Ein Spaziergang mit Volker Kutscher – von Uwe Kalkowski (»Kaffeehaussitzer«)

Ein Spaziergang mit Volker Kutscher

In meinem Blog Kaffeehaussitzer habe ich mich schon mehrmals mit der Krimireihe rund um den Ermittler Gereon Rath beschäftigt. Die Reihe ist ein spannendes und faszinierendes Projekt, denn der Autor Volker Kutscher schafft es damit, die verhängnisvollsten Jahre in der deutschen Geschichte am Beispiel seiner Protagonisten zu erzählen. Gemeinsam mit Gereon Rath erleben wir das Ende der Weimarer Republik und den Weg in die Dunkelheit der Nazi-Diktatur. Und das alles verpackt als spannende Kriminalfälle mit akribisch recherchiertem historischen Hintergrund.

Vor einigen Wochen fragte mich Philipp Rusch – der sich beim Verlag Kiepenheuer & Witsch um die zahlreichen Social-Media-Kanäle kümmert – ob ich Interesse hätte, mich einmal mit Volker Kutscher zu treffen und aus dem Gespräch einen Beitrag für den KiWi-Blog zu verfassen. Klar, dass ich sofort zugesagt habe und so trafen wir uns an einem sonnigen Herbstnachmittag zu einem Spaziergang durch Köln-Klettenberg. Der Ort war nicht zufällig gewählt, da in Klettenberg Gereon Rath aufgewachsen ist. Deshalb dauerte es nur wenige Minuten, bis wir mitten im Thema waren. Denn Klettenberg ist auch einer der wenigen Stadtteile Kölns, der Bomberflotten und Beton-Architekten überstanden hat und heute kaum anders aussieht als vor 100 Jahren – prächtige Gründerzeithäuser säumen die kopfsteingepflasterten Straßen, aufwendig verzierte Jugendstil-Fassaden zeugen davon, dass dies schon immer eine gehobene Wohngegend war.

klettenberg

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Aus dem Notizbuch des Verlegers #27 (Michael Mittermeier + Buchverlosung)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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Bretonisches Kochbuch – 4 Rezepte für ein Bretonisches Menü

Willkommen in der Bretagne!

Kommissar Dupin liebt die grandiose Vielfalt der bretonischen Küche. Das Amiral in Concarneau ist sein Stammrestaurant. Hier beginnt und beendet der Kommissar für gewöhnlich seine Arbeitstage. In diesem prächtigen Kochbuch stellt Jean-Luc Bannalec zusammen mit seinen Freunden Arnaud und Catherine Lebossé, den Besitzern des Amiral, Kommissar Dupins Lieblingsgerichte vor und erzählt vom Salz der Guérande, der Austernzucht, dem Geheimnis der Crêpes und von der Magie seiner Bretagne.
Wir haben wir für Sie vorgeblättert und vier Rezepte für ein Bretonisches Menü zusammengestellt. Bon appétit!

 

Aperitif

venusmuscheln

 

Fricassée de praires au piment d’Espelette
Frikassée aus Venusmuscheln mit Piment d’Espelette Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #26 (Volker Weidermann)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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»Was ich liebe, was ich hasse« mit Arnon Grünberg

Für die Printausgabe des Tagesspiegels hat Arnon Grünberg den Fragebogen »Was ich liebe, was ich hasse« ausgefüllt. Da es nicht alle Antworten ins Blatt geschafft haben, zeigen wir hier euch hier die extended version.

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DAS MAG ICH

Darüber habe ich mich zuletzt gefreut:

Ich freue mich oft oder jedenfalls oft genug, wenn ich eine Whatsapp-Nachricht oder SMS von meiner Freundin zu bekommen. Wir sind nicht oft zusammen, sie lebt in Holland, ich in New York und auch wenn ich auf Lesereise bin, so wie jetzt, kommt sie meistens nicht mit. Kommunikation über Whatsapp oder SMS finde ich ohnehin sehr interessant. In 2015 hatte ich eine kurze Liebesbeziehung mit einer Fotografin, die fast nur aus Whatsapp und SMS-Nachrichten bestand. Wie haben uns zwei, drei mal gesehen, und sonst war es Whatsapp. Irgendwie hat sich das doch sehr intim und leidenschaftlich angefühlt. Ironisch an SMS und Whatsapp ist auch, dass es ein ziemlich klares Machtspiel werden kann. Man schweigt, wenn man böse ist oder man guckt einfach nicht aufs Handy. Meine heutige Freundin hat am Anfang unserer Beziehung mal geschrieben: »Du darfst mich verlassen, aber du darfst mich nicht vergessen.« Eine SMS ist ein Zeichen, dass man doch nicht ganz vergessen ist. Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #25 (KiWi-Bibliothek und gute Musik)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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Unverlangt eingesandt #2

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Auf vielfachen Wunsch, wie es so schön heißt (und es ist wahr! Sogar die Presse zeigte sich begeistert.), gibt es jetzt einen zweiten Teil von »Unverlangt eingesandt« (→ zum ersten Teil).
In dieser Episode beißen wir ins Gras, werden auf falschem Fuß erwischt und zum Dr. Sommer-Team für die ganze Familie, lassen uns nicht entmutigen, auch wenn die Aufforderung zur BAföG-Rückzahlung überraschend kam und sind peinlich berührt, ob einer unfreiwilligen »verlegerischen« Leistung. Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #24 (»Eine Literatur auf der Höhe der Zeit«)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

»Rauche! Staune! Gute Laune!« F.C. Delius zur Buchpremiere von Katja Lange-Müller

Am Dienstag, den 30. August,  fand in der Akademie der Künste in Berlin am Pariser Platz die vielbesuchte Buchpremiere von Katja Lange-Müllers Roman »Drehtür« statt. Die Begrüßungsworte im Namen der Akademie sprach der Schriftsteller F.C. Delius, die hier wiedergegeben sind. Das Buch hat schon jetzt zahlreiche begeisterte Rezensionen erfahren und steht auf der Longlist zum deutschen Buchpreis. Artikel lesen ›

Sommerliche Landpartie mit Autoren – Aus dem Verlegerleben#5

Es gab keinen besonderen Anlass, keine Notwendigkeit, keinen Hintergedanken. Die Idee, die deutschsprachigen Autoren des Verlages zu einem Treffen einzuladen, entstand in launiger Stimmung am Ende einer Mittwochsbesprechung, kam ins Protokoll, geriet dann für einige Zeit in Vergessenheit und erfuhr eine Wiederbelebung, als wir das Programm der Bücher verabschiedeten, die im Herbst 1996 erscheinen sollten.
Ich ließ mich von der allgemeinen Begeisterung anstecken, wollte aber – bevor ich mein endgültiges Okay gab – mit Dieter Wellershoff sprechen, um zu hören, was er von dem Plan hielt. »Ja«, meinte er, »es ist gut, wenn sich die Autoren kennenlernen. Aber, um Gottes willen, keine ganze Woche! Drei Tage genügen.« – Dann gab er mir noch den Rat, keine Außenstehenden, vor allem keine Literaturkritiker als Beobachter oder Kommentatoren einzuladen.

Vor der Verlagsvilla: Autorentreffen Ende August 1996

Vor der Verlagsvilla: Autorentreffen Ende August 1996

Gaby Callenberg, unsere Pressechefin, zog Erkundigungen ein. Ziel war es, im Bergischen Land einen Veranstaltungsort zu finden. Leicht war das nicht. Die Hotels waren entweder zu klein, zu abgelegen oder zu hässlich. Zwei kamen in die nähere Auswahl: Das eine lag unter einer Hochspannungsleitung an einer Fernstraße, wir entschieden uns für das andere. Es hatte den Charme der 70er-Jahre, aber brauchbare Räume und ein Schwimmbecken mit stark gechlortem Wasser. Wir buchten vom 29. bis 31. August. Das Kaff, in dem das Hotel lag, hieß Nümbrecht. Artikel lesen ›