Eva Menasse
Lässliche Todsünden

ISBN: 978-3-462-04127-9

Erscheinungsdatum: 24. August 2009
256 Seiten, Gebunden

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Euro (D) 18.95 | sFr 32.90 | Euro (A) 19.50


Zum Inhalt

Menschen sind Wesen, die mehr sein wollen, als sie sind

In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Wie schon in ihrem Debütroman »Vienna« erzählt sie mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Auf Gott können wir längst verzichten. Doch haben wir damit auch die Sünde abgeschafft? Anhand der alten Lehre von den sieben Todsünden widmet sich Eva Menasse den großen Themen der Literatur: Liebe und Hass, Schuld und Vergebung. Denn die Menschen verfehlen einander auch heute aus denselben Gründen wie vor Jahrhunderten.

Ein Familienvater ist zu träge, um gegen Töchter und Exfrau ein eigenes kleines Glück durchzusetzen. Ein junges Liebespaar vermeidet die Kompliziertheiten der Sexualität, indem es den einen zum Pfleger, die andere zur Kranken macht. Ein Mann verpasst sein ganzes Leben, weil er sich keine Schwäche leisten will. Und ein geschiedenes Paar bekämpft einander bis ans Grab des gemeinsamen Kindes.

Leidenschaftlich und liebevoll geht die Autorin mit ihren Figuren ins Gericht. Hinter den Fassaden, da, wo die Sünden sind, steckt schließlich der menschliche Kern.

Und so wie die einzelnen Todsünden einander berühren und ineinander übergehen, tun es auch diese Geschichten. Orte und Figuren tauchen auf und kehren wieder, Zusammenhänge erschließen sich quer durch die Kapitel – wie in »Vienna« erschafft Eva Menasse mit unverwechselbarem Witz und erzählerischer Rasanz ein großes Ganzes.

Rezensionen

»Lässliche Todsünden ist ein Kunststück über die Alltäglichkeiten des Daseins, das den Ekel aus dem Leben in die Sprache und wieder zurück trägt.« Mara Delius, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Vom Glück der Lektüre (über das Unglück anderer Leute): Eva Menasse schreibt kristallklare Prosa über die Vergeblichkeit des sehnsuchtsvollen Miteinanders - große Literatur!« Michael Naumann, Die Zeit

»Kunstvoll gebaut und sprachlich umwerfend.« Fiona Ehlers, Kultur Spiegel

»Eva Menasse versteht sich auf das Schildern von Lebensläufen und Lebenslügen, und sie verfügt dabei über ein feines Sensorium für die kleinen Brüche in Biografien, die man oft erst dann entdeckt, wenn sie schon etwas zerrissen haben.«
Sebastian Fasthuber, Falter

»Lässliche Todsünden ist ein so engagierter wie kühner Versuch, elementare menschliche Verfehlungen wie Trägheit, Gefräßigkeit, Wollust und Zorn in die Gegenwart einzubetten [...].« profil

»Eva Menasse erwist sich in den Texten dieses Bandes tatsächlich als die große Erzahlerin, die sichschon in ihrem Debütroman in ganz anderen Zusammenhängen angekündigt hat. Man darf also auf weitere Werke gespannt sein.« Klaus Weimann, Radio Darmstadt

»Eva Menasse erweist sich als Moralistin ohne moralischen Zeigefinger, als pointierte Formuliererin ohne zwanghafte Pointensucht.« apa

»Ein empfehlenswertes Buch, das man mit Leichtigkeit liest, dessen Erzählungen aber voller Tiefgang sind.« Alexandra Plank, Tiroler Tageszeitung

»Wenn wir am Ende dieses wahrscheinlich schönsten Erzählbands des Jahres eines bedauern, dann, dass den religiösen Urvätern nur sieben Todsünden eingefallen sind. Warten wir also auf Menasses zehn Gebote oder vierzehn Nothelfer.« Elmar Krekeler, Die Welt

»Der Stil Menasses ist gradlinig und auf selbstverständliche Weise elegant. So sind ihre subtilen Beziehungsgeschichten, in denen zum Schluss alles anders ist, als zunächst anzunehmen war, vollkommen überzeugend.« Radio Bremen

»In einem sehr unterhaltsamen [...] Tonfall vorgetragen, der zwischen Außen und Innen, zwischen kühler Distanz und genauer Milieu-Kenntnis hin- und herpendelt, zwischen überlegener Ironie und Insider-Arroganz.« Sigrid Löffler, Deutschlandradio

»Eva Menasse erzählt ihre Geschichte in kühler und leichter Sprache, locker und ohne zu analysieren. [...] Und dennoch steckt in ihren Geschichten eine Tiefe, eine emotionale Verwicklung [...].« Kathrin Streckenbach, Südkurier

»Eva Menasse ist eine scharfe, spitzzüngige, aber nicht unerbittliche Beobachterin [...].« Generalanzeiger

»Eva Menasse ist eine Spezialistin des genauen Blicks. [Sie steht für] eine Mischung aus hochelegantem, treffendem Stil und präzis recherchierter journalistischer Wissensvermittlung.« Format

»Nach ihrem großen Familienepos Vienna zeigt Eva Menasse, dass sie auch die Laster und Sitten, Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten der neueren Wiener Intelligenz scharfsichtig und gnadenlos beschreiben kann.« Faz.net

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Über den Autor/ die Autorin

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin bei Profil in Wien. Sie wurde ...
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