»Ostersonntag« und kein Ende

Ostern steht vor der Tür. Auch wenn man das Gefühl nicht los wird, dass dieses Fest richtungslos durchs Jahr mäandert, irgendwann lässt es sich dann doch auf den Tag genau bestimmen und fordert unüberhörbar seinen Tribut, soll heißen die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit. Für viele bedeutet das nicht nur den Beginn der »österlichen Freudenzeit«, die bekanntermaßen bis Pfingsten andauert, sondern eine mühevolle Einkehr in den Schoß der Familie. Doch was ist eine Familie eigentlich? Und was nicht? In ihrem Debütroman »Ostersonntag« widmete sich Harriet Köhler 2007 eben dieser Frage »mit fulminanten Sprachgefühl, nicht ohne Witz und mit feinem Gespür für Zwischentöne« (Süddeutsche Zeitung). Wir haben ihn angesichts des nahenden Festes neu für uns entdeckt und stellen fest: Familie ist, wenn man trotzdem lacht. Artikel lesen ›

12 Fragen an Peter Wittkamp #2

In den Salons des 19. Jahrhunderts waren Fragebögen ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Marcel Proust beantwortete auf einer Geburtstagsparty einen Fragebogen, der ob des berühmten Antwortgebers vielerorts gerne veröffentlicht wird und 38 Fragen umfasst. Wir möchten uns im Vergleich dazu aufs Wesentliche beschränken, und bitten an dieser Stelle unsere Autoren um Antworten auf 12 Fragen. Fragen, die um das Schreiben kreisen, die uns auf der Zunge brennen und am Herzen liegen.

Den Fragebogen, die »12 Fragen an…«, schicken wir unseren Autoren zusammen mit einer Einwegkamera und bitten sie, ihren Alltag für uns festzuhalten. Gespannt warten wir auf die Rücksendungen und freuen uns über die Antworten und Fotos. Voilà!

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»Schlump ist immer.« – Die Geschichte eines vergessenen Buchs

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»Es ist der 10. Mai 1933, kurz nach Mitternacht. Auf dem Berliner Opernplatz tobt ein Spektakel. Man sieht den Feuerschein schon von weitem. Zehn, zwölf Meter hoch schlagen die Flammen, die Organisatoren haben eine pyrotechnische Firma mit den Vorbereitungen beauftragt. Acht große Stapel wurden aus meterlangen Holzscheiten errichtet, vorher hat man Sand ausgestreut, damit das Pflaster keinen Schaden nimmt.«

aus: Das Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann Artikel lesen ›

»Wie übersetzt man eigentlich…Alison Bechdel?«

cleverprinting 2009Thomas Pletzinger wurde 1975 in Münster geboren und lebt als Autor und Übersetzer mit seiner Familie in Berlin. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen sein Roman Bestattung eines Hundes (2008) und sein Sachbuch Gentlemen, wir leben am Abgrund (2012).

Tobias Schnettler wurde 1976 in Hagen geboren, studierte in Hamburg Amerikanistik und arbeitet als freier Übersetzer in Frankfurt am Main. Zuletzt übersetzte er die Romane »Die amerikanische Nacht« von Marisha Pessl (2013) und »Geschichte für einen Augenblick« von Ruth Ozeki (2014).

Zusammen haben sie nun Alison Bechdels Graphic Novel »Wer ist hier die Mutter?« übersetzt, nach dem internationalen Bestseller »Fun Home«, in dem Alison Bechdel ihrem Vater auf die Pelle rückte nun die gewitzte, melancholische Abrechnung mit ihrer Mutter. Mit ihrer unnachahmlichen Gabe, Worte durch Bilder sprechen zu lassen, pflügt Alison Bechdel das oft beackerte Terrain der Mutter-Tochter-Beziehung ganz neu um und lässt uns die wichtigste Beziehung unseres Lebens noch einmal mit ganz anderen Augen betrachten. Doch wie übersetzt man ein Buch in Bildern? Isabel Bogdan, Übersetzerin, Bloggerin und Autorin, fragte nach! Artikel lesen ›

»Einmal Alles. Zum Mitnehmen bitte.« Ein »Didacta«-Besuch

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»Frau Feynberg! Ich war gestern so Schock!«

»Frau Feynberg, ich schwör, Sie haben’s drauf.«
»Ah ja?«
»Ja, wie Sie uns immer zwingen, Sachen zu machen, und wir machen die.«
»Was quatschst du denn da?«
»Wir wollen ja nicht lesen, schreiben und arbeiten und so. Und dann zwingen Sie uns und wir machen es. Wie machen Sie das?«
Lea Feynberg erzählt in »Ich werd sowieso Rapper« rasant und zärtlich von ihrem Alltag an einer Berliner Sekundarschule und wie sie sich nach jeden Schulferien auf die Frage freut: »Schwören Sie, war schwer für Sie, zwei Wochen ohne mich?« Jetzt war Lea Feynberg für uns auf der Didacta unterwegs!

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Making of Frauengedöns: »Wenn die Liebe hinfällt«

»Wenn jemand zu uns kommt und uns erzählt, auf dem Mond wachsen Erdbeeren, beginnen wir sofort, ihn davon zu überzeugen, dass dies doch nicht möglich sei, anstatt uns zu fragen, warum ihm solch absonderliches einfiele, unsere Aufmerksamkeit zu erlangen.«

Sigmund Freud

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Aus dem Notizbuch des Verlegers #7

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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12 Fragen an Jens Sparschuh #1

In den Salons des 19. Jahrhunderts waren Fragebögen ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Marcel Proust beantwortete auf einer Geburtstagsparty einen Fragebogen, der ob des berühmten Antwortgebers vielerorts gerne veröffentlicht wird und 38 Fragen umfasst. Wir möchten uns im Vergleich dazu aufs Wesentliche beschränken, und bitten an dieser Stelle unsere Autoren um Antworten auf 12 Fragen. Fragen, die um das Schreiben kreisen, die uns auf der Zunge brennen und am Herzen liegen.

Den Fragebogen, die »12 Fragen an…«, schicken wir unseren Autoren zusammen mit einer Einwegkamera und bitten sie, ihren Alltag für uns festzuhalten. Gespannt warten wir auf die Rücksendungen und freuen uns über die Antworten und Fotos. Voilà!

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Wie wir wurden, was wir sind – »Das Buch Witsch«

Cover_BuchWitschWie wurden wir, was wir heute sind? Wie konnten wir all die wunderbaren Autoren für uns gewinnen und sie dazu bringen, uns ihre Texte zu überlassen, damit wir sie als Bücher auf die Welt bringen? Der Kölner Journalist und Historiker Frank Möller hat sich auf Spurensuche begeben und Unglaubliches zutage gefördert: Uns gibt es doch tatsächlich schon seit 65 Jahren! Umso erstaunlicher ist, wie wenig bislang über die Gründerfigur des Verlags Joseph Caspar Witsch bekannt war und ist. Das soll sich mit dem »Buch Witsch« nun ändern, in dem Möller nicht nur der schwindelerregenden Lebensgeschichte des Verlagsgründers nachspürt, sondern auch eine Reise in die Abgründe des 20. Jahrhunderts unternimmt. Aber lesen Sie selbst, wie Frank Möller am Nasenring durchs 20. Jahrhundert gezogen wurde, im folgenden Auszug aus dem »Buch Witsch«!

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