ISBN: 978-3-462-04112-5
Erscheinungsdatum: 24. August 2009
1552 Seiten, Gebunden
Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach
Lieferbar
Euro (D) 39,95 | sFr 56,90 | Euro (A) 41,10
DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!
Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.
»Unendlicher Spaß« – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überbordenden Handlung, die jeden literarischen Kosmos sprengt – in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die »Organisation der nordamerikanischen Nationen« bildet und von radikalen Separatisten in Kanada bekämpft wird.
1996 erschien »Infinite Jest« in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Namhafte Autoren von Dave Eggers bis Jonathan Franzen sehen in diesem Buch ein Vorbild für ihr Schaffen. Ulrich Blumenbach hat sechs Jahre lang an der Übersetzung gearbeitet, und seine kongeniale Übertragung ins Deutsche gibt deutschsprachigen Lesern nun endlich die Möglichkeit, das Buch kennenzulernen.
»Infinite Jest ist für den Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts das, was Musils Mann ohne Eigenschaften für das vergangene Jahrhundert war. « Richard Kämmerlings, FAZ
»Sein Roman stellt eine kaum fassbare Ausweitung der Literatursprache dar.« Ulrich Blumenbach, FAZ
»Das Buch verändert tatsächlich seine Leser.« Sven Boedecker, SonntagsZeitung
»Dieser Roman ist unverschämt radikal.« Denis Scheck
»Mit diesem Buch beginnt eine neue Zeitrechnung in der Literaturgeschichte.« Thomas von Steinaecker, DIE WELT
»Ein Jahrhundertroman!« Martin Halser, Tages-Anzeiger
»Der umwerfende Roman Unendlicher Spaß von David Foster Wallace: Ein Tusch auch für den Übersetzer Ulrich Blumenbach.« Frankfurter Rundschau
»Wüst, utopisch, verwegen, dunkel wie Der Zauberberg, nur komischer.« Klaus Brinkbäumer, Der Spiegel
»Wenn es bei Unendlicher Spaß überhaupt um eine Form der Kritik geht, dann besteht diese in dem Versuch, zu zeigen, dass Texte etwas können, was Fernsehbilder nicht können; dass Komplexität nicht auf Langeweile hinauslaufen muss, sondern auf einen Witz, der besser und befriedigender ist als Unterhaltung; dass Literatur mehr sein kann als eine Geschichte: eine Sprache, eine Welt, eine Wirklichkeit.« Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Zeitung am Sonntag
»Ein Tarantino der Epik.« Arne Willander, Welt Online
»Unendlicher Spaß wird als Monument und Moloch bleiben wie V, Unterwelt, Forellenfischen in Amerika. Es ist ein Kontinent der Trivialmythologie und der absurden Zivilisation, von dem wir bisher nur die Umrisse kennen.« Arne Willander, Welt Online
»Viele Kritiker machen ein solches Gewese um diese unbekannten Wörter, als könne man dieses Buch ohne einen Stapel Fachwörterbücher unterm Arm niemals durchqueren. Dabei erinnern diese Begriffe nur an kleine wunderschöne Fische, die am Grunde dieses Textozeans vorbeigeschwommen kommen, man muss sie nicht verstehen, sondern kann sich vielmehr an der unendlichen Vielfalt der Sprache erfreuen, ja zeitweise neologiert man nach diesen Ausdrücken, nach der Fülle und Sprachwut, die Ulrich Blumenbach so brillant nachempfindet und oftmals kongenial neu erschafft. « Axel Rühle, Süddeutsche Zeitung
»Monumentalwerk.« Stern
»’Alles und noch mehr’ könnte eine Beschreibung dieses Romans sein.« Don DeLillo
»Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz. […] Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem. Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller.« Dave Eggers
»Unendlicher Spaß vereint literarische Innovation und Lesbarkeit auf eigene, unerhörte, markerschütternde Weise.« Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»(...) wüst, utopisch, verwegen, dunkel wie Der Zauberberg, nur komischer. (...) Unendlicher Spaß ist mehr geworden als eine Huldigung, werktreu und zugleich eigenwillig, mutig und angemessen meisterlich.« Klaus Brinkbäumer, Der Spiegel
»Es hat in der Nachkriegsliteratur kaum schärfere und genauere Beobachter gegeben als (...) David Foster Wallace. Und auch keine[n], [der] mit mehr Energie und Fantasie den Rahmen des klassischen Romans gesprengt [hat]. (...) Wer [seine] Vermächtnisse gelesen hat, wird über Literatur anders denken und sprechen.« Gunter Blank, Bücher
»[Der Tod von David Foster Wallace] löste eine einzigartige Welle von Anerkennung aus. Durch die fulminante Übersetzung Ulrich Blumenbachs können auch deutsche Leser ermessen, wieso.« Denis Scheck, Hörzu
»Unendlicher Spaß ist [...] eine bizarre, bis in die technischen Details ausgesponnene Sciencefiction-Satire.« Martin Halter, Berner Zeitung
»Unendlicher Spaß ist pralles Leben in großer, psychologisch und epochenkritisch tiefsinniger, höchst unterhaltsamer Erzählkunst. [...] Abtrus, witzig, todtraurg, ernst, drastisch, mit Beckettschem Humor geht es um Gefühle und Verlorenheiten. Herzlich, unironisch, unterhaltsam, auch weise, nie belehrend. Pure Betroffenheit vom Leben, Lektüre, die bereichert. [...] ein Highlight im Bücherherbst.« Udo Feist
»Wallace surft durch den Bewusstseinsstrom seiner Figuren. Stilistisch ist das eine Meisterleistung. [...] Infinite Jest wurde zum sagenumwobenen Mythos und galt lange als unübertragbar. Doch nach fünf Jahren mühseliger Arbeit hat ihn [...] Ulrich Blumenbach jetzt sehr gelungen ins Deutsche gewuchtet. [...] das Buch verändert tatsächlich seine Leser.« Sven Boedecker, SonntagsZeitung
»Infinite Jest, 1996 in den USA erschienen, machte David Foster Wallace schlagartig berühmt. Seine Laer faszinierte dabei nicht nur der schiere Umfang des Werks, sondern vor allem die Themenvielfalt und sprachliche Virtuosität.« Holger Heimann, Börsenblatt
»[...] und schon sind wir süchtig und bereit für den Unendlichen Spaß, der weniger ein Buch als mehr ein Labor eines irren Professors ist, in dem jetzt bitte jeder selbst experimentiert.« Stern
»[...] ein unendlich großartiges, größenwahnsinniges, psychotisches und hellsichtiges Jahrhundertbuch.« Christian Bos, Kölner Stadt-Anzeiger
»Ein großes, wildes Leseabenteuer, eine Droge, die süchtig machen kann.« Martin Halter, Badische Zeitung
»Unendlicher Spaß ist ein Vorschlaghammer.« Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel
»Nach einer Weile, nach einigen hundert Seiten oder so, [...] sehen wir: Bei Wallace amüsiert man sich über Niveau.« Britta Heidemann, Der Westen
»[...] das Nonplusultra der Wortakrobatik.« Märkische Allgemeine
»Wallace schreibt gegen die Verseichung unserer Hirne und Herzen an. Er erweitert das Innere der Sprache, ironisch und überpräzise, ohne ein Ironiker zu sein. Er leitet uns an, weiterzuträumen in den Worten, den Dingen und den Innenwelten, in denen ja alles anfängt, gedacht wird, um dann irgendwann möglich zu werden.« Stephan Kimmig, Kultur Spiegel
»[...] Ein kunstvoll verspieltes, maßloses, avangardistisches, hochtrauriges und zutiefst trostloses Buch. [...] Wallace ist ein Meister des Dialogs, ein Virtuose der subjektiven Stimmen, ein Wortmagier, ein Freund seltener Fremdwörter und experiemteller Neuschöpfungen. Es ist anders als andere Bücher. Wer das akzeptiert, kann Unendlicher Spaß lieben, wer stark genug ist, liest es zum zweiten Mal. Glücklich, wer dann noch loslassen kann.« Hans-Joachim Neubauer, Rheinischer Merkur
»rasende Komik, beißende Satire, überwältigende Sprachkunst« Martin Halter, Rheinische Post
»Es ist geschrieben, um zu leben, von einem, der schrieb, um überleben zu können [...] von Ulrich Blumenbach wortgewaltig, akribisch und irrwitzig ins Deutsche übersetzt. Ein Rausch zwischen Buchdeckeln, der nie enden möge.« Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten
»Ein in jedem Sinn tolles Buch ist das, maßlos, durch seine schiere Dimension Ehrfurcht gebietend. Ein nicht ganz unbekannter deutscher Dichter hat sich einmal gewünscht, dass auf seinem Grabstein stehen möge, er habe mit seinem Werk Vorschläge gemacht. Bei David Foster Wallace wäre das falsche Zurückhaltung: Unendlicher Spaß ist ein Vorschlaghammer.« Gregor Dotzauer, Deutschlandfunk
»Es ist verblüffend, was Wallace alles in seinen Roman hineingepackt, der in einem einzigen Werk gleich mehrer Gattungen umfasst vom Entwicklungsroman über Familiensaga, Science-Fiction-Komödie und Sport- und Drogenreportage bis zum Agententhriller.« Thomas Strünkelnberg, Hamburger Abendblatt
»Ein Schlüsselwerk der modernen US-Literatur endlich auf Deutsch, in einer brillanten Übersetzung.« Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger
»[...] das Geniale: Seine umfassende Kritik der Welt, in der wir uns zu Tode unterhalten, hat er in ein derart gescheites Werk verpackt, dass es das Medium Buch neu definiert.« Roman Elsener, Neue Luzerner Zeitung
»Der Unendliche Spaß wurde nicht einfach übertragen, Blumenbach findet neue Worte, es ist mehr geworden als eine Huldigung, werktreu und eigenwillig, mutig und angemessen meisterlich.« Spiegel Online
David Foster Wallace wurde 1962 geboren und hat Philosophie studiert. Er ...
Mehr über David Foster Wallace
Storys
mehr
Storys
mehr
Alle lieferbaren Bücher von David Foster Wallace
Kommentieren Sie dieses Buch:
Kommentare
Das Wesentliche (und der Sog, den das Buch erzeugt) in der psychischen Enge (mit ihren Neurosen und Autismen) der Handelnden zu liegen (man wird in diesen Strudel der Selbstbezüglichkeit förmlich hineingerissen) bei gleichzeitig unglaublichem inneren Reichtum genau dieser Enge.
Wenn medizinische Fachausdrücke aneinandergereiht oder ellenlange minuziöse Beschreibungen ausgebreitet werden, so geht es nicht darum, diese unbedingt zu verstehen oder immer nachvollziehen zu müssen, vielmehr bilden sie einen geschlossenen sprachlichen Raum, der seine Entsprechung in der Psyche der Figuren hat.
Das zudem Faszinierende ist, dass nach kaum ein oder zwei Seiten bei Wallace verlässlich ein allgemein verständlicher sprachlicher Hammer kommt, der befreit auflachen lässt.
Wallace muss sehr gelitten haben, um diese Figuren schaffen zu können, und der Humor ist, so befreiend er wirkt, so sehr auch einfach nur überlebenswichtig. Grandios.
hermann anschlag, 18.09.2009
Gab es das schon mal, dass ein Buch in solch einer Form - und insbesondere kreativen Weise, von Lesern und Kritikern bejubelt wurde? Man wird ja sehr neugierig! Bin bei der Recherche zu "Unendlicher Spaß" übrigens auf zwei interessante, einfallsreiche Netzprojekte gestoßen. Eins eher lektürebegleitend:
http://www.unendlicherspass.de
Hier kann man mit Schriftstellern, Übersetzern, Kritikern und Wissenschaftlern 100 Tage lang das Lektüreerlebnis zu teilen.
... das andere ersetzt die Lektüre vielleicht sogar in Teilen:
http://www.umagazine.de/artikel.php?ID=510062
Carsten Schrader zerlegt das Ziegelstein-Buch in seine Einzelteile: "Unendlicher Spaß" in 30 Tagen und 30 kommentierten Zitaten.
Irene Goldstein, 02.10.2009
ich habe noch nie ein buch gelesen, was mich so gefordert und inspiriert hat. das war schwerstarbeit. doch es hat sich gelohnt.
es gibt offensichtlich nichts,wo wallace sich nicht auskennt.
sehr bedrückend, aber auch voller hoffnung.
Ludwig Besseling, 05.10.2009
Die Ideen, Inspirationen, intellektuellen Herausforderungen sind immens, und indes jenseits aller literarischer Vorlagen, die ich bislang gelesen habe; man ist soz. verpflichtet diesem Buch auch auf dem ihm entsprechenden Niveau zu begegnen; ich hab ein bereits angelesenes Buch nun links liegengelassen, nachdem ich das erste (!) Kapitel des Backsteins angefangen hatte, in der Tat, ein unendlicher Spaß!
Sehr empfehlenswert!
Zitat: Ich esse etwas, das mich das Getränk dazu so richtig schätzen lehrt. Zitat Ende
Marathe trifft seinen als Frau verkleideten Kontaktmann in der Tucson umgebenden Gebirgslandschaft zur Zeit des Sonnenuntergangs ->
Zitat: Die Heimlichtuerei steht dir. Zitat Ende
A. Kumpf, 12.10.2009
Unendlicher Spass ist jenseits alles sprachlich Vorstellbaren, wie ich finde. Walllace \"sprengt\" nicht nur die Grenzen der Grammatik, sondern vermag vor allem aufzuzeigen, was Sprache zu leisten imstande ist.
Die Kulissen der jeweiligen Szenerien werden derart präzise beschrieben, dass man sie geradezu vor Augen hat; die Emotionen seines Personals werden nicht nur veranschaulicht, sie werden vielmehr dergestalt greifbar gemacht, dass man sie im Wortsinne nachempfinden kann. So muss sich geradezu beim Leser verschiedentlich Beklemmung, Entsetzen aber doch auch Mitlgefühl ob jener illustrierten Schicksale einstellen.
Aber Wallace\' Opus erschöpft sich keineswegs in Wortgewaltigkeit und einer sozusagen Endlos-Aneinanderreihung der ganzen Bandbreite von Schmerztypen, welche einem Menschen nur erdenklich sind, sondern da tritt auch immer wieder diese die Beklemmung auflösende Erheiterung mittels eines annähernd unüberbietbaren Sprachwitzes auf. Die Korrelation von sprachlicher Virtuosität, Verstörung und Erheiterung vermögen dem eigentlich nicht Austarierbaren doch Balance zu geben.
Die von Wallace in US kreirte Gesellschaft ist sicherlich überzeichnet, aber die Übertreibung kann doch ein funktionelles Instrumentarium dafür sein, auf Tendenzen hinzuweisen und somit anderer Augen zu öffnen. Zumindest wissen wir allerspätestens jetzt \"wie seine Seele geklungen hat\".
Jedoch hat mich gelegentlich die Vielzahl seiner Aposiopesen\"an den Rand eines ausgewachsenen hysterischen Anfalls gebracht\". Dessen ugeachtet bin ich glücklich, mich durch US gekämpft zu haben, denn dieser Roman ist jedwede Antrengung wert.
Ich frage mich nämlich wieder, wieviel ununterhaltende Unterhaltung gut ist, und habe abermals verdeutlicht bekommen, dass Literatur etwas zu leisten vermag, was insbesondere für das TV ilusorisch bleiben wird.
Christian Meyer-Lindenberg, 30.11.2009
Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe (ich habe bei ca. Seite 450 aufgehört und das Buch entsorgt). Ich lese pro Jahr 20–25 Bücher, ich habe mich verleiten lassen, Unendlicher Spaß zu kaufen, schade um das Geld und vor allem schade um das schöne Papier, das dafür verschwendet wurde!
Joachim Kaul, 18.01.2010