ISBN: 978-3-462-04214-6
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2010
496 Seiten, Taschenbuch
KiWi 1157
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Euro (D) 9,95 | sFr 15,90 | Euro (A) 10,30
»Es ist größer, als Sie glauben. Und schlimmer. Viel schlimmer.«
Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt … Eine digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet … Und ein uralter Plan mit einem schrecklichen Ziel.
Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod.
Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet – und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde.
Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes »Inferno« und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.
»Temporeich, sachkundig, extrem spannend. Veit M. Etzold startet mit seinem Thriller-Debüt von Null auf Hundert.« Reinhard Jahn, WDR 5
»Gruseln pur ist gewährleistet, und für Krimifreunde ist der Roman einfach ein Muss!« Leselupe.de
»...ein fesselnder Roman, der viele reale Bezüge zu den jüngsten Ereignissen auf den Finanzmärkten aufweist.« risknet.de
»Mit seinem intelligenten, kniffeligen und temporeichen Plot macht es auch zum x-ten Mal Spaß, eine Verschwörungstheorie bis in die Urzeit zurückzuverfolgen.« Krimi-couch.de
»Hochspannend!« Weser Kurier
»Wer noch den richtigen Nervenkitzel für den Urlaub sucht, wird hier fündig.« info praxisteam
Veit M. Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, ...
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Thriller
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Kommentare
Das Buch hat mir gut gefallen. Gerade die recht kurz gehaltenen Kapitel haben die Geschichte voran getrieben und von Anfang an herrschte Spannung. Es ist eine gut durchdachte Geschichte von Kapital, wie es die Welt beherrscht und wie die Machenschaften in diesem Bereich aussehen. Dazu ein alter Geheimbund, deren Mitglieder in der gesamten Weltgeschichte zu finden sind. Es war dann mal etwas zu viel Verschwoerungstheorie und Geheimbundmachenschaften, mit Raetseln, die die Hauptprotagonisten zu loesen hatten.
Alles in allem ein fesselnder Roman, der gerade bei den Finanzmarktbewegungen ein sehr ungutes Gefuehl ausloest...
Guter Schreibstil und am Stueck wegzulesen.
Claudia Jordan, 26.02.2010
Das Ganze beginnt an einem Silvester/Neujahrsmorgen in Berlin: dort wird ein internationaler Top-Manager auf geheimnisvolle Weise im Nobel-Hotel Adlon umgebracht. Sarah Jakobs, die junge Kommissarin wird mit der Aufklärung beauftragt und bald gibt es Rätsel über Rätsel, die gelöst werden müssen um die Lösung zu finden. Sarah und ihr Freund, der Kunsthistoriker Vincent, den sie als externen Experten herbeigeholt hat, stolpern von einer auf mysteriöse Weise getöteten Leiche zur nächsten und kommen nur scheibchenweise voran, bis es zum finalen Showdown in London kommt.
Ein toller deutscher Krimi, der mit realen Ängsten spielt - inwieweit werden wir alle schon überwacht, wie weit sind wir noch davon entfernt,von der totalen Überwachung des einzelnen?
Das ist die große Frage.
Dieses Buch, das parallele Erzählebenen hat - was es besonders spannend macht, aber auch an andere wie z.B. Dan Brown erinnert - bietet einen Einblick in die große Finanzwelt und jongliert da geschickt mit Personen, die dann in London alle irgendwie zusammentreffen. Es geht dabei eigentlich gar nicht um die "Whodunnit"-Frage eines normalen Thrillers oder Krimis, sondern vielmehr um die zahllosen Rätsel, die sowohl die griechische Mythologie einbeziehen als auch das moderne it-gesteuerte Finanzmanagement. Die vorgestellten Einzelpersonen bzw. - schicksale machen das Ganze zu einem spannenden Gesamtbild, lediglich die Tatsache, dass auch der Vatikan wieder mitmischt ist für mich eine Handlungskomponente, die vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Mein Fazit: ein Thriller, den ich "verschlungen" habe, den ich sicherlich weiterempfehlen werden und auch verschenken werde.
C.Theismann, 01.03.2010
Berlin, in der Silvesternacht/am Neujahrsmorgen.
Zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen der Erde: Dinge geschehen, ein Mord, eine Party, Besprechungen - Unerklärliches und Alltägliches.
Kapitel für Kapitel werden die handelnen Personen eingeführt, jedem eigener "Raum" gewidmet, und gleichzeitig durch das Bewusst-Machen der Zeit(en) künftige Zusammenhänge verdeutlicht.
Die Handlung des Buches baut sich Kapitel für Kapitel auf. Erst (scheinbar) unzusammenhängend, verwebt der Autor die einzelnen Handlungsstränge Stück für Stück miteinander. Das passiert sehr geschickt, flüssig - nach und nach -, so dass man die Möglichkeit hat, mit der fortschreitenden Handlung "mitzugehen"; nicht zuletzt, weil man sich der Logik, die sich aus ihr selbst ergibt, nicht verschließen kann (wenn man in der Lage ist, über unrealistische Details hinwegzusehen).
Wunderbar einher geht mit diesem Stil die Steigerung der Spannung. Auch in diesem Buch gibt es viel konstuiert wirkende Zusammenhänge, die aber so flüssig und fortlaufend erzählt werden, dass (ich) sie nicht als störend empfunden werden. Man kann das Buch sehr gut zur Unterhaltung lesen, sollte sich aber darüber bewusst sein, dass man gedanklich "dranbleiben" muss, um die Personen und Handlungsstränge nicht zu verwirren und damit den Spaß am Lesen zu verlieren.
Für Freunde von Verschwörungstheorien, spannenden Krimis und dem Anspruch, während eines Buches permanent mitdenken zu wollen, ist das große Tier eine absolute Empfehlung.
Meike K., 03.05.2010