ISBN: 978-3-462-04219-1
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2010
208 Seiten, Gebunden
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Euro (D) 17.95 | sFr 31.90 | Euro (A) 18.50
Charmante Lügen und die Tücken der Suche nach der Wahrheit – ein skurril-komischer Familienroman
Joschi Molnár bleibt ein Rätsel. Der famose Fabulierer hat seinen Kindern etliche Versionen seines Lebens hinterlassen. Als sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar treffen, um Joschis hundertsten Geburtstag zu feiern, prallen Welten aufeinander. In rasanten Dialogen und skurrilen Szenen nähern sie sich der Wahrheit – und finden zueinander.
Joschi Molnár hatte fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen, verlor zwei Kinder und seine zweite Frau in Auschwitz, war Häftling in Buchenwald – und hinterließ ein Vermächtnis aus phantastischen Geschichten, tragischen Verstrickungen und faustdicken Lügen. Dreißig Jahre nach seinem Tod bringt sein Geburtstag die Geschwister zum ersten Mal zusammen. Ganz unterschiedliche Vaterbilder kommen zum Vorschein. Der Verräter. Der Abwesende. Der Geschichtenerzähler – und: der Tausendsassa mit Witz und Ideen.
Während Hannah sich leidenschaftlich mit ihren jüdischen Wurzeln identifiziert und von einem Happy End in Israel träumt, hadert Gabor mit seiner Kindheit und bezweifelt Joschis jüdische Herkunft. Marika gibt die tapfere Alleinerziehende, verehrt Joschi für seinen Einfallsreichtum – und überlässt das Erzählen ihrer Tochter Lily. Überhaupt Lily: Die 16-Jährige hat sich eigentlich für ein Referat über Buchenwald gemeldet und erzählt stattdessen diese bezaubernde Geschichte.
Was folgt, ist ein Wochenende voller Überraschungen, Missverständnisse, Streitereien, Geständnisse und Gelächter. Als Lily einen illegalen nächtlichen Festakt zu Joschis Ehren durchsetzt, ist der entscheidende Schritt zur Versöhnung getan – auch wenn der erstmal auf eine Polizeiwache in Weimar führt.
Mit feiner Beobachtungsgabe, großem Einfühlungsvermögen und viel Humor erzählt Susann Pásztor eine Familiengeschichte, in der das Tragische und das Komische ganz eng beieinanderliegen.
»Der 52 Jahre alten Autorin, ist eine ganz besondere Familiengeschichte gelungen, die zu den lesenswertesten Büchern des Frühjahrs zählt. Glänzend erzählt, amüsant und tragikomisch.« Buchjournal
»Einfühlsam und respektlos, ernst und komisch. Und bei alledem mit hinreißender Leichtfüßigkeit.« WDR 5
»Susann Pásztor ist ein herrlich erfrischendes und liebenswertes Familienportrait gelungen.« Freundin
»Susann Pásztor erzählt eine Familiengeschichte, in der das Tragische und das Komische ganz eng beieinanderliegen.« Buch aktuell
»Um Susann Pásztors Debütroman Ein fabelhafter Lügner zu beschreiben, bedarf es eigentlich nur eines Wortes: Grandios! Mit der richtigen Dosis an Sensibilität, Situationskomik und emotionaler Tiefe entwirft die Autorin auf 208 Seiten ein flimmerndes Geflecht aus Fantasie, Lüge und Wahrheit, das schon auf den ersten Seiten den Leser in seinen Bann schlägt.« literaturmarkt.inf
»Es ist ein anrührender und zuweilen umwerfend komischer Roman...« BR-online
»Großartig ist, wie Susann Pásztor es schafft, mit den Themen Holocaust und jüdische Identität so humorvoll wie empfindsam umzugehen.« Die Märkische
»Ein ironisches Lehrstück über Erinnerung und Verdrängen.« Jüdische Allgemeine
»Großartig ist, wie Susann Pásztor es schafft, mit dem Thema Holocaust und jüdische Identität unglaublich humorvoll umzugehen. Immer aber lässt sie auch die familiäre Tragik durchscheinen in diesem äußerst empfehlenswerten Roman über Fluch und Segen der Familie.« hr1
»Mit unnachahmlicher Leichtigkeit, Witz und psychologischem Gespür erzählt die Autorin die tragische Familiengschichte dreier Geschwister...« sbd.ch
»Susann Pásztor zeigt sich als eine gute Beobachterin, die die vielen zwischenmenschlichen Töne einfängt und mit ihnen eine warmherzige und auch sprachlich schöne Geschichte mit skurilen Figuren komponiert.« WAZ
»Diese Familiengeschichte wird humorvoll und warmherzig erzählt, mit viel Situationskomik und einem nächtlichen Ausflug nach Buchenwald, der auf der Polizeiwache in Weimar endet.« Literaturkurier
Susann Pásztor, geboren 1957, hat nach ihrem Kunst- und Pädagogikstudium als ...
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Kommentare
Ich kann es kaum erwarten, das Buch endlich in meinen Händen zu halten.
Ole, 16.11.2009
Mir geht es genau so! Frau Pasztor könnte meinetwegen das Telefonbuch abschreiben - was rauskäme, wäre ganz grosses Kino!
Lutz Berger, 16.11.2009
Tolle Geschichte! Traurig und komisch zugleich - ganz wunderbar. Nur einen kleinen Stammbaum hätte ich mir noch gewünscht, Joschis Frauen und Kinder sind einfach zu unübersichtlich :-)
S.Brandenstein, 30.03.2010