Renate Feyl

Streuverlust

Roman

Streuverlust

Die Reichweiten des Erfolgs – Renate Feyl erzählt eine fesselnde Geschichte aus der Radiowelt

Die Geschichte von Roland Zarth ist die Geschichte einer großen Passion: zu hören und gehört zu werden. Aus dem Hörmenschen wird ein Radiomacher, der alles daransetzt, seinen Sender zur Nummer eins zu machen. Was man braucht, um sich im Frequenzgewirr der Metropole durchzusetzen, gibt gleichzeitig Aufschluss über die Beschaffenheit unserer Zeit. Roland Zarth steht am Anfang einer viel versprechenden Karriere: Mit seinem Spartensender_ Taff_ hat er sich in kürzester Zeit etabliert. Der Aufstieg vom Geschäftsführer der Taunuswelle zum Akteur auf der Hauptstadtbühne prädestiniert ihn in den Augen seiner Geldgeber für Größeres. Er soll das defizitäre Metropolenradio zum Erfolgssender machen. Das heißt zum ersten Mal Vollprogramm, und dieser Aufgabe widmet sich Zarth mit ganzer Kraft. Was dies für seine Lebensgefährtin Vera bedeutet, die hin- und hergerissen ist zwischen ihrer eigenen Karriere als Innenarchitektin und dem tiefen Wunsch nach Familie und Kindern, zeigt Renate Feyls mitreißender und humorvoller Roman auf höchst anschauliche Weise.

Renate Feyl wirft einen ironischen Blick hinter die Kulissen einer Welt, in der Erfolg alles gilt, schwarze Zahlen am hellsten leuchten und der Hit-Mix sanft die Werbeinseln umspült. Dieser Roman über den Leerlauf der Rotation zeigt die Verhältnisse, in denen wir leben. Eine staunenswerte Geschichte von einem Aufsteiger, der auch im Niedergang umstandslos zum Neubeginn ansetzt.


eBook by Kiepenheuer&Witsch
ISBN: 978-3-462-30949-2
Erschienen am: 06.10.2015
304 Seiten, eBook
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Über die Autorin

Renate Feyl
Renate Feyl, 1944 in Prag geboren, Schulbesuch in Jena, Lehre als Buchhändlerin, ehrenamtliches Engagement als Leiterin eines großen Berliner Klubs der Arbeiterjugend, anschließend Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Nach dem Studium veröffentlichte sie 1977 den Essayband “Bilder ohne Rahmen”, Gespräche mit den Nachfahren berühmter deutscher Wissenschaftler, wie Wilhelm von Humboldt, Mommsen, Virchow, Helmholtz, Haeckel, Graefe, Bode u.a. Da in diesem Band nur eine einzige Frau, Lise Meitner, vorhanden war, interessierte sich die Autorin dafür, was Frauen in der Wissenschaft geleistet haben und nach aufwendigen Recherchen erschien 1981 “Der lautlose Aufbruch. ” Elf Porträts über Frauen, deren Leistungen aus der Geschichte der Wissenschaft nicht mehr wegzudenken sind, wie z.B Maria Sibylla Merian, die Begründerin der deutschen Insektenkunde, Dorothea Erxleben, die erste Ärztin Deutschlands, Caroline Herschel, Astronomin und Kometenentdeckerin, Betty Gleim, Pädagogin und Begründerin der ersten Gewerbefachschule für Frauen, Emmy Noether die Mitbegründerin der modernen abstrakten Algebra u.a.
Mit dem “Lautlosen Aufbruch” wurde ein neues Kapitel in der Emanzipationsgeschichte aufgeschlagen. Es ging nicht um Frau und Schönheit, Frau und Mütterlichkeit, sondern erstmals stand das Thema Frau und Kopf, Frau und Erkenntnis im Mittelpunkt. Das Buch fand im deutschsprachigen Raum weite Verbreitung. Fortan widmete sich die Autorin herausragenden Frauen der Geistesgeschichte. Die Romane über die Gottschedin ("Idylle mit Professor), über Sophie von La Roche (“Die profanen Stunden des Glücks”) über Caroline von Wolzogen (“Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit”) und über Sophie Charlotte ("Aussicht auf bleibende Helle) sind zwar in der Geschichte angesiedelt, behandeln aber ein aktuelles Thema: inmitten all der Abhängigkeit, Kinder, Familie, Beruf, seine Unabhängigkeit zu finden und selbstbestimmt zu leben.
1992 erschien bei Kiepenheuer & Witsch der Roman “Ausharren im Paradies”. Er erzählt die Geschichte einer Akademiker-Familie von 1945 bis zum Fall der Mauer und schildert den Alltag unter den Bedingungen des real existierenden Sozialismus in der DDR. Mit diesem Roman war die Autorin zu Vorlesungen an japanischen Universitäten unterwegs. Die Stiftung Lesen Mainz zählte 1998 “Ausharren im Paradies” zu den 100 wichtigen Romanen des 20.Jahrhunderts. Renate Feyl lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

Literatur über die Autorin

• Prof. Robert von Hallberg, University of Chicago
"Literary intellectuals and the dissolution oft the state. Professionalism and Conformity in the GDR."
The University of Chicago Press 1996
• John D.Pizer, Louisiana State University,
“Imagining the Age of Goethe in German Literature 1970-2010”, First published 2011 by Camdon House, Rochester New York

Beiträge in Anthologien

• Ringvorlesung, Sommersemester 1984, Frauen und Wissenschaft, “Der lautlose Aufbruch - Ein Aufbruch zu den Möglichkeiten des Menschen ”, Autonomes ASTA-Frauenreferat ,Uni Köln
• “Mein Ort” Erinnerungen, Entdeckungen, Sehnsüchte , Essay: “Vor-Ort”, Verlag Neues Leben, Berlin 1989
• “Kommen wir zur Tagesordnung”. Literarische Reportagen aus der DDR, Sammlung Luchterhand, 1985
• “Väter unser” , Reflexionen von Töchtern und Söhnen, hrsg.von Susanne Feigl u. Elisabeth Pablé,
• Beitrag: “Mein Vater? Ich hoffe, es geht ihm gut.” Edition S, Österreichische Staatsdruckerei 1988
• Das Lesebuch vom Studium. Studienerfahrungen vom 13. Jahrhundert bis heute, hrsg.von Vera Pagin.
• Auszug aus “Das dritte Auge war aus Glas” 1971, Insel-Taschenbuch 1214, Inselverlag 1990
• Deutsche Literatur 1990 Jahresüberblick Reclam, hrsg.von Josef Görtz, Volker Hage und Uwe Wittstock" Die Normalität des Nationalen. Essay, Philipp Reclam jun.Leipzig 1991
• "Sophie &Co. Bedeutende Frauen Hannovers, hrsg.von Hiltrud Schroeder. Beitrag über Caroline Herschel. Fackelträgerverlag, Hannover 1991
• “Früchtchen des Zorns und andere Satiren”, Beitrag: “ Die geschwänzten A”, Kiwi-Taschenbuch, Kiepenheuer&Witsch, 1993
• Querelles. Jahrbuch für Frauenforschung 1998 , Band 3, “Freundschaft im Gespräch” Beitrag:“ Das mühselige Amt der Poeterey ”, Verlag J.B.Metzler, Stuttgart, Weimar
• “Das Buch zum Buch, Anthologie übers Lesen, hrsg.von Christa Jansohn, Beitrag: ” Das literarische Alltagssortiment", Reclam Verlag Leipzig 1998
• “Darwins Schwestern ” Porträts von Naturforscherinnen und Biologinnen. Hrsg. von Gudrun Fischer
• Beitrag : “Amalie Dietrich”,Orlanda Frauenverlag Berlin 2009
• “Deutsche Geschichten. Vom ersten Weltkrieg bis heute. Ein Lesebuch.” Hrsg.von Gevinon von Medem, Auszug aus “Ausharren im Paradies”, Mitteldeutscher Verlag, Halle, 2014

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