und in der Jiddisch Umgangs- und Amtssprache ist. Doch jetzt soll der Distrikt an Alaska zurückfallen und sich die Geschichte wiederholen – erneut droht den Juden Vertreibung und Heimatlosigkeit.

Aber Meyer Landsman vom Morddezernat hat noch andere Probleme als die bald anstehende »Reversion«. Seine Ehe ist am Ende, er trinkt und steckt auch beruflich in einer Sackgasse: Nicht mal die Hälfte der Fälle ist gelöst. Sein neuer Chef ist seine Exfrau, und in dem billigen Hotel, in dem er wohnt, wurde ein Mord begangen. Das Opfer ist ein ehemaliges Schach-Wunderkind, und Landsman beginnt mit seinen Untersuchungen aus bloßer Routine und mit dem Gefühl, dass er dadurch vielleicht noch etwas gutmachen kann. Doch als von ganz oben die Anweisung ergeht, dass der Fall sofort zu den Akten gelegt werden soll, ermittelt Landsman mit seinem Partner auf eigene Faust und gerät tief in eine Welt, in der politische Ziele und religiöser Wahn eine gefährliche Allianz eingehen.

Der Roman ist packender Whodunnit, Liebesgeschichte und Hommage an die Krimis der 40er-Jahre in einem und lässt das Jiddische wieder lebendig werden. Er stand monatelang auf den amerikanischen Bestsellerlisten.

 

Rezensionen

»Was für ein Bravourstück! Was für ein Triumph der erzählenden Fantasie!«
Die Welt

»Eine Kombination von überbordender Fantasie und rabenschwarzem Realismus.«
Jüdische Allgemeine

»Die Vereinigung jiddischer Polizisten ist eine liebevolle Hommage an die Krimis der 40er Jahre – mit einem irrwitzigen Szenario über eine jüdische Großstadt in Alaska, die nach dem Holocaust zum Zufluchtsort wurde. Und einem neuen Kult-Detektiv, dem abgetakelten Polizisten Meyer Landsmann.«
Wochenpost

»Chabon erzählt eine fesselnde Kriminalgeschichte und erfindet dabei augenzwinkernd die Geschichte des 20. Jahrhunderts neu. Erneut gelingt es dem 45-jährigen Michael Chabon, jüdische Geschichte, Politik, skurrilen Humor und feinfühlige Psychogramme zu einem pulsierenden Ganzen zu verweben.«
Neue Zürcher Zeitung

»Der amerikanische Schriftsteller Michael Chabon... brilliert mit seinem neuesten Werk.«
Bolero

»Chabons eindrucksvolle Bilder und Protagonisten, seinen kunstvoll verknappten Stil finde ich einmalig gut.«
BuchMarkt

»Michael Chabon ist einer der herausragenden Autoren der USA, ein Wortmagier, ein Spieler in allen Genres, einer der es versteht, eine gute Geschichte zu erzählen.«
Die Welt

»Also ein wilder postmoderner Text mit vielen Abstürzen, Prügeleien, bösem jüdischen Humor – man muss wirklich oft lachen über diese Dialoge, Chabon ist da unheimlich gewandt und zugleich vermag er es auch mit überraschenden Wendungen und Episoden und comic-haften Familiengeschichten immer wieder zu überraschen.«
MDR

»Der Roman ist packender Whodunnit, Liebesgeschichte und Hommage an die Krimis der 40er Jahre in einem und lässt das Jiddische wieder lebendig werden.«
Ticket Magazin

»Was diesen Roman über alle anderen erhebt, ist sein Humor und seine Menschlichkeit.«
Booklist

»Hier erweist Chabon sich einmal mehr als überbordender Fabulierer, der eine bitterböse Satire entwirft. Nichts ist ihm dabei heilig. Wahn und Witz sind in seinen Büchern Geschwister.«
Neue Zürcher Zeitung

»Trotz aller Fiktion betont und bestätigt Chabon mit Die Vereinigung jiddischer Polizisten also die Unfähigkeit der Menschheit, GUTE Geschichte zu schreiben. Und liefert gleichzeitig eine großartige gut geschriebene Geschichte ab.«
Bayerischer Rundfunk

»Chabons fabelhafter Trick besteht darin, dass er diese hybride, jüdisch-subpolare Welt bis in das kleinste Detail so ausgestaltet, so überzeugend, dass einem beim Lesen alles völlig realistisch erscheint. (...) Die Lektüre dieses oft skurrilen Romans macht enorm viel Spaß.«
amazon.de-Redaktion

»Von der ersten Zeile an versprüht der Roman Erzähllust.«
Kölnische Rundschau

»Die Worte leuchten ... die Wirklichkeit gerät ins Tanzen. So ist das mit Michael Chabon, mit seinen Büchern, schnell ist man drin in diesem Wirbeln, das seine literarische Technik ist, aber auch eine konkrete Realität, denn dieser Stil, diese tragikomische Pulp Fiction-Variante der Great American Novel, hat ja seine Entsprechung in der Wirklichkeit... Einen gewissen Eindruck von Chabons fulminanter Fabulierfähigkeit bekommt man, wenn man seinen neuen Roman Die Vereinigung jiddischer Polizisten liest.«
Die Zeit

»Michael Chabon hat ein Händchen für etwas extreme Charaktere, zynische Dialoge und bizarre Vergleiche.«
Falter

»Den fantastischen Pirouetten folgt man staunend, weil so ein Einfallsreichtum bei Autoren selten geworden ist.«
Hamburger Abendblatt

»Die Vereinigung jiddischer Polizisten ist ein Bravourstück.« Alexandra Kedves, Tages-Anzeiger


»Die Kritik behandelt Chabon mit großem Respekt: weil er literarische Genregrenzen sprengt und seine Sprache voller Kraft und Fantasie steckt.«
Vanity Fair

»So hat sich Michael Chabon wieder als großer Jongleur erwiesen – und wer das Spiel mit den Täuschungen liebt, bei dem auch das Fallenlassen der Bälle gehört, der wird dieses Buch des großen Erzählers nicht aus der Hand legen können.«
Bayern 2

»In Die Vereinigung jiddischer Polizisten gelingt es Chabon, die Genrekonventionen des Krimis in den Dienst einer hochliterarischen und leichthändigen Erzählung über jüdische Identität und Geschichte zu stellen. Ein Roman, der hinreißend meschugge macht.«
Der Spiegel

»Gibt es eine Kombination von Raymond Chandler und Isaac Bashevis Singer? Vielleicht sogar in einem Paralleluniversum, das Alaska heißt? So etwas kann es geben, wenn man so viel Talent und Fantasie hat wie Chabon. Während er die Konventionen des Kriminalromans nicht aus den Augen verliert, spinnt er einen zutiefst befriedigenden Faden, der Schach, Mord und Politik miteinander verknüpft. Ein weiteres Plus für den Leser: Ein buntes Spektrum an jiddischen Schimpfwörtern und Flüchen.«
Stephen King

»Chabon ist ein literarischer Maximalist. Kein Satz kommt bei ihm ohne Sprachbild aus, keine Nebenfigur ohne Gesicht, keine Abstellkammer ohne Tapete.... dies ist ein Roman für all jene, die die Literatur um ihrer Autonomie und ihrer Feuerwerke willen lieben, die sich mit Worten zünden lassen... Literatur ist nur für sich selber. Und Die Vereinigung jiddischer Polizisten ist ein wunderbares Beipiel dafür.«
Weltwoche

»Weil Chabon ein Genie ist.«
Die Welt

»Chabons Roman, ein witziges, virtuoses und sehr unterhaltsames Produkt amerikanischer Erzählliteratur.«
Süddeutsche Zeitung

»Chabon scheint hier beinahe alles zu gelingen: Er ist ein großer Illusionist, der noch den Fiktionscharakter durchschimmern lässt wie einen kleinen vorsätzlichen Webfehler... So wird das Irreale, das diesem eisgekühlten Schtetl anhaftet, wieder sichtbar: eine wirklich fabelhafte Kulisse.«
Frankfurter Allgemein Zeitung

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Über den Autor/ die Autorin

Michael Chabon, geboren 1963 in Washington D.C., wuchs in Columbia, Maryland auf. Seine ...
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