Helmut Peschina (Hrsg.), Joseph Roth

Die Filiale der Hölle auf Erden

Schriften aus der Emigration

Die Filiale der Hölle auf Erden

»Es ist Zeit wegzugehen.« Roths politische Schriften aus der Emigration erstmals in einem Band

Bereits 1932 soll Joseph Roth in einem seiner Berliner Stammlokale gesagt haben: »Es ist Zeit wegzugehen. Sie werden unsere Bücher verbrennen und uns damit meinen. Wenn einer jetzt Wassermann heißt, oder Döblin oder Roth, darf er nicht länger abwarten. Wir müssen fort, damit es nur die Bücher sind, die in Brand gesteckt werden.«
Ein halbes Jahr später emigriert Joseph Roth nach Paris. In den folgenden sechs Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1939 entsteht mehr als die Hälfte seines literarischen Werkes. Neben einigen seiner wichtigsten Romane wie Beichte eines Mörders, Die Kapuzinergruft und seinem letzten Werk Die Legende vom heiligen Trinker schreibt Joseph Roth in diesen Jahren zahlreiche Aufsätze und Feuilletons, in denen er unermüdlich die Diktatur der Nationalsozialisten anprangert. Er veröffentlicht diese Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, ab 1934 unter anderem regelmäßig im _Pariser Tageblat_t. Mit dem vorliegenden Band werden Joseph Roths politische Schriften aus der Emigration zum ersten Mal gesammelt herausgegeben.


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-03232-1
Erschienen am: 20.05.2003
192 Seiten, Broschur
Lieferbar

Preis

Deutschland
8,90 €
Österreich
9,20 €

Über die Autoren

Helmut Peschina (Hrsg.)
*Helmut Peschina, *geboren 1943 in Klosterneuburg, studierte Latein, Germanistik und Theaterwissenschaft, außerdem an der Filmhochschule in Wien. Seit 1975 frei schaffender Schriftsteller. Er verfasst hauptsächlich Fernsehspiele, Theaterstücke, Hörspiele und Bearbeitungen für Funk und Fernsehen, u. a. Hotel Savoy, 1994, und Hiob, 1999.

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Joseph Roth


Joseph Roth wurde am 2. September 1894 als Sohn jüdischer Eltern in Brody (Ostgalizien) geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg und nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1916 veröffentlichte er Erzählungen und Romane, lebte ab 1918 als Journalist in Wien, dann Berlin, und war von 1923–1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. Anfang der 1930er Jahre erlangte er mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch ... mehr

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