Werkausgabe Heinrich Böll

Heinrich Böll Werke – Die »Kölner Ausgabe« ist komplett

Die Werkausgabe Heinrich Böll (»Kölner Ausgabe«) besteht aus 27 Bänden. Seit 2002 sind pro Jahr 3 Bände (Pflichtfortsetzung) erschienen, die letzten Bände im Jahr 2010.

Ein Einzelband der Werkausgabe kostet 34,90 €.

Informationen über die Inhalte der einzelnen Bände, über Erscheinungstermine und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier:

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Heinrich Böll hat seit seiner ersten Buchveröffentlichung im Jahr 1949 die deutsche Nachkriegsliteratur über fast vier Dekaden geprägt. Er ist einer der wenigen deutschsprachigen Autoren, deren Werk breite internationale Anerkennung findet. In seinen Erzählungen und Romanen greift er die Erfahrungen seiner Zeitgenossen auf und verleiht ihnen einen literarischen Ausdruck, der nichts an Aktualität verloren hat. Schon seine literarischen Anfänge innerhalb der Heimkehrer- und Trümmerliteratur zeigen seine Auseinandersetzung mit der Frage des Humanen und der Würde in der Gesellschaft. Dafür fand Böll eine neue Sprache, lakonisch, direkt, bildhaft und atmosphärisch dicht. Er verstand sich als »eingreifender Intellektueller«, der mit seinen Essays und Interviews die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik kritisch begleitete. Sein Werk gehört zur Weltliteratur und repräsentiert eine zentrale Phase der deutschen Geschichte.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch, in dem das gesamte Hauptwerk Bölls erschienen ist, hat seit dem Jahr 2002 das größte editorische Projekt seiner Geschichte verwirklicht: Über einen Zeitraum von neun Jahren ist die auf 27 Bände angelegte, textkritisch durchgesehene und kommentierte Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls erschienen. Sie folgt Bölls Programm der »Fortschreibung« und präsentiert sein Werk erstmalig in gattungsübergreifender chronologischer Anordnung. Abgeschlossen wird sie durch drei Bände, die Bölls zahlreiche Interviews dokumentieren, sowie einen Registerband.

Ihre besondere Bedeutung erhält die Ausgabe durch die Aufnahme bislang unveröffentlichten Materials.

Darunter befinden sich aus dem Nachlass stammende frühe Texte, die Bölls Schreibanfänge dokumentieren, und Arbeiten aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, z.B. der Roman Kreuz ohne Liebe in Band 2.

Alle Bände besitzen einen ausführlichen editorischen Anhang mit Hinweisen zur Textentstehung, Beschreibung der Überlieferung, einen Stellenkommentar sowie eine Bibliographie und ein Personen- und Titelregister.

Die Herausgeber

Prof. Dr. Árpád Bernáth, geb. 1941 in Ungarn, lehrt seit 1986 Literaturtheorie und Germanistik an der Universität Szeged, seit 1996 als Professor für Deutsche Literaturwissenschaft und Vorstand des literaturwissenschaftlichen Seminars.

Prof. Dr. Hans Joachim Bernhard, 1929 – 2008, geboren in Kanth bei Breslau, war von 1967-1994 Lehrstuhlinhaber für Deutsche Literatur an der Uni Rostock und hat seit 1992 einen Lehrauftrag für Literatur- und Theaterwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Prof. Dr. Robert C. Conard, geb. 1933 in Cincinnati (Ohio), ist seit 1967 Professor für deutsche Sprache und Literatur an der University of Dayton (Ohio). Er übersetzte Böll auch andere deutschsprachige Autoren.

Prof. Dr. Frank Finlay, geb. 1958 in Bolton (Großbritannien), ist seit 1999 Lehrstuhlinhaber für Germanistik an der University of Leeds und Leiter des Department of German Language and Literature.

Prof. Dr. James H. Reid, geb. 1938 in Bothwell (Schottland), lehrte von 1965 bis zu seiner Emeritierung 1996 an der University of Nottingham, zunächst als Lecturer und Reader, von 1990 an als Professor of Contemporary German Studies.

Prof. Dr. Ralf Schnell, geb. 1943 in Oldenburg, 1981-1987 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Theorie und Praxis audiovisueller Medien an der Universität Hannover, von 1988-1997 Professor für Neuere deutsche Literatur an der

Keio-Universität Tokio/Japan, ist seit 1997 Professor für Neue deutsche Literaturwissenschaft/Germanistik an der Universität Siegen.

Dr. Jochen Schubert, geb. 1957 in Dortmund, ist seit 1995 Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung und Herausgeber von Heinrich Bölls »Briefe aus dem Krieg«.

Die Förderer der Kölner Ausgabe:

Erbengemeinschaft Heinrich Böll
StadtBibliothek Köln – Heinrich-Böll-Archiv
Heinrich Böll Stiftung, Berlin
Universität Siegen
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Ministerium für Schule, Wissenschaft
und Forschung des Landes NRW
Kunststiftung NRW
Stadtsparkasse Köln
Deutsche Forschungsgemeinschaft

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