Peter Härtling

Peter Härtling

Er gehört zu den wichtigsten und populärsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Zu seinem umfangreichen literarischen Werk zählen Gedichte, Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays. Dafür wurde er mit diversen Auszeichnungen (u. a. Bundesverdienstkreuz, Deutscher Bücherpreis , Gerty-Spies-Literaturpreis, CORINE) gewürdigt.

Am 13. November 2013 feiert Peter Härtling seinen 80. Geburtstag. Passend dazu ist soeben sein Erzählungsband »Tage mit Echo« erschienen.

Peter Härtling wurde 1933 in Chemnitz geboren, arbeitete als Redakteur bei Zeitungen und Zeitschriften. 1967 wurde er Cheflektor des S. Fischer Verlages in Frankfurt am Main und war dort von 1968 bis 1973 Sprecher der Geschäftsführung. Seit 1974 arbeitet er als freier Schriftsteller. Das gesamte literarische Werk von Peter Härtling ist lieferbar im Verlag Kiepenheuer & Witsch.




Peter Härtling wird am 13. November 1933 in Chemnitz als Sohn der Erika Härtling und des Rechtsanwalts Rudolf Härtling geboren. Kurz darauf zieht die Familie ins nahe gelegene Hartmannsdorf und im Jahre 1942 weiter ins tschechische Olmütz (Olomouc). 1945 flüchten die Härtlings von dort ins niederösterreichische Zwettl, wo der junge Peter den Einmarsch der Roten Armee erlebt. Im Juli des gleichen Jahres stirbt sein Vater im unweit gelegenen russischen Kriegsgefangenenlager Döllersheim – Mutter und Sohn erfahren zunächst nichts davon. Noch in Zwettl wird Erika Härtling von einem russischen Offizier vergewaltigt. Zusammen mit Mutter, Schwester, Großmutter und Tante flüchtet Peter Härtling im Jahre 1946 weiter nach Westen – Endstation Nürtingen. Dort begeht die Mutter im gleichen Jahr, nach Erhalt der Nachricht vom Tod des Vaters, Selbstmord.



1948 - 1952

Der lesehungrige Peter Härtling sucht und findet in Nürtingen väterliche Freunde: den Maler Fritz Ruoff, den Pfarrer Martin Lörcher und den (Deutsch-)Lehrer Erich Rall. Während des Schulbesuchs lernt er seine spätere Frau kennen. Im Winterhalbjahr 1951/52 verläßt Peter Härtling das Gymnasium ohne Abschluß, weil ihm Haltung und Provokationen einiger Altnazi-Lehrer unerträglich werden.



1955 - 2002

In den Jahren 1965 und 1969 tritt Härtling im Rahmen des »Wahlkontors« öffentlich für Willy Brandts SPD ein, entwickelt Wahlkampfslogans, schreibt Reden. 1979 und 1980 beteiligt er sich aktiv am Widerstand gegen den Bau der »Startbahn West« am Frankfurter Flughafen. 1982 erhält er den Naturschutzpreis des Bundes für Umwelt und Naturschutz, 1995 wird ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Härtlings Reden und Essays gegen Fremde, Gewalt und Krieg sind Legion. Auch Universitäten und Hochschulen entdecken den Autor: So erhält er 1983/84 eine Gastdozentur für Poetik an der Universität Frankfurt am Main, wird Poetik-Dozent am Mozarteum in Salzburg, hält Vorlesungen an der Musikhochschule Karlsruhe und wird 1994 vom Land Baden-Württemberg zum Professor ernannt. 2001 wird er Doktor h.c. der Universität Gießen, im gleichen Jahr erhält er eine Dozentur von der Universität Dresden.



Literarisches Leben und Preise

Härtling ist seit 1966 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, seit 1967 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur und seit 1968 Mitglied der Berliner Akademie der Künste – über zwanzig Jahre war er Direktor der dortigen Abteilung Literatur. Der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt trat er 1982 bei. 1985 wurde Härtling für sechs Jahre als Vertreter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in die Synode der EKD gewählt. Für seine Verdienste um öffentliche Bibliotheken erhielt Härtling 1996 die Karl-Preusker-Medaille der Deutschen Literaturkonferenz. Außerdem ist er Namensgeber für 15 Schulen. Die Peter-Härtling-Schulen sind in Aachen, Böklund, Düsseldorf, Estedt, Faßberg, Friedrichsdorf, Gaildorf-Eutendorf, Langenfeld, Mainz-Finthen, Remchingen-Wilferdingen, Riedstadt, Schleswig, Springe, Werl, Wuppertal.



Privatleben

Seit 1959 ist Härtling mit der Psychologin Mechthild Maier verheiratet; er hat vier erwachsene Kinder – Fabian, Friederike, Clemens und Sophie.

Mehr über das Leben von Peter Härtling finden Sie in diesem biographischen Lesebuch:


Peter Härtling bei Kiepenheuer & Witsch: Alle Titel auf einen Blick


Tage mit Echo

Peter Härtling

Tage mit EchoZwei Erzählungen

gebunden mit SU, Erscheinungsdatum: 02.10.2013

Vom Glück des Aufbruchs und der Tragik des unerwarteten Endes: Peter Härtling erzählt von letzten Dingen

Ein Buch, zwei Geschichten, ein Thema. Peter Härtling folgt zwei Figuren: seinem Alter Ego Robert Brodbeck und dem jungen Maler Carl Philipp Fohr. Der eine ist ein alternder ...


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