ISBN: 978-3-462-04072-2
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2009
288 Seiten, Gebunden
Titel der Originalausgabe: Chagrin d’école
Aus dem Französischen von Eveline Passet
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Jedem Kind seine Chance
Schulkummer – Kinder, Eltern, Lehrer, alle kennen ihn. In einer gelungenen Verbindung von Kindheitserinnerungen und Lehrererfahrungen erzählt Daniel Pennac von seinem kreativen Umgang mit Schülern und ihren Problemen. Ein ungewöhnliches, ein unentbehrliches Buch über Schule heute.
Er war selbst ein schlechter Schüler, einer von denen, die wie versteinert und mit dumpfem Hirn vor einem leeren Blatt sitzen oder auf Fragen mit Clownerien reagieren. Dennoch schafft Daniel Pennac schließlich das Abitur und wird – Lehrer. Aber er wird ein Lehrer, der diese Verletzungen und Demütigungen nie vergessen hat und der weiß, was es bedeutet, eine Niete zu sein. Und was es für diese Niete bedeutet, liebevolle Lehrer zu finden, die Verständnis haben und die Blockaden im Kopf lösen. Er erzählt von seiner eigenen Schulzeit und von den Stunden, die er später als Lehrer gibt, von seinen zum Teil ungewöhnlichen Methoden, um bei seinen Schülern Begeisterung fürs Lernen zu wecken. In kurzen, spritzig geschriebenen Kapiteln, im Stil an sein Erfolgsbuch »Wie ein Roman« erinnernd, beschreibt Pennac das Verhältnis von Schülern und Lehrern, ihren Umgang miteinander. Er schildert den Alltag in der Schule aus den verschiedenen Perspektiven – da sind die Schüler aus allen sozialen Schichten; die Lehrer, die guten wie die schlechten; Eltern, verständnisvoll, verständnislos, fordernd, überfürsorglich. Und immer wieder appelliert Daniel Pennac an Eltern und Lehrer, »problematischen« Schülern mit Liebe zu begegnen, ihnen in jeder Weise zu helfen und ihre Talente zu wecken. Denn es gibt keinen hoffnungslosen Fall.
»Chapeau, Pennac! Wieder einmal trifft Daniel Pennac ins Schwarze. Dieses Buch ist ein Glücksfall, eine Anregung für alle, Schüler und Eltern, die von der augenblicklichen Diskussion über Schule beunruhigt sind.« Lire
»Pennacs Schulkummer’ hat die Kraft, ein paar Lehrer vor sich selbst zu retten.« Kurier (Wien)
»Ein berührendes, ein hochpolitisches Buch über ein alltägliches Unglück.« Susanne Mayer, Die Zeit
»Pennacs Schulkummer ersetzt hundert Pädagogikbücher. Alles, was man über die Schule wissen muss, steht in diesem Buch. Dieses Buch ist Ratgeber, autobiographische Skizze und Bekenntnisschrift. Man freut sich, in der Fülle der Ich-weiss-wie-es-geht-Erziehungsbücher, die doch alle etwas von blinden Hühnern an sich haben, auf diesen Paradiesvogel gestoßen zu sein. Dieses Buch liest man nicht einfach nur gern. Man gewinnt es lieb.« Christian Geyer, FAZ
»Der Legatheniker Pennac verführt mit seiner Poesie den Leser dazu, sich nicht zuletzt Gedanken über Grammatik zu machen, dabei unweigerlich an die eigenen ungeliebten Schulstunden zu denken und schließlich wehmütig festzustellen, was man alles bei einem guten Lehrer hätte lernen können.« Deutschlandradio
»Schulkummer ist kein trockener Lehrer- oder Elternratgeber, sondern ein poetischer und zutiefst von Herzen kommender Appell zur Errettung verlorener Seelen, nichts weniger.« WDR 5
»Ein Hohes Lied auf die wahre Pädagogik, gepaart mit luziden Gegenwarts- und Gesellschaftsanalysen (...), ein geradezu unheimliches Gespür für jugendliche Nöte und heilende Lösungsansätze. Hartnäckig, poetisch und genau.« Sybille Mulot, Spiegel Online
»Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben: Daniel Pennac hat diesem alten Satz eine neue, existenzielle Bedeutung verliehen.« Tages-Anzeiger
»Das ist so herzerwärmend, dass ich beim Wiederlesen gleich heulen könnte.« Buchmarkt
»Das Buch ist autobiographische Skizze, pädagogisches Pamphlet und literarischer Versuch in einem. Die Sprache des Schulkummers ragt aus der dürren Prosa sonstiger Schulbücher hervor wie ein übervoller Paradiesbaum aus der dürren Steppe des Zweistromlandes.« Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung
»[...] Pennac geht dem Phänomen des Cancre nach, sucht in der eigenen Schülerbiografie und seiner zwei Jahrzehnte langen pädagogischen Erfahrung nach Gründen dafür, dass ein Kind zum Leistungsverweigerer wird, bespricht Lösungsstrategien und gesellschaftliche Zusammenhänge.« Neue Zürcher Zeitung
»Mit Ethel hat Le Clézio eine seltsam faszinierende Figur geschaffen, ein herzenswarmes Wesen mit eiskaltem Blick.« Sascha Lehnartz, Welt am Sonntag
Daniel Pennac, geboren 1944 in Casablanca, lebt in Paris. Über zwei Jahrzehnte arbeitete ...
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