»Wie schreiben Sie eigentlich … Angelika Klüssendorf?«

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© Alex Reuter

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie in Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem die Erzählungen Sehnsüchte und Anfall von Glück, den Roman Alle leben so, die Erzählungsbände Aus allen Himmeln und Amateure sowie den Roman Das Mädchen, der 2011 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Soeben hat Angelika Klüssendorf mit dem Roman April die Geschichte ihrer jungen Heldin aus Das Mädchen fortgeschrieben. Die Jury der SWR-Bestenliste hat April auf die März-Bestenliste gewählt.

Wir haben mit Angelika Klüssendorf über das Schreiben gesprochen und Interessantes erfahren über das Entzücken und Grausen, über notwendige Härten, das Loslassen und einen eventuell dritten Roman über das »Mädchen April«. Das Interview führte Isabel Bogdan (Übersetzerin, Autorin und Bloggerin). Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #6

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus.  Artikel lesen ›

Der »Raketenmann« Frank Goosen im Gespräch

Frank Goosens Raketenmänner

Frank Goosens Raketenmänner

Was ist ein Raketenmann? Ein Raketenmann hat das Leben genauso gut im Griff wie sich selbst, er hadert nicht und vollbringt mindestens einmal die Woche Phänomenales. Die Protagonisten in Frank Goosens neuen, unvergesslichen Geschichten verbindet eins: Alle wären sie gern Raketenmänner und müssen sich doch mit sich selbst begnügen. Sie teilen einen besonderen Moment, der zumeist für ein ganzes Leben reichen muss.

So lakonisch wie charmant, so liebevoll wie komisch spürt Frank Goosen auf kleinem Raum den großen Lebensthemen nach.

Wir haben einmal beim Autor nachgefragt, wie es zu diesem Buch über die Männern unserer Gegenwart kam. Artikel lesen ›

Aus amourösem Anlass: Durch den Valentinstag mit Malte Welding

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»Echte Liebe übersteht auch den Valentinstag!«, sagt Malte Welding.

Malte Welding, Autor von »Angezogen hast du mich mehr angezogen«, ist in Liebesdingen derart versiert, dass er es sich nicht nehmen lässt, an Valentinstag Geburtstag zu haben. Seit 2010 beantwortet er im Magazin der „Berliner Zeitung“ in seiner Kolumne »Die Frage nach der Liebe« große und kleine Herzensfragen wie »Ist Liebe bei der Partnerwahl das falsche Kriterium?« oder auch »Kann purer Sex zu reiner Liebe werden?«.

Wir wünschen »Happy Birthday!« und lesen mit großem Interesse sein heutiges SPON-Interview, in dem Welding zur ästhetischen Toleranz in Partnerschaften aufruft und das klassische Valentinstag-Dilemma des falschen Schenkens erklärt. Und aus aktuell amourösem Anlass bringen wir hier seine Antwort auf die Frage einer Leserin: »Mein Freund macht mir scheussliche Geschenke, kann er mich wirklich lieben, wenn er mir solche Geschenke macht?«

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Cannes jenseits von Glanz und Gloria – Ein Ortstermin mit Christine Cazon

Die Autorin auf dem roten Teppich

Die Autorin auf dem roten Teppich

Wenn Sie mir vor acht Jahren gesagt hätten, dass ich einmal in Cannes leben und Kriminalromane schreiben würde, hätte ich Sie für verrückt erklärt.

Vor acht Jahren saß ich nämlich noch an einem Schreibtisch in Köln, hatte einen fantastischen Job in einem fantastischen Verlag (dreimal dürfen Sie raten, welcher!) und träumte mich dennoch sehnsüchtig in die Ferne und in ein anderes Leben. Manchmal muss man Sehnsüchte leben, und so brach ich für ein Jahr nach Südfrankreich auf. Das ist jetzt acht Jahre her und alles ist anders.

Brrr...Cannes' Winterküste

Brrr…Cannes‘ Winterküste

Während ich dies schreibe ist es draußen windig, kalt und grau und es schüttet wie aus Kübeln. Morgen kann hier aber schon wieder blauester Himmel und Sonnenschein sein und die kleinen Strandrestaurants, die eben noch gegen die hohen Wellen mit Brettern verbarrikadiert waren, werden zu einer Art Sesam-öffne-dich-Wunder und man kann dort mittags bei angenehmen Temperaturen draußen essen und sein blasses Wintergesicht in die warmen Sonnenstrahlen halten. Artikel lesen ›

Aus der Werkstatt: Annelie Wendebergs Teufelsgrinsen

Annelie Wendeberg: Teufelsgrinsen. Ein Fall für Anna Kronberg

Annelie Wendeberg: Teufelsgrinsen. Ein Fall für Anna Kronberg

Woher kommen die Bücher, die wir als Verlag stolz veröffentlichen? Wer sind die Menschen hinter den Büchern und woher nehmen sie ihre Geschichten? Wir wagen einen Blick hinter die Kulissen und erzählen an dieser Stelle die Geschichte von den Geschichten, von den Anfängen von Büchern und ihrer Entdeckung.

In diesem Fall sind es die Hintergünde zur Autorin eines historischen Krimis, der das viktorianische England zum Leben erweckt und uns mit Dialogwitz sowie einem unglaublichen Ermittler-Duo begeistert. Annelie Wendebergs Teufelsgrinsen ist der Auftakt einer neuen Krimireihe um Anna Kronberg und Sherlock Holmes.

Wie es dazu kam, schildert Annelie Wendebergs Lektor:

 

Ein Werkstattbericht von Lutz Dursthoff Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #5

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

Ortstermin: Mit Anne Gesthuysen vom Niederrhein bis nach Peking

Anne Gesthuysen erhält in Peking den Literaturpreis Annual Best Foreign Novels of the 21st Century

Anne Gesthuysen erhält in Peking den Literaturpreis Annual Best Foreign Novels of the 21st Century

Nun haben es die wohl fabelhaftesten Großtanten der Welt, die am Niederrhein zusammen 298 Jahre alt geworden sind und in ihrem Leben ebensoviel erlebt wie erlitten und erkämpft haben, bis nach China geschafft.
Der Roman Wir sind doch Schwestern erschien Anfang Dezember in chinesischer Übersetzung im People’s Literature Publishing House, einem Verlag, der sich in den letzten Jahren intensiv um die Übersetzung deutscher Gegenwartsliteratur verdient gemacht hat, und hat dort den renommiertesten Preis für internationale Literatur ergattert: Den „Annual best foreign novel of the 21. Century“-Award. Diesen Preis mit dem recht langen Namen haben in den vergangenen Jahren so bedeutende Autoren wie J.M.G. Le Clézio, Julian Barnes, Wilhelm Genazino, Michael Kumpfmüller, Martin Walser oder Christa Wolf erhalten.

Selbstverständlich ließen sich die Autorin und ihre Lektorin, Sandra Heinrici, diesen Ortstermin nicht entgehen und reisten gespannt zur Preisverleihung nach Peking.

Ein Reisebericht von Sandra Heinrici Artikel lesen ›

Wolfgang Schorlau: Ohne Träume können wir nicht leben

© Bettina Fürst-Fastré

© Bettina Fürst-Fastré

Wolfgang Schorlau über das beinahe kindliche Glück eines erwachsenen Geschichtenschreibers

Das Kind träumt den ganzen Tag. Ich spüre noch den Blick meiner Mutter. Die Stirn gerunzelt, stand sie an die Tür der Waschküche gelehnt und schaute mir beim Spielen zu. Sie musste zwei Buben großziehen; mein Vater starb, als ich sechs war, und er hinterließ uns nichts außer Sorgen und Erinnerungen. Sie war die erste befreite Frau in unserer Straße, selbstständig, patent und praktisch, vielleicht aus Überzeugung, vor allem aber notgedrungen. Artikel lesen ›

»Wie schreiben Sie eigentlich … Wolfgang Schorlau?«

© Bettina Fürst-Fastré

© Bettina Fürst-Fastré

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den »Dengler«-Krimis »Die blaue Liste« (KiWi 870), »Das dunkle Schweigen« (KiWi 918), »Fremde Wasser« (KiWi 964), »Brennende Kälte« (KiWi 1026), »Das München-Komplott« (KiWi 1114), »Die letzte Flucht« (KiWi 1239) und soeben »Am zwölften Tag« (KiWi 1337) hat er den Roman »Sommer am Bosporus« (KiWi 844) veröffentlicht und den Band »Stuttgart 21. Die Argumente« (KiWi 1212) herausgegeben. 2006 wurde Wolfgang Schorlau mit dem Deutschen Krimipreis und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.

»Ich sehe, rieche und höre die Geschichte beim Schreiben«

In seinem siebten Dengler-Roman »Am zwölften Tag« greift Wolfgang Schorlau einen brisanten Fall auf. Im Interview mit DB mobil spricht er über das Glück, das er beim Schreiben empfindet, und erklärt, warum Kriminalromane so beliebt sind. Artikel lesen ›