Joachim Lottmann

Die Jugend von heute

Die Jugend von heute

Onkel Jolos unfreiwillige Feldforschung: genau beobachtet, voll daneben

Schon Sokrates klagte über die Jugend in Athen, sie sei auch nicht mehr das, was sie früher einmal gewesen war. Derlei rentnerhaftes Genörgel ist Onkel Jolos Sache nicht. Joachim Lottmanns Ich-Erzähler feiert das Neue: Gestern ist doof, heute ist klasse, morgen ist Ecstasy. Das gilt auch für die jungen Leute um seinen Neffen Elias, eben die Jugend von heute. Der Ex-Jugendliche nimmt die Herausforderung an und lebt als erster Erwachsener unter ihnen, und damit im Herzen unserer Kultur, die eine Jugendkultur ist. Als unfreiwilliger Feldforscher lernt er die bislang unbekannte Ethnie »Jugend des dritten Jahrtausends« kennen. Onkel Jolo erforscht ihre Rituale, vergleicht diese neueste deutsche Jugend mit ihren Vorgängern, hört ihre Musik, besucht ihre Partys, nimmt ihre Drogen, schwärmt für ihre Frauen und versucht unter Einsatz seines Lebens, diese Herrscher von morgen zu verstehen.

Joachim Lottmans Mai, Juni, Juli war der Roman der ausgehenden 80er Jahre: eine wütende und großkotzige Abrechnung mit der nicht enden wollenden deutschen Nachkriegsliteratur, für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gehört er zu den »anderen Klassikern«.
Die Jugend von heute ist der Roman des beginnenden 21. Jahrhunderts: ein Dokument der Zeit nach dem Börsen-Boom, der Medienblase, der Spaßgesellschaft und so, dazu eine rasend komische Achterbahnfahrt der Gefühle und das Protokoll eines hemmungslosen Höllentrips.


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-03426-4
Erschienen am: 22.09.2004
320 Seiten, Broschur
Lieferbar

Preis

Deutschland
8,99 €
Österreich
9,30 €

Rezensionen

Über den Autor

Joachim Lottmann
Joachim Lottmann, geboren in Hamburg-Hochkamp, Kindheit in Belgisch-Kongo. Studium der Theatergeschichte (bei Diedrich Diederichsen) und Literaturwissenschaft (mit Maxim Biller) in Hamburg. 1986 Übersiedlung nach Köln, Romanerstling Mai, Juni, Juli (KiWi 767). Freundschaft mit Martin Kippenberger, der nach Die Frauen, die Kunst und der Staat mit dem Autor bricht und dafür sorgt, dass er in Ungnade fällt. 13 Jahre schlägt Lottmann sich als ... mehr

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