Dieter Wellershoff

Das Verschwinden im Bild

Das Verschwinden im Bild

Schon in seinen frühen essays hat dieter Wellershoff Literatur als ein Medium menschlicher Selbsterfahrung dargestellt, in dem wir uns unser gelebtes und ungelebtes Leben in all seinen Möglichkeiten vor Augen führen. Diese Linie hat er in seinen neuen essayistischen Arbeiten aus den Jahren 1974-1980, die dieser Band in einer Auswahl vorstellt, noch entschiedener weiterverfolgt. Die einzelnen Aufsätze sind Stationen einer fortschreitenden Gedankenganges, der an wechselnden Gegenständen von der Arbeit der Phantasie handelt, mit der, wie Wellershoff in seiner Vorbemerkung sagt, »wir unser Leben erfinden«. Vielfältige Einsichten ergeben sich aus diesem Blick. Ob der Autor die Entstehung eines Gedichtes aus vorbewußten Impulsen beschreibt oder das Blödeln und die Nonsensdichtung als infantilistische Revolte analysiert oder ob er anhand einer Shakespeare-Aufführung die Komödie als gespielte Versöhnung in einer unversöhnten Welt verständlich macht, immer blicken wir durch die Fiktion auf elementare Erfahrungen durch, die in ihr gespiegelt, durchgearbeitet und überboten werden.


Kiepenheuer&Witsch
ISBN: 978-3-462-01405-1
Erschienen am: 01.01.1980
gebunden mit SU
Lieferbar

Preis

Deutschland
14,90 €
Österreich
15,40 €

Über den Autor

Dieter Wellershoff
Dieter Wellershoff, geboren am 3. November 1925 in Neuss, lebt in Köln. Er schrieb Romane, Novellen, Erzählungen, Essays und autobiographische Bücher, z.B. »Der Ernstfall«, 1995, über seine Erfahrungen im 2. Weltkrieg. Wellershoff hielt poetologische Vorlesungen an in- und ausländischen Universitäten, zuletzt in Frankfurt a.M. Er erhielt u.a. den Hörspielpreis der Kriegsblinden, den Heinrich-Böll-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und den ... mehr

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