Thomas Hettche

Der Fall Arbogast

Roman

Der Fall Arbogast

Thomas Hettches berührender Romanklassiker – jetzt bei KiWi

Nur Hans Arbogast weiß, was damals wirklich geschah – am Abend jenes Spätsommertags 1953, als die junge Anhalterin Marie Gurth zu ihm in sein Borgward Coupé stieg. Das Gericht folgt dem Plädoyer des Oberstaatsanwalts: lebenslanges Zuchthaus für den »Lustmörder«.

Die Geschichte einer leidenschaftlichen Begegnung und ein Stück deutscher Justiz- und Nachkriegsgeschichte aus den Jahren 1953 bis 1969, zwischen Schwarzwald und Tessin, Frankfurt und Ostberlin. Thomas Hettches Roman erzählt eine Liebesgeschichte, deren Kehrseite der Tod ist, von einem Vertreter für Billardtische, dem das Zuchthaus in vierzehn Jahren zur zweiten Haut wird, von Publizisten, Anwälten und einer Gerichtsmedizinerin aus der DDR – von Menschen, die sich alle in den Fall Arbogast verstricken, in die bleibende Frage nach Unschuld oder Schuld.

»Ein Buch über eine Liebe, die die Welt nicht versteht. Man bleibt schlaflos, bis man zu Ende gelesen hat.« Buchjournal


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-05032-5
400 Seiten, Broschur
Noch nicht erschienen
(erscheint am 06.04.2017)

Preis

Deutschland
14,00 €
Österreich
14,40 €

Über den Autor

Thomas Hettche
Thomas Hettche, 1964 am Rand des Vogelsbergs geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Filmwissenschaft und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz.
Thomas Hettche debütierte 1989 mit dem Roman »Ludwig muß sterben«. Es folgte 1992 der Erzählungsband »Inkubation« und 1995 »Nox«, ein Roman, der in der Nacht des Mauerfalls in Berlin spielt. Sein Essay über Venedig »Animationen« wurde 1997 von der Goethe-Universität Frankfurt als Promotion angenommen. »Der Fall Arbogast« erschien 2001 und wurde in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. 2003 erschien »Stellungen“, eine Nachdichtung von Sonetten Pietro Aretinos. 2006 dann der USA-Roman »Woraus wir gemacht sind«, 2007 »Fahrtenbuch 1993-2007«. 2010 folgte der Roman »Die Liebe der Väter«, der in den Raunächten auf Sylt spielt und die Nöte eines Vaters und seiner halbwüchsigen Tochter zum Thema hat, 2012 der Essayband »Totenberg«, eine intellektuelle Autobiographie in zehn Gesprächen, und 2014 der Roman »Pfaueninsel«, der von dem kleinwüchsigen Schlossfräulein Maria Dorothea Strakon erzählt, das von 1810 bis 1880 auf der Pfaueninsel in der Havel vor den Toren Berlins lebte.

Thomas Hettche wurde u.a. mit dem Rauriser Literaturpreis und dem Robert-Walser-Preis 1990 ausgezeichnet, dem Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik 1994, dem Rom-Preis der Villa Massimo 1996, dem Spycher: Literaturpreis Leuk 2001, dem Premio Grinzane Cavour 2005, erhielt den Düsseldorfer Literaturpreis 2013, den Wilhelm-Raabe-Preis und den Bayerischen Buchpreis 2014, den Solothurner Literaturpreis 2015 und den Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald 2016.
Thomas Hettche ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Werke
Ludwig muß sterben (1989)
Inkubation (1992)
NOX (1995)
Animationen (1999)
Der Fall Arbogast (2001)
Woraus wir gemacht sind (2006)
Fahrtenbuch 1993 – 2007 (2008)
Die Liebe der Väter (2010)
Totenberg (2012)
Pfaueninsel (2014)

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