Das Buchmesse-Alphabet

A wie Anstellen

Sie werden sich anstellen müssen. Wenn der Promiautor da ist und Sie ein Bild mit ihm möchten. Wenn Sie etwas essen wollen, das Ihnen a) nicht schmecken und b) aber viel kosten wird. Oder wenn Sie einfach mal wohin müssen. Nehmen Sie es gelassen, die Messe ist nur einmal im Jahr. Wissen Sie was? Stellen Sie sich nicht so an.

 

B wie Budenzauber

Jeder Messestand ist ja irgendwie auch ein kleines Haus in einem sehr großen Haus, mit Wänden, Möbeln, Menschen, Eingang und Ausgang. Ein bisschen wie eine kleine Bude, wie man sie sich früher aus einem Karton in seinem Kinderzimmer gebaut hat. Superintim. Immer, wenn man an den Stand eines Verlages kommt, sollte sich das Gefühl einstellen, den echten Verlag zu betreten, als wäre man ganz wahrhaftig zu Besuch bei den Verlagsleuten. Darum dreht es sich schließlich in Frankfurt, um die Begegnung, ums Gast- und Gastgebersein. Das ist der Budenzauber. Die Magie einer jeden Messe.

 

C wie Chic

Oh, du bist aber chic heute. Tolles Kleid.

Ach das, das habe ich schon länger. Aber danke!

Das. Ist. Nicht. Wahr. Das. Ist. Gelogen.

Jeder einigermaßen modebewusste Buchmensch (modebewusster Buchmensch, haha, jetzt musste der Verfasser dieser Zeilen kurz auflachen) jedenfalls, jeder, der gerne gut aussieht, verfällt so kurz vor der Messe in einen – auch manchmal panischen – Kaufrausch. »Ich brauch noch was für die Messe!« ist in diesen Tagen der meistgehörte Satz in den Verlagen. Aber was? Ein heißes Manuskript? Eine Party-Einladung? Noch mehr Termine? Nope. Es geht um Schuhe und Hemden. Um schicke Sachen.

Nach vergeblichen Gängen „in die Stadt“ also trudeln auch schon die Kartons aus dem Internet ein, dann muss ausgewählt werden, dann beginnt die große Modenschau, und der Partner (oder wer auch immer) des Buchlings muss sagen: Herrgott noch mal, ja, ja, ja, das kannst du tragen! Und jetzt fahr endlich zu deiner komischen Fashion Week.

D wie Deutscher Buchpreis

siehe auch → Verlierer

 

E wie Empfang

Irgendwo ist immer ein Empfang. Ein Verlag ist zum ersten Mal auf der Messe. Empfang! Ein Verlag ist zum 30. Mal auf der Messe. Empfang! Ein langjähriger Mitarbeiter verabschiedet sich. Empfang! Der Caterer hat zu viel gebracht. Empfang! Buchpreis gewonnen. Empfang! Neues Regal. Empfang! Relaunch der Leselounge mit neuer Kuschelcouch. Empfang! Die Blogger sind da. Empfang! Das Handy klingelt. Empfang! Bei all diesen schönen Anlässen bekommen wir die Gelegenheit, eine besondere Spezies der Messebesucher zu beobachten. Vielleicht werden wir sogar selbst zu einem von diesen, obwohl, nein, das interessiert uns alles wirklich sehr. Trotzdem, siehe auch → Schnorrer

 

F wie Fahne

Quizfrage: Wie sieht die Nationalflagge von Indonesien aus? Keine Ahnung? Egal. Dieses Jahr werden Sie es erfahren, dieses Jahr ist nämlich Indonesien Gastland der Frankfurter Buchmesse. Wie Sie es allerdings geschafft haben werden, am nächsten Morgen so dermaßen nach Schnaps zu stinken, können Ihnen bestenfalls die Gastgeber der  → Party vom Vorabend sagen. Bestenfalls.

 

G wie Gern (Buchmessedeutsch)

Willst du heute Abend mit zu der Lesung von X? Wollen wir uns nächstes Jahr mal verabreden? Dann schreibe ich dir einfach noch mal eine Mail! Kannst Du mir das vorstrecken, ich hab gerade kein Geld dabei? Danke für die Bionade! Und deinen Kugelschreiber. Ich komm dann gleich einfach mit. Dann schlafe ich später bei dir im Hotelzimmer, okay?

Buchmessedeutsch – Deutsch:

                        Gern –  Ungern

 

H wie Hatschi!

Hatschi!

Gesundheit.

Oh, danke. Kennen wir uns?

Aber ja, wir …

siehe auch → W wie Wer ist dieser Mensch?

 

I wie Ignorieren

Oh, das war echt toll gestern auf dieser Party, von der keiner wusste. Wie Sie da gelandet waren, ist Ihnen noch immer ein Rätsel. Und auf einmal stand Denis Scheck vor Ihnen. Eigentlich sprach er zu dem Menschen, der neben Ihnen stand und den Sie auch irgendwoher kannten, aber plötzlich fiel Ihnen zu Schecks Ausführungen etwas Witziges ein. Wie frech von Ihnen. Und Herr Scheck? Der lachte über Ihren gescheiten Einwurf!

Nur was war das, heute auf der → Rolltreppe? Sie fuhren nach unten, er fuhr nach oben. Sie fuhren aneinander vorbei. Und als Sie sich kreuzten, da sagten Sie fröhlich: Hallooo! Sie lächelten. Ihr Witz von gestern. Er starrte Ihnen für einen Moment entgeistert ins Gesicht, dann wanderte sein Blick nur ein paar Zentimeter weiter. Vorbei an Ihrem Gesicht. Dorthin, wo niemand stand. Die Rolltreppen fuhren weiter. Sie fuhren nach unten.

 

J wie Jutebeutel

Bringen Sie Taschen mit, wenn Sie → schnorren wollen. Bringen Sie viele Taschen mit, wenn Sie viel schnorren wollen. Oder schnorren Sie doch erst mal einen schönen großen Beutel. Wir haben dieses Jahr wieder sehr hübsche von Gudrun Sjöden im Angebot. Kostet nix: Halle 3.1., Stand D121

 

K wie Klauen

Nein, man soll nicht klauen. Und trotzdem passiert es immer wieder. Immer kommt was weg. Menschen sind wie Enten in einem Teich, wenn man Brot reinwirft. Oder halt wie Elstern. Und da das nun mal nicht zu ändern ist, kann man daraus auch schlau werden. Denn nach der Messe freuen sich die Kollegen aus dem Vertrieb über den ehrenhaften Titel, auf die Auszeichnung, die gleich auf den Deutschen Buchpreis folgt: Das meistgeklaute Buch der Messe. Dann weiß man, aha, was viele klauen, wollen viele haben. Das Ding wird ein Hit. Hail to the thief, wie Radiohead schon wussten.

 

L wie Leibwächter

Leibwächter sind cool. Wer welche hat, braucht sich vor nichts fürchten. Und außerdem bekommt man durch die verkabelten Frauen und Männer erst die Aufmerksamkeit, die man wirklich verdient hat. Manchmal kommen wir bei KiWi auch in den Genuss dieser Bedeutungsverstärker. Hier eine kleine Leibwächter-Episode aus der Vergangenheit.
Kennen Sie Roland Koch? Natürlich tun Sie das. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen zwischen 1991-2003 fünf Bücher von ihm. Erzählungen und Romane.

2003, es war dieses merkwürdige Jahr, in dem die CDU bei der Landtagswahl in Hessen mit 48,8 % die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag erreichte, sollte der Autor zur Frankfurter Buchmesse kommen. Am Tag seiner Ankunft staunten die KiWis nicht schlecht. Bevor der Autor den Messestand erreicht hatte, wartete dort schon eine ganze Mannschaft von großgewachsenen und kräftigen Männern auf ihn. Sie trugen schwarze Anzüge und beobachteten mit aufmerksamen und grimmigen Augen das Messepublikum. Was war ihr Anliegen? Sie sollten Roland Koch beschützen. Aber Roland Koch ist noch nicht da, sagte die irritierte Kollegin. Gut, dann werden wir warten.

Als Roland Koch den KiWi-Stand erreichte, verschwanden die Männer so plötzlich, wie sie aufgetaucht waren. Was hatte das zu bedeuten?

kochroland_weiss
Der Schriftsteller Roland E. Koch

 

M wie Mangamädchen

Jetzt sagt doch nicht immer Mangamädchen, will man sagen. Cosplayer heißt das. Wikipedia weiß außerdem: »Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur – aus Manga, Anime, Computerspiel oder Film – durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar.« Und meistens sieht das richtig toll aus. Kann man auch in Frankfurt bewundern und Fotos machen, denn auf der Buchmesse findet das Finale der Deutschen Cosplaymeisterschaft statt.

Mangamädchen, das sagt man nicht. Man nennt die Menschen im Kölner Karneval ja auch nicht Kölschkollege oder Mettmädchen.

cosplay in Augsburg
Foto: Tobias „ToMar“ Maier

 

N wie Nicht ohne mein Blasenpflaster

Es mussten ja unbedingt die neuen Schuhe sein zur Buchmesse! Das kommt davon. Siehe auch  Chic

 

O wie Orbanism

Orba… what? Dieses Wort, es klingt gut, so nach Start-up. Aber was bedeutet es? Ich rieche Berlin, ich rieche Bartwichse, ich rieche Sojamilch, und ich rieche irgendwas mit Medien. Ich bin mir sicher, meine Mutter wird es nicht verstehen. Und ich bin mir sicher, letztes Jahr gab es das noch nicht auf der Messe! Kann uns das bitte jemand erklären? Ich schütte mir jetzt etwas Wodka in den Mate und zähl bis drei. Dann, Internet, erwarte ich Antworten von dir! 1, 2, …

Hallo.

Hallo. Internet, bist du’s?

Nein, hier ist Leander Wattig.

Guten Tag Herr Wattig, schön, dass es so schnell ging. Bitte schaffen Sie Klarheit!

Der Neologismus „Orbanism“ setzt sich zusammen aus „orbis“ und „urbanism“ und soll das ins entgrenzte Internet übertragene Urbane mit den positiven Aspekten des Globalen verbinden. Orbanism bringt Menschen, Themen und Netzwerke an den passenden Orten zusammen und verstärkt so positive Strömungen und Prozesse der Digitalisierung.

Okay, noch mehr Knoten im Kopf! Konkret geht es um Veranstaltungen, die die richtigen Leute vor Ort und im Internet vernetzen. Das machen die Gründer Leander Wattig und Christiane Frohmann, die schon lange als Networker unterwegs sind, mit ihren bestehenden Formaten wie dem Virenschleuder-Preis (Preisverleihung mit Rocko Schamoni, Jim Avignon und Freigetränken am Freitag auf der Buchmesse), dem Pub’n’Pub und dem Katersalon. Sie erfinden dafür aber auch neue Formate wie das Orbanism Festival oder den Orbanism Space. Letzterer ist der Digitaltreffpunkt auf der Frankfurter Buchmesse mit prallem Programm von Judith Holofernes über Sascha L•b• und Thees Uhlmann bis hin zu Startwitterer @NeinQuarterly. Schaut mal vorbei.

Vielen Dank! Das ist hier allerdings keine Werbeveranstaltung, Herr Wattig. Deswegen habe ich Ihr zügelloses Namedropping mit einer Teilzensur geahndet.

Trotzdem: Viel Erfolg! Wir freuen uns.

 

P wie Party

Ein delikates Thema. War es ja schon in der Schule. Entweder Sie sind eingeladen oder kennen jemanden, der eingeladen ist, dann sind Sie der, der mit dem Eingeladenen da ist. Ein Mensch ohne Gesicht, aber immerhin: drin. Das Gesicht kann man sich dann ja machen oder hinter den Händen verstecken. Hauptsache Party. Was aber, wenn Sie Leute kennen, die dort hingehen, aber keiner von denen kann Sie mitnehmen, weil jeder Eingeladene nur eine weitere Person (alte Buchmessenparty-Regel) mitnehmen kann, Sie allerdings leider nicht? Tja.

Davor rumstehen geht auch ganz gut. Ist sogar überdacht. Wie gut durchdacht. Von Rowohlt zumindest.

 

Q

Siehe auch → X

 

R wie Rolltreppen

Auf der Frankfurter Messe gibt es viele Rolltreppen. Sie fahren nach oben, sie fahren nach unten, und in der Mitte kreuzen sie sich. Siehe auch → Ignorieren. Einmal hat jemand eine Thermoskanne von einer oberen Rolltreppe fallen lassen, Feridun Zaimoglu hat sie auf den Kopf bekommen. Der Notarzt musste kommen. Da haben wir uns Sorgen gemacht. Heute geht es Feridun wieder gut. Es gibt in Frankfurt auch diese Flughafen-Fließbänder, Rollböden müssten die dann ja heißen. Auf denen kann man ganz schnell laufen, und wenn man sie verlässt, kommt man sich unendlich lahm vor. Siehe auch (wegen offensichtlicher Überholsspur-Metaphorik) → Zuhause

 

S wie Schnorrer

Er möchte bitte einen Kugelschreiber. Und er hat ein bisschen Hunger. Für mich bitte auch eine Bionade! Holunder is‘ okay. Er hat sich gerade gefragt, ob das da auch umsonst ist. Das Papier da. Was, das? Das ist mein Namensschild. Und, brauchen Sie das noch?

Er will, er möchte, er wollte ja nur fragen, er will haben, haben, haben.

Die Rede ist nicht von den supersympathischen Buchhändlern, die uns (gerne) nach Leseexemplaren fragen (sollen), auch nicht von den Pressekollegen und Bloggern, Verlagskollegen sind auch nicht gemeint. Gemeint sind die Gemeinen. Die Privatbesucher am Wochenende. Doch nur ein kleiner Bruchteil aller, aber ein hartnäckiger. Was hat ihn hierhin verschlagen? Ist es das Umsonsterlebnis Messe? Jedenfalls sind es nicht die Bücher, zumindest nicht unsere, nicht im Speziellen. Wenn er fragt, kann ich ein Buch haben?, muss man mal zurückfragen, ja, welches denn? Er wird sagen: Egal. Aber bitte mit Tüte und schön vielen Kugelschreibern.

 

T wie Trinken / Tanzen / Taxi

Den Rest habe ich vergessen.

 

U wie Unverlangt

Darf ich Ihnen das Manuskript gleich hier lassen?

Klar, aber vielleicht nimmt es der → Schnorrer dann mit.

Ernsthaft, es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Buchmesse der optimale Zeitpunkt zur persönlichen Manuskriptübergabe ist. Schließlich sind die meisten Verlagsmenschen direkt vor Ort. Doch das ist ein Trugschluss. Sie sind zwar vor Ort, aber viele sind gar nicht anwesend. Die Kollegen aus dem Lektorat zum Beispiel, die sieht man eigentlich nie, die treffen sich mit Agenten, betreuen ihre Autoren, rasen von Veranstaltung zu Veranstaltung, trinken ganze Nächte lang Unmengen von Grüntee, um sich wachzuhalten, und sind umtriebig wie Hirsche in der Brunft. Sie sind so dermaßen eingespannt und beansprucht von ihrer Tätigkeit als Repräsentanten des Verlages, dass wenig Zeit bleibt für die eigentliche Arbeit. Manuskripte zu prüfen. Sie kommen einfach nicht dazu. Bitte haben Sie Verständnis dafür …

 

V wie Verlierer

Nicht jeder kann den Deutschen Buchpreis bekommen, und schon gar nicht den Nobelpreis. Manchmal sind die Preisträger über die Jahre bei zwei oder drei verschiedenen Verlagen erschienen, in der Regel aber profitiert nur ein Verlag von der großen Aufmerksamkeit, die ein großer Preis mit sich bringt. Wie geht man damit um, als Verlierer, als alter Hase? Gut, gut, man gratuliert höflich. Alles gut, gut. Ja der, der hat’s verdient, sagt der alte Hase. Der aber wirklich, hatte ich mir auch schon gedacht, fügt er an, und zitiert das eben bei Wikipedia Nachgelesene. Jetzt noch schnell ein Buch des Preisträgers → schnorren (da freut sich der Kollege, der wird ja wohl noch genug da haben für den verkaufsoffenen Sonntag) und Abflug. Zurück zum Stand ohne Trubel und Applaus, ohne Interviews und Kameras; was hier nur noch blitzt, sind die wachen Augen des jungen Neuangestellten. Oh, sagt er, Sie haben da das Buch von PREISTRÄGER, dem AUTORAUTOR von LITERATURLITERATUR! Da zeigt der alte Hase sich von seiner spendablen Seite und unterstützt die Jugend, ist gut zu ihr, er widmet sich ihr nun völlig. Und dann vergisst er sogar sich selbst: Das schenke ich dir!, sagt er. Er hat’s verdient.

 

W wie Wer ist dieser Mensch?

Hey, hi, cool, dass du auch wieder da bist!

Emoticon

 

Und, viel los bei euch?

Emoticon

 

Du musst später mal bei uns vorbeikommen, okay, alles klar, ciao!

Emoticon

 

Was ist hier gerade passiert? Nichts Besonderes. Sie standen so rum, jemand kannte Sie, den Sie auch kennen sollten, aber Sie konnten sich nicht erinnern. Wahrscheinlich sehen Sie diese Person auch nur einmal im Jahr. Vermutlich ein Verlagskollege oder jemand von der Presse. Vielleicht war es auch jemand vom Catering. Natürlich haben Sie schon längst den Moment verpasst, nachzufragen, um wen es sich bei dieser Person handeln könnte. Ihr täglich grüßender Freund ist allerdings einer von der kurzangebundenen Sorte, also schlagen Sie sich souverän. Das geht so:

Na klar! Alle Jahre wieder, hö, hö, hö.

Ja, is schon stressig hier, ne? Aber wem sag ich das.

Auf jeeeeden Fall, dann bis später! Oder dann halt morgen. Ciao, ciao!

 

X wie X

Verlage und Autoren lassen sich die wunderlichsten Titel für ihre Bücher einfallen. Denn der Buchtitel (und das Cover) ist nämlich ein Marketinginstrument, das lernen Verlagskaufleute schon in der Berufsschule. Wie wäre es also mit einem frechen, neugierig machenden „Ein-Buchstaben-Titel“, zum Beispiel X. Einfach nur X. Krass! oder → Y oder → Q oder S. S. ist super. Besuchen Sie uns in Halle 3.1., Stand D 121, überzeugen Sie sich selbst!

 

Y

siehe auch → X

 

Z wie Zuhause

Und jetzt sind Sie zu Hause. Sie entspannen sich. Mit einem Schaumbad vielleicht, auf der Couch, da ist Ihre Familie, Ihr Partner. Um Sie herum: sind keine Termine, ist kein Gedränge, ist kein Stress. Ist keine Party, sind so wenig Menschen. Menschen, denken Sie. Menschen, die so sind wie Sie. Alle auf einem Fleck. Freunde, Bekannte, Kollegen, Enthusiasten. Buchmenschen, flüstern Sie und lächeln bitter. Und in Ihnen öffnet sich ein weiter Raum. In Ihrer Brust, in Ihrem Kopf: Leere. Totale Leere.

Von Philipp Rusch

 

11 Antworten auf “Das Buchmesse-Alphabet”

  1. Ulrike Wittmann am :

    Danke für dieses tolle und witzige Alphabet. Wer schon mal da war, erkennt sich in so ziemlich alle Situationen wieder.

    Viele Grüße
    Ulrike Wittmann

    Antworten
  2. Kerstin Wiegard am :

    Grandios! Vielen Dank für diesen erhellenden kleinen Einblick! Nun bin ich bestens gerüstet….
    ????-liche Grüße, Kerstin

    Antworten
  3. Anja am :

    Das Messe ABC ist ja toll. Ich habe jedenfalls so ein Messetag wiedererkannt. Und ich glaub, so einen tollen Beutel komme ich mir doch glatt abstauben. Ich liebe solche „Buch“beutel (nein, nicht weil da Bücher drin sind, sondern wegen den schönen Aufdrucken). Also, vielen Dank für das tolle ABC.

    Antworten
  4. Vicky am :

    Das ist ja wirklich sehr amüsant, was sie da schreiben. Und der Wiedererkennungswert ist verblüffend… Bis nächste Woche, ich komme sicher an Stand D 121 vorbei, um mir eine Gudrun Sjöden Tasche zu -> schnorren. Jetzt erst recht!!

    Antworten
  5. Annika Bühnemann am :

    Einfach klasse! Ich möchte noch hinzufügen, dass der letzte Gedanke, wenn man dann –> Zuhause ist, meistens lautet: „Zum Glück ist die nächste Messe in einem halben Jahr.“
    Danke für diese sehr lesenswerte Erheiterung!

    Antworten
  6. Silvia am :

    Ist in der Tasche noch ein Kugelschreiber? Und einRezensionsexemplar?

    Im Ernst: ich habe mich köstlich amüsiert und freue mich auf Morgen.
    Vielleicht stehe ich mal neben Ihnen und Sie fragen sich „Wer ist dieser Mensch?“

    Antworten
  7. vera am :

    Messe ist schon lange vorbei, ich hab das Alphabet jetzt erst gelesen. Herrlich! Hab mich sehr amüsiert. Grüße!

    Antworten
  8. Meyer Christian am :

    Ist aber nicht nett, was Sie über Schnorrer schreiben. Leider konnte ich 2015 nicht an die Buchmesse und habe deswegen keine so schöne Gudrun-Sjöden-Tasche. Und wenn Sie von denen noch hätten, dann bitte mit einem LEX von Max Biller „Biografie“ und vielleicht noch was schönem von Köln? Schokolade? Heute wäre zwar auch einer der Könige passend. Na, werde ihn schon wieder zurückbringen. An der nächsten Buchmesse hätte ich gedacht….Grüsse.

    Antworten

Kommentar schreiben