Willkommen im Club, Isabel!

Isabel Bogdan, Autorin „Der Pfau“, Kiepenheuer&Witsch ©Smil

© Smilla Dankert

Isabel Bogdan ist Bloggerin, Sachbuchautorin, ist Übersetzerin, hat alle Level bei Facebook durchgezockt und schießt mit ihren Tweets den Vogel ab, sie kennt, sie strickt, sie knüpft, sie macht und tut, tut, tut. Telefonieren eher ungern.

Sie ist ein Tausendsassa, ein Wunderwuzzi oder ein Siebesich – so nennt der Schweizer Menschen mit Mehrfach-Begabung. DAS kann ja jeder behaupten. Jeder Verlag. Aber was sagen ihre Freunde?

Von ihren eintausendsiebenhundert besten Facebook-Freunden haben wir einige jener herausgepickt, die der Buchhändler unter der 100er-Warengruppe zusammenfasst: Die fröhlichen Belletristen. Denn die selbstgemachte Belletristik (»Der Pfau«) ist für unseren Wunderwuzzi aus Hamburg ganz neues Terrain. Was also liegt näher, als ein paar warme Worte ihrer dichtenden Kollegen einzuholen, zum ehrenvollen Geleit – ein raffiniertes »Willkommen im Club, Isabel«.

Wir schmücken Isabel Bogdan mit durchaus bekannten Federn.

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Isabo schreibt so makel- und schnörkellos wie jemand, der die Tricks und Fehlgriffe von Autoren durchschaut und zu vermeiden gelernt hat. Kunststück – wenn man eine derart gute Übersetzerin ist. Cora Stephan

Obwohl sie gar kein echtes Kind des Nordens ist, steht Isabel Bogdan gern auf traditionell hanseatische Art im hüfthohen Elbwasser und versorgt die Besatzung vorbeiziehender Fischkutter mit selbstgebranntem Konjunktiv.  Susann Pásztor

Niemals nichts verpfuscht. Ich verpfaue ihr vollkommen. Nora Gomringer

Isabel Bogdan hat schon bemerkenswert viel erreicht, wird aber erst mit sich zufrieden sein, wenn sie auch eine Fähre getauft hat, wie aus leicht angeheiterten Kreisen verlautet. Maximilian Buddenbohm

Isa kennt keine Furcht, alte Eier und Quallen, alles schluckt sie runter. Katrin Seddig

Isabel Bogdan ist wie Pippi Langstrumpf, nur in Blond. Alina Bronsky

Isa vergisst einen nicht. Elisabeth Rank

Leider scheiterte der heroische Versuch der Ehrenvorsitzenden des /Vereins zur Rettung des anderthalb/, im »Pfau« anderthalb mal das Wort anderthalb unterzubringen. Ein »anderthalb« rutschte durch, ein »ander…« wurde gestrichen. Tragisch.   Bov Bjerg

Isabel kann Übersetzungen, sie kann Geschichten, sie kann Wörter und Sätze, Isabel kann Enthusiasmus für Buchstaben entfachen. Isabel macht ihre Sache sehr, sehr gut. Thomas Pletzinger

Ihre kluge Ratgeberkolumne zum Thema »Artgerechter Umgang mit Großvögeln« im Tiermagazin Piepmatz verpasse ich nie. Großartig! Anne von Canal

 

U1_978-3-462-04800-1 »Einer der Pfauen war verrückt geworden.« Dummerweise geschieht das gerade, als Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung sich mitsamt einer Psychologin und einer Köchin zum Teambuilding in die ländliche Abgeschiedenheit der schottischen Highlands zurückgezogen haben. Der verrückt gewordene Pfau, das rustikale Ambiente und ein spontaner Wintereinbruch sorgen dafür, dass das Wochenende ganz anders verläuft als geplant. So viel Natur sind die Banker nicht gewohnt.

Isabel Bogdan, preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur, erzählt in ihrem ersten Roman pointenreich und überraschend.
So britisch-unterhaltsam ist in deutscher Sprache noch nicht erzählt worden!

2 Antworten auf “Willkommen im Club, Isabel!”

  1. Arietta am :

    Meine Meinung zum Inhalt :

    Schon als ich dieses Buch in meinen Händen hielt, habe ich mich in es verliebt.

    Allein schon dieser schön gestaltete und Edel gestaltete Cover spricht einem direkt an.

    Aber auch seinen Inhalt hat mich begeistert.

    Es ist schon wirklich eine sehr Lustehre Gesellschaft diese Bankergruppe, die auf dem alten schottischen Landgut von Lady und Lord McIntosch in den schottischen Highlands eintrifft. Ein Teambuilding-Wochenende soll es werden, in dieser Abgeschiedenheit. Kein Luxus, kein Wlan und Handyempfang. Alles ist einfach und solide, nicht das was sich die verwöhnten Banker vorgestellt haben. Der Alte McIntosch hat auch so seine Macken und da ist dann noch dieser ach so verrückte Pfau, der große Probleme bereitet, und sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, er ist immer Präsent und eine der Hauptpersonen , der zu vielen Verwicklungen führt. Eine Geschichte voller Pannen, Pech und Pleiten wie es scheint. Ein jeder kocht sein eigenes Süppchen, ist geplagt von schlechtem Gewissen, und gut gehüteten Geheimnissen. Das Team wird vor viele Herausforderungen gestellt , ein jeder soll an seinen eigen Aufgaben wachsen, und zu einer Teamfähigkeit finden . Ob dieses gelingt in dem ganzen Chaos, den es kommt auch noch zu einem Wintereinbruch. Eine Geschichte voller unvorhergesehener Wendungen. Die mich begeistert hat, so einige besonders die Köchin Helen schloss man gleich ins Herz . Ich wäre gerne dabei gewesen um Mäuschen zuspielen.

    Meine Meinung zur Autorin:

    Isabel Bogdan hat in ihren ersten Roman sehr viel britischen Humor einfließen lassen, eine sehr amüsanter und schon Komödiantischer Roman, der eine sehr schöne und Ideale Filmvorlage gäbe.

    Sie alles sehr liebenswert, charmant und mit viel Humor erzählt. Ihr Schreibstil ist Klar und Schnörkellos, packend, spannend, und fließend erzählt. Eine Geschichte einmal angefangen zu lesen hat, die einem nicht mehr loslässt und einem mitreißt. Ihre Protagonisten sind sehr real und lebendig dargestellt, auch die einzelnen Charaktere sind sehr gut geschildert. Ein jeder hat so seine Marotten, Ecken und Kanten. Man konnte sich sehr schön in die betreffende Person hinein versetzen. Auch hat sie das ganze Geschehen sehr Bildhaft und facettenreich beschrieben. Man fühlte sich in die schottischen Highlands hineinversetzt.

    “ Ein Roman voller Charme , brittischen Humor und Witz , in einer sehr schönen und bildhaften Sprache erzählt.

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  2. SigiLovesBooks am :

    Auch ich war von Isabel Bogdan’s „Der Pfau“ mehr als angetan und denke, dass drückt sich auch in meiner Rezension (vom 06.03.2016) deutlich aus (hoffe ich zumindest 😉

    „Der Pfau“ von Isabel Bogdan erschien bei „Kiepenheuer & Witsch“ (2016) und kommt in einem schillernden Gewand daher, das absolut gut zum Inhalt des Romans passt:

    „Einer der Pfauen war verrückt geworden. Dadurch bringt er das Teambuilding-Wochenende einer Bankergruppe in den Schottischen Highlands gehörig durcheinander. Eine subtile Komödie in bester britischer Manier“. (Quelle: Buchrücken)

    Lady Fiona McIntosh und Lord Hamish McIntosh sind stolze Besitzer eines alten Herrenhauses mit zahlreichen angegliederten Cottages in einem Tal der schottischen Highlands gelegen: Da das Haus Unsummen verschlingt, um renoviert und instand gehalten zu werden, vermieten die beiden die Cottages an zahlungswillige und erholungs- und natursuchende Großstädter, was wiederum den Umstand nach sich zieht, dass „es ihnen auf dem Lande alles andere als langweilig wird“, da sie immer wieder Gäste haben. Unterstützt wird das adlige Paar von dem „Mann fürs Grobe“, Ryszard – und Aileen, die „den Laden insgesamt am Laufen hält“….

    Nun hat sich mitten im November eine Gruppe Investmentbanker einer Londoner Privatbank zwecks Teambuildung-Seminars angekündigt, deren Chefin einen blaumetallic-farbenen Wagen fährt. Zum großen Unbehagen von Lord Hamish, da einer der Pfauen „verrückt geworden“, hormonverwirrt oder was auch immer war: Er ging auf alles los, was schillernd blau war… Der Hund der Chefin wiederum reist mit einem Hund an, der ausgebildeter Jagdhund ist, da die Chefin der Banker passionierte Jägerin ist und an Jagdausflügen teilnimmt….So nimmt eine skurrile Geschichte ihren humorvollen Verlauf, bei dem der Leser immer eine Nasenlänge den Protagonisten voraus ist, da diese vieles wissen – aber lieber nichts sagen….

    Stilistisch hat mich dieser witzige Roman der preisgekrönten Übersetzerin Isabel Bogdan an die Filme von Monthy Python oder Woody Allen erinnert; ein pointierter Slapstick bringt die Dinge auf den Punkt und lässt den Leser schmunzeln. Einer der Pfauen überlebt das Wochenende der Investmentbanker nicht und die Autorin versteht es auf trocken humoristische, britische Art, immer wieder Gedanken und Gefühle der Protagonisten zum besten zu geben, die diese lieber nicht zugeben, geschweige denn äußern – so dass die Lösung des Falles sich dem Leser zwar erschließt, den handelnden Personen jedoch verborgen bleibt: Einzig die Köchin Helen, die für’s Wochenende gebucht wurde, reimt sich so einiges zusammen und findet, es gebe Handlungsbedarf… Aus dem Wochenende wird ein verlängertes Wochenende, da heftiger Schneefall auftritt, der eine Abreise der Investmentbanker unmöglich, gruppendynamische Prozesse hingegen sehr möglich machen….

    Der Leser möge sich selbst ein Urteil bilden, wem das letztlich erfolgreiche Teambuildings-Seminar zu verdanken ist; zum Schluss gibt es noch ein „Résumée der schlechten Gewissen“, das ich einfach göttlich fand – und eine unerwartete Begegnung in Helens Küche in London. Die Besucherin wird vermutlich die wahre Geschichte um das schnöde Ende des Pfaus wiederum nach Schottland zurücktragen und über diesen Pfau (und was aus ihm geworden ist) wird noch zu sprechen sein: Womöglich wird er unwiderruflich mit der Geschichte von Lord und Lady McIntosh verbunden werden….

    Fazit:

    Eine köstliche Story voll trockenem-britischen Humors, die ein rundes Ende findet und den Leser dauerschmunzeln lässt: Schreibstil und Handlung haben mir sehr gut gefallen; eine tolle Romanidee, die sehr authentisch wirkt – und unterschwellig so manche menschliche Schwäche „auftischt“ 😉 Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, besonders für humorvolle Leser und Fans von John Cleese oder Woody Allen – und 4 Sterne am Lesefirmament.

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