Mohammed Dib

Die maurische Infantin

Roman

Die maurische Infantin

Mohammed Dib, einer der großen algerischen Autoren, erzählt in seinem poetischen Roman von einem kleinen Mädchen, Lyyli Belle. Sie ist das Kind eines maghrebinischen Vaters und einer polnischen Mutter. Sie wächst in einem einsamen Haus in Finnland auf, ohne Kontakte zu ihrer Umgebung, das Kind zweier Entwurzelter, die nicht zusammenfinden können. Lyyli Belle entzieht sich immer wieder den Spannungen zwischen den Eltern, schafft sich eine eigene Welt. Sie sitzt im Wald auf den Bäumen, spielt und redet mit den Trollen, sie tanzt zu einer unhörbaren Musik früh am Morgen im Haus, und sie unterhält sich mit ihrem Großvater, einem weisen, alten Scheik, der vor seinem Zelt in der Wüste sitzt. Aus den Erzählungen ihres Vaters hat sie sich diesen Großvater erfunden und erklärt ihm nun den Schnee. Dabei entdeckt sie, daß Schnee eigentlich wie Sand ist. Und so wird sie zur Erbin, zur Infantin jenes maurischen Reiches, das sie nicht kennt, und findet zugleich zu ihrer eigenen Identität, verbindet in sich, was die Eltern trennt.
(Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)


Kiwi Bibliothek
ISBN: 978-3-462-40024-3
Erschienen am: 21.11.2016
164 Seiten, Broschur
Lieferbar

Preis

Deutschland
14,99 €
Österreich
15,50 €

Über den Autor/ die Autorin

Mohammed Dib
Mohammed Dib wurde 1920 in Tlemcen/Algerien geboren. Er hat ein umfangreiches erzählerisches, lyrisches und essayistisches Werk vorgelegt. 1994 erhielt er den Großen Preis der Francophonie der Académie Française. Dib starb 2003 in La Celle-Saint-Cloud bei Paris.

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