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Buchwettbewerb des Geschichtsmagazins DAMALS

Der Historiker und KiWi-Autor Gerd Koenen zeichnet in seinem Buch Traumpfade der Weltrevolution. Das Guevara-Projekt ein differenziertes Bild des Revolutionärs Ernesto »Che« Guevara jenseits romantischer Verklärung. Die Entzauberung eines Mythos’ ist ihm so gut gelungen, dass die Jury des Geschichtsmagazins DAMALS sein Werk zum besten historischen Buch des Jahres 2009 gekürt hat.

DAMALS, das Magazin für Geschichte und Kultur, ermittelt bereits zum elften Mal die besten historischen Sachbücher. Die hochkarätige Jury wird aus Historikern und Journalisten gebildet. In diesem Jahr standen insgesamt 49 Bücher, verteilt auf sieben Kategorien, zur Auswahl. Das vollständige Wettbewerbsergebnis erscheint in der Dezember-Ausgabe von DAMALS.

Das Geschichtsmagazin DAMALS bietet seit 40 Jahren Informationen zu vielfältigen historischen Themen aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart.

 

Gerd Koenen entzaubert den »Che« Guevara-Mythos

© Maciej Rusinek

Von allen revolutionären Mythen und Kulten des roten Weltzeitalters hat nur die Figur des Ernesto »Che« Guevara überlebt – schön wie am letzten Tag. Die christusmäßige Verklärung des Ernesto Guevara ist ein Aberwitz von historischem Format. Man hat den Mann schon zu Lebzeiten fast totfotografiert und posthum in eine Ikone verwandelt. In zwei Dutzend Biographien scheint alles über ihn gesagt – ohne jedoch ein schlüssiges, scharf konturiertes Bild der Lebenslinie zu liefern, der dieser Globalrevolutionär gefolgt ist, und des weltpolitischen Spannungsfeldes, in dem er operiert hat. Und Kuba als tropisch-utopische Revolutionsinsel war und blieb ein unverwüstlicher Intellektuellentraum, der alle Frustrationen überlebt hat – sogar den Untergang des realen Sozialismus.

Grund genug für Gerd Koenen, das »Guevara-Projekt« einer historischen Nachmusterung zu unterziehen.

 

Pressestimmen

»Auf die Fährte des argentinischen Universalguerillero hat sich Gerd Koenen geheftet. Allerdings nicht mit dem Ziel, an einem weiteren Heldenepos im Dienste der Revolution zu stricken, sondern mit dem Vorhaben, der »christusmäßigen Verklärung des Ernesto Guevara« etwas entgegenzusetzen.«
Knut Henkel, taz

»Ein faszinierendes Doppelporträt (...). Eine ebenso brillante wie ernüchternde Topografie von Che Guevaras revolutionären Traumpfaden. Es sind vor allem die drei Erzählfäden – Che, Fidel und Tania -, die Koenen zu einer höchst spannenden, erkenntnisreichen und glänzend geschriebenen Geschichte verknüpft.«
Norbert Rehrmann, Die Zeit

 

Buchcover:

Traumpfade der Weltrevolution

Gerd Koenen

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