KiWi-Blog
Lesecommunity TIERE ESSEN von Jonathan Safran Foer
Kiepenheuer & Witsch ruft zum Start seines Verlags-Blog eine Lesecommunity ins Leben, die Jonathan Safran Foers Bestseller Tiere essen (Platz 3 Spiegel-Bestsellerliste) gemeinsam liest und debattiert.
Tiere essen ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Der amerikanische Romancier und Bestsellerautor Jonathan Safran Foer (Alles ist erleuchtet, 2003 und Extrem laut und unglaublich nah, 2005) hat ein aufrüttelndes Buch über Fleischkonsum und dessen Folgen geschrieben, das weltweit Furore macht - nun auch in Deutschland. Es ist ein Plädoyer für ethisches Handeln auch beim Essen und eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt – und seinen Platz in ihr – nachdenkt.
Wie viele junge Menschen schwankte Jonathan Safran Foer, Jahrgang 1977, lange zwischen Fleischgenuss und Vegetarismus hin und her. Als er Vater wurde und er und seine Frau überlegten, wie sie ihr Kind ernähren würden, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen? Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.
Auch Foer kennt die trostspendende Kraft einer fleischhaltigen Lieblingsmahlzeit, die seit Generationen in einer Familie gekocht wird.
Wir laden hier alle am Buch und am Thema Interessierten ein, mit uns über Tiere essen zu diskutieren!
Burkhard Müller schrieb in der Süddeutschen Zeitung: »Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller Eating Animals den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.«
WARUM IST IHRER MEINUNG NACH DIE ZEIT REIF FÜR EINE BREITE GESELLSCHAFTLICHE DISKUSSION ÜBER VEGETARISMUS UND ETHISCHES HANDELN AUCH BEIM ESSEN ?
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28 Kommentare
Man ist was man isst, würde ich mal sagen. Immerhin sind wir in der privilegierten Lage uns zu entscheiden, was wir essen und ob wir verantwortlich mit unserer Nahrungsaufnahme umgehen. Das sollten wir nutzen!
Abgesehen vom Umweltaspekt, der gerade in unserer Zeit immer interessanter wird, ist es doch tatsächlich so, dass wir kaum noch wissen, unter welchen Umständen unser Fleisch produziert wird. Als ich einen Filmausschnitt einer Dokumentation gesehen habe, in dem Küken einfach so von einem Fließband auf das andere mit einer Schaufel befördert wurden, konnte ich mir das Menschliche dieses Arbeiters nicht mehr wirklich bewusst machen. Diese uns allen innewohnende “Unmenschlichkeit” im Umgang mit der Ware Tier hat mich sehr beklommen gemacht.
Warum die Zeit reif ist?
Sie ist überreif. Mir geht es viel zu langsam.
Wie kann es dazu kommen?
Es ist doch unfassbar, erschreckend in welchen Umständen wir leben. In jeder Hinsicht unserer Werte, wie weit es Mensch gebracht hat und zulässt. (..als sich ständig so abhebendes logisch denkendes Lebewesen..)
Nicht nur Foers Sohn wird in diese Welt geboren und erschrocken den Tatsachen in die Augen sehen müssen was wir tun und was wir aus uns machen.
Wir sind alle Mittendrin, an wen liegt es sonst die Welt zu leben, in der wir leben wollen.
Reif ist die Zeit jeden Morgen, in den Spiegel zu sehen und sich zu sagen: “Ich verändere die Welt.”
Jeder Einzelne von uns ist dafür verantwortliche, wie die Tiere die wir essen aufgezogen werden.
Niemand kann erwarten das das Fleisch das für 2,49 Euro in der Supermarkttheke liegt aus artgerechter Haltung stammt, wenn niemand mehr das kaufen würde, wäre vielleicht schon ein kleiner Schritt getan.
Mal ehrlich: Die meisten Leute freuen sich doch, dass die Lebensmittel so billig sind. Auch wen sie wissen, dass dadurch Tiere, Arbeiter, Kinder etc ausgebeutet werden. Aber das ist ja nicht nur bei Fleisch so. Bei Kleidung ist es ja nicht viel anders. Wenn die Leute wüßten, was für Giftstoffe da alles drinstecken und wie diese Kleidung hergestellt wird z.b in Bangladesh, dann wäre der Aufschrei auch groß.
Die einzige Möglichkeit ist wirklich auf diese Sachen zu verzichten.
Viele Leute die ich kenne, können sich viel teureres Fleisch gar nicht leisten und sie leben immer noch in der Vorstellung das es gesund ist, täglich Fleisch zu essen, also kaufen sie das billige aus der Theke und verkneifen sich das Nachdenken wo es her kommt.
Ich habe die ersten Seiten des Buches gelesen, der Autor hat es sehr geschickt begonnen, mit den Erzählungen über seine Kindheit und der Großmutter.
Das weckt erst mal das Interesse mehr zu lesen.
Die Geschichte wie er seinen Hund kennenlernte und die Frage *Weshalb essen wir keine Hunde* ist ja schon ein bisschen Gemein, sehr viele Menschen erfüllt der Gedanke einen Hund oder eine Katze zu essen mit Grauen, da sie uns ja näher sind als Kühe oder Schweine.
Ich finde den Anfang von “Tiere essen” auch total spannend. Das Thema beschäftigt einen ja auch ständig, weil jeder auf eine andere Art mit verschiedenen Geschichten und Gewohnheiten rund ums Essen sozialisiert wird. Deshalb finde ich die Frage warum wir keine Hunde essen sehr interessant. Die psychologischen Barrieren der westeuropäischen Gewohnheiten mal außer Acht gelassen natürlich.
Nun der Hunger in unserer Welt nimmt einfach kein Ende und es scheint auch kein Mittel da gegen zu geben , also sollte man da nichts unversucht lassen um es zu ändern oder ??
Mir fallen auch nur die üblichen Dinge ein, wegen denen ich weder meinen Hund noch die Katzen essen würde.
Mit Kaninchen , hätte ich keine Schwierigkeiten, Meerschweinchen und Hamster kämen mir nicht auf den Tisch, dabei sind das in anderen Ländern genauso Nutztiere wie hier. Hat wohl doch was damit zu tun wie man aufwächst, was einem als
*Das sind Haustiere die nicht zum Verzehr sind*
und
*Das sind Haustiere die man isst*
vermittelt wird.
Mit Fischfang habe ich mich noch nicht weiter beschäftigt, da wir wenig Fisch essen, Thunfsich schon mal gar nicht, das da der Beifang so hoch ist und viele Tiere deswegen unnötig leiden müssen ist ja schon lange bekannt.
Das der Hunger auf der Welt kein Ende nimmt liegt ja nur an der Verteilung. Im Film “We feed the world” sagt Jean Ziegler, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung : „Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“ Wir haben genügend zu essen, wir verteilen nur falsch!!!!
Wenn ich bedenke was wir in Deutschland an Nahrungsmittel wegwerfen ist das schon kriminell.
Ich habe gerade die Leseprobe gelesen. Das Buch ist ganz anders als ich mir vorgestellt habe. Der Autor berichtet ua. wie er seinen Hund bekommen hat und das in einer Form, dass man entsetzt ist, wenn der Autor dann berichtet, dass Hunde woanders gegessen werden.
Immer wieder gibt es ja hierzulande einen Fleischskandal, da kommt vielleicht der ein oder andere ins Überlegen. Eine wirkliche Alternative finde ich die vegetarische Ernährung aber auch nicht, denn da gibt es teilweise schon lange nicht mehr das gute, schmackhafte Gemüse aus der Kindheit. Leider wird da vieles hochgezüchtet, bestrahlt und genmanipuliert. Also wäre es an der Zeit eine breite gesellschaftliche Diskussion über unser gesammtes Essen zu führen. Nicht zu vergessen die ganzen Aromastoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe usw. die auch in unserer “Ernährung” vorhanden sind. Unsere Eltern und Großeltern hatten noch eine Ernährung, die frei von diesen Stoffen war.
Sicherlich gibt es genügend Lebensmittel auf der Welt, nur kann sich die eben nicht jeder leisten. ;o(
Ich komme auch noch aus einer Zeit, in der wir Gemüse und Obst selber anbauten, allerdings kann ich mich auch noch an die Freude meiner Oma und des Nachbarbauerns erinnern wenn ein Pflanzenschutzmittel gefunden wurde das auch half, was da drin war und welche Auswirkungen es auf den Menschen hatte, darüber wurde nicht mal ansatzweise nachgedacht.
Genauso war es mit dem Viehfutter bzw. mit den Medikamenten für das Vieh.
Wenn wir in die Emigrationsgeschichte gucken, so reisten die meisten Menschen des Hungers wegen aus ihren ärmlichen Ländern ins angebliche Paradies: Argentinien, USA – jedenfalls in Länder, in denen der Wohlstand gleich gesetzt war mit der Aussicht, den eigenen Teller mit Fleisch füllen zu dürfen; das ist an sich nichts Verwerfliches, es belegt aber auch, wie sehr die Wertvorstellung vom Essen mit dem Verzehr von Fleisch verknüpft ist und sehr tief wurzelt. Es wird einige Generationen dauern, bis diese Vorstellung sich in ihr Gegenteil verwandelt – wichtig ist, dass Bücher wie jenes von Foer die Diskussion anregen, damit darüber nachgedacht wird. Hunger, und die Vorstellung davon, wie man ihn überwindet, ist zu sehr noch an die Idee des Fleisches gekoppelt.
Essen ist elementarer Bestandteil des Lebens. Morgens, mittags, abends und zwischendurch.Ständig denkt man daran und beschäftigt sich in irgendeiner Form damit, vor allem, wenn man gerade nicht isst. Das eigene Essverhalten wird in der Kindheit geprägt und geht oft mit bestimmten Gefühlen einher. Sowohl positiv als auch negativ. Bestimmte Gerichte verbindet man mit Personen, mit Ereignissen. Man probiert sich aus übers Essen, man überschreitet Grenzen. Man kommuniziert übers Essen und beim Essen. Man verabredet sich zum Essen. Zuviel davon ist genauso schlecht, wie zu wenig davon. Jeder kann eigene Geschichten übers Essen erzählen.
Wir leben allerdings in einer Zeit, in der sich viele Menschen hauptsächlich für sich selbst interessieren und schon gar nicht für das, was sie essen. Oft geht es nur um reine Nahrungsaufnahme, da die Zeit knapp bemessen ist. Daher macht es Sinn, eine breite gesellschaftliche Diskussion über Vegetarismus und ethisches Handeln auch beim Essen zu führen.
Möglicherweise wird darüber einigen Menschen klar, dass man grundsäzlich, in irgendeiner Form, immer auch selbst Verantwortung trägt, für das, was um einen herum und auf der Welt passiert.
Interessanter Buchanfang. Ich bin seit ca. 20 Jahren aus ethischen Gründen Vegetarier und kann J.S. Foer im Plädoyer für das Essen von Hunden zustimmen. Rational betrachtet macht es übrhaupt keinen Unterschied, welches Tier man tötet, um es zu essen. Wie er aber so schön zu Beginn des Buches beschreibt, ist essen keine rein rationale Handlung. Mehr oder weniger bewußt ist emotionales Erleben daran gekoppelt. Daher rühren Krankheiten wie Magersucht, Bulimie oder Eß-Sucht und damit verbunden sind eben auch gesellschaftliche Normen, was zum Essen da ist und was nicht.
Wenn ich erzähle, daß ich Vegetarier bin, höre ich oft ethische Zustimmung, “aber ich esse Fleisch einfach zu gerne”. Das finde ich persönlich soweit in Ordnung, als das Fressen und Gefressen-Werden im Sinne von Darwin nun mal so ist. Den Unterschied macht für mich das Bewußtsein. Ein Löwe ist genetisch einfach darauf gepolt, eine Giraffe zu reißen und er würde von Blättern statt dessen wohl auch nicht satt. Ganz zu schweigen, daß wir ihm absprechen, soweit reflektieren zu können. Menschen können dagegen sehr wohl reflektieren und sind für ihre Handlungen verantwortlich. Von mir aus kann jeder Fleisch essen, der die Tiere auch selbst tötet/töten würde. Der also die Verantwortung nicht auf irgendwelche anonymen Schlachthäuser abwälzt und dann nicht wahrhaben will, daß er für diese katastrophalen Zustände darin mit verantwortlich ist. Wenn er dann noch das Tier dafür respektiert, daß es sein Leben gelassen hat, um verspeist zu werden, dann bin ich versöhnt. Wenn Menschen dagegen sogar achtlos Fleisch wegwerfen, macht mir das Angst. Wie gehen die mit andern Menschen um?
Wenn es zum Beispiel um den Klimawandel geht, dann ist es bisher leider öffentlich kaum “erlaubt”, den Zusammenhang mit der Massentierhaltung hier mehr ins Gespräch zu bringen und darauf hinzuweisen, daß wir mit unserem Essverhalten mehr verändern könnten als etwa mit einem klimafreundlicheren Auto.
Die Industrie hat leider weltweit viel zu viel Macht und bestimmt maßgeblich, was politisch geschieht und über was in den Medien berichtet werden darf.
Die Zeit für die Diskussion über Vegetarismus ist schon längst reif, es wird nur die Frage sein, wie lange sie von “höherer Stelle” noch unterdrückt werden kann.
Und es wird auch maßgeblich sein, wie sich unsere Gesellschaft im Allgemeinen in den nächsten Jahren entwickelt: je mehr “bildungsferne” Menschen es gibt, desto schlechter stehen die Chancen, daß sich der Vegetarismus durchsetzt. Es besteht angeblich ein Zusammenhang zwischen Intelligenz und Vegetarismus: je klüger ein Mensch, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß er früher oder später kein Fleisch mehr konsumiert.
Also dass klügere Menschen Vegetarier werden oder sind ist ja wohl nicht richtig.
Und warum sollten alle Menschen Vegetarier werden? Da müssten auch alle Menschen zu Nichtrauchern werden, der Alkohol abgeschafft werden und vieles mehr.
Der Anfang muss denke ich in der artgerechten Tierhaltung bzw. Aufzucht u.ä. gemacht werden. Da ist auch die Regierung gefordert mit besseren Kontrollen. Dass viele Leute das billige und somit “schlechte” Fleisch kaufen, liegt ausserdem ja wohl zu grossem Teil an der immer größeren Armut der Bevölkerung. Auch das Gemüse müsste mit weniger Giften und weniger manipuliert auf den Markt kommen, sonst muss man dies als Ersatz weglassen. Und was soll man dann noch essen?
Das muss doch alles ins Verhältnis gesetzt werden und in eine Relation!
ich unterschreibe mal bei Anja ;o)
»Seien wir nicht so sentimenal. Hunde gibt es massenhaft, sie schaden uns nicht, sind leicht zu kochen und schmackhaft; sie zu essen ist bei weitem vernünftiger als sich die Mühe zu machen, sie zu Futter für andere Tierarten zu verarbeiten, die uns als Nahrung dienen.« Zitat von S.Foer
Ja warum eigentlich nicht?
Hundebabys sind niedlich, Kälbchen aber auch.
Die Frage ist meiner Meinung nach relativ einfach zu beantworten, im Laufe der Jahrhunderte haben sich Katzen und Hunde zu Freunden der Menschen entwickelt, erst waren sie *Mitarbeiter* die die Höfe bewacht und beschützt haben, bzw. Schädlinge bekämpften, als ihre Arbeit immer weniger benötigt wurde behielt man sie als Freund und Freunde werden nicht gegessen, außer natürlich in Notsituationen, ich bin davon überzeugt das jeder von uns auch der strikteste Veganer, bei richtigem Hunger (den neimand von uns bisher erfahren musste) erst die Kühe, Schweine, Pferde und zu guter Letzt auch Hunde, Katzen und Hamster essen würde.
da würde ich M.H. zustimmen
Ich denke es ist in Ordnung, wenn ich als Bauer ein paar Kühe und Schafe auf der Weide habe, und ich mir die Milch der Kühe mit den Kälbern teile. Und wenn ich als Bauer eine Kuh, die wegen Altersschwäche (oder wegen anderer natürlicher Ursachen) stirbt, verwerte (die Haut, das Fleisch, alles was möglich ist), dann ist das für mich in Ordnung.
ABER in der heutigen Gesellschaft, in der wir die Tiere (über-)züchten, in Massen einsperren, sie ausbeuten bis sie total ausgelaugt nach einem Bruchteil ihrer normalen Lebensdauer in den Schlachthof getrieben werden. Wo sie auch noch mit ansehen müssen, wie ihre Artgenossen ausbluten (und im schlimmsten Fall auch noch misshandelt werden). Bis sie dann an der Reihe sind, um selbst dieser gierigen, Fleisch fressenden Menschheit zum Opfer zu fallen. In dieser, der heutigen Zeit ist es angebracht über diesen massenhaften Konsum nach zu denken, weil wir dieses Leid nicht verantworten sollten.
Ich stimme Momo zu. Pauschal lehne ich das Töten eines Tieres zum Verzehr nicht ab, der kleine Bauer darf das (ob der große es auch darf, frage ich mich nach Lektüre des Buches). Das Schlachten – und das Essen – ist für mich etwas, das zu unserer Evolution dazugehört, die Frage ist, wie man es macht (inklusive Tierhaltung, Transport etc.)
Dabei ist es gerade der Begriff „Massentierhaltung“, der das System sogar beschönigt. Es ist nur eine gesichtslose Masse, die wir verarbeiten.
Vielleicht sollten wir es umbenennen in „Verzehrtierhaltung“.
Die Zeit, über die Beziehung des Menschen zum Tier und zur Nahrung zu diskutieren, ist immer reif.
Wie sollen die Küken anders von einem Fließband auf das andere kommen? Tragen? Alle einzeln? Man darf sich da nichts vormachen, Fleischproduktion ist „einfach so“ töten, transportieren, verwerten.
Ich finde es ok ,wenn ein kleines Volk oder ein paar Bauern, also Menschen die ihre Tiere selbst füttern, ihnen Namen geben, sie pflegen und behüten und selber schlachten, auch essen.
Ich für meinen Teil, könnte kein Tier selber schlachten, also sollte ich auch keines essen.
Für mich gibt es noch mehr Gründe vegan zu leben, aber das ist ein anderes Thema.
Mal so allgemein, schade das hier so wenig los ist.
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Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Die von Foer so plastisch geschilderte Ausbeutung der Tiere setzt sich doch fort in der Ausbeutung des Menschen in ganz ähnlichen Strukturen, der Reduzierung des Menschen auf den Handelswert seiner Organe bzw. seiner Arbeitskraft. Das Buch fördert Tendenzen zur Befreiung des Menschen aus diesen Verwertungsstrukturen. Ist Foer in seinem Herzen ein kleiner Anarchist? (vgl. Hans Paasche, G.B.Shaw und ihre Schriften)
Martin Hermann, 8. September 2010