Thomas Pletzinger
Bestattung eines Hundes
Roman

ISBN: 978-3-462-03968-9

Erscheinungsdatum: 10. März 2008
352 Seiten, Gebunden

Lieferbar
Euro (D) 19.95 | sFr 35.00 | Euro (A) 20.60


Zum Inhalt

Thomas Pletzingers großartiges Romandebüt zeigt eine Generation zwischen Liebe, Freiheitsdrang und Verantwortung

Ein Ethnologe in einer Lebenskrise, ein Kinderbuchautor mit einem Bestseller und einer Ruine am Luganer See, eine finnische Ärztin, ein kleiner Junge ohne Vater, ein mysteriöser Freund, ein sterbender Hund und ein verstecktes Manuskript: Thomas Pletzinger macht daraus eine hochspannende, aberwitzige und anrührende Geschichte.

Im Streit verlässt Daniel Mandelkern die großzügige Altbauwohnung im Hamburger Generalsviertel und Elisabeth, seine Frau und Chefin. Sie hat ihm den Auftrag erteilt, den öffentlichkeitsscheuen Autor Dirk Svensson am Luganer See zu besuchen und für den von ihr verantworteten Kulturteil einer Wochenzeitung zu interviewen. Äußerst widerwillig macht Mandelkern sich auf den Weg, hofft aber, dass ihm die Distanz helfen wird, sich klar zu werden – über sein Leben, seine Liebe und die Zukunft seiner Ehe.

Schon bei der Ankunft am See ahnt er, dass am Ende seiner Reise mehr stehen wird als das Autorenporträt, das Elisabeth erwartet. Denn Mandelkern ist nicht der einzige Gast. Mit ihm besteigen eine schöne junge Frau und ihr Sohn das Boot, mit dem Svensson und sein dreibeiniger Hund in Lugano anlegen. Es folgen vier Tage in Svenssons Welt, in denen Daniel Mandelkern sich und sein Leben mit anderen Augen zu sehen lernt. Er wird hineingezogen in eine tödliche Dreiecksbeziehung und in ein Manuskript, das er im Gästezimmer findet und das ihn nach New York, Brasilien und tief in das rätselhafte Leben des Dirk Svensson führt.

Bestattung eines Hundes erzählt von den Mittdreißigern unserer Tage, die an vielen Orten der Welt gewesen sind, ohne irgendwo zu Hause zu sein, die viel ausprobiert haben, ohne eine Berufung zu finden, die große Pläne geschmiedet haben und nun kleine Lösungen finden müssen. Die alte Geschichte von der Sehnsucht nach Glück und Liebe, Thomas Pletzinger erfindet sie neu, mit einem genauen Blick, sprachlicher Finesse und atmosphärischer Dichte.

Rezensionen

»Pletzinger liefert einen echten Debütroman-Knaller. So mit edlen Dichterwassern gewaschen und auf die Spannungspauke dreschend, so breitbeinig und gerissen hat sich lange kein junger deutscher Schriftsteller ins Getümmel der Welt und der Literaturgeschichte gestürzt ... So elegant, wie er sein Personal im Motorboot über den Luganer See kurven lässt, montiert Pletzinger auch die Episoden seiner Story. Die Geschichte wird all jene begeistern, die gern herumjammern, dass junge deutsche Dichter nur handlungsarme Selbstbespiegelungsromane zustande brächten. Hier gibt’s Action satt.« Wolfgang Höbel, Der Spiegel

»Thomas Pletzingers Roman ist ein nahezu perfektes Debüt, intelligent, spannend, berührend, in einem Wort: Geistesgegenwartsliteratur.« Richard Kämmerlings, FAZ

»Dass eine so intensive Auseinandersetzung mit den Phänomenen der Beobachtung und Reflexion zu einem faszinierenden Roman werden kann, zeigt Bestattung eines Hundes auf eindrucksvolle Weise.« Daniel Beskos, Die Zeit

»Ein makelloses Debüt, wie es so selbstsicher und kraftvoll lange nicht zu lesen war.« Focus

»Pletzinger findet für seinen virtuos erzählten, hochreflexiven, anspielungsreichen Erstling die einzige mögliche Form: die Unordnung, aber auch Offenheit eines Scherbenhaufens.« Oliver Pfohlmann, Frankfurter Rundschau

»Sehr schlüssig und spannend. Die allmähliche Freigabe ersehnter Information ist schlicht delikat und eines Krimis würdig. Aber das griffe zu kurz. Bestattung eines Hundes ist mehr als die Klärung eines Todesfalles unter Freunden. Es ist der gelungene Versuch, die Lebenstotalität zweier Männer aufscheinen zu lassen, in dem, was sie selbst darüber schreiben.« Paul Pietrass, Die Welt

»Man hat den Romanen von Leipziger Institutsabsolventen zuletzt oft Risikoscheu und Lebensferne vorgehalten. Diesen Vorwurf kann man Pletzingers rasant erzähltem Debüt sicherlich nicht machen.« Gisa Funck, taz

»Sehr lesenswert!« Neon

»Eine Dreiecks-, Selbstfindungs- und Rätselgeschichte, die genauso drastisch und poppig ist wie strukturell schlau durchhirnt und sprachlich fein gearbeitet.« Kirsten Riesselmann, Der Tagesspiegel

»Bestattung eines Hundes von Thomas Pletzinger ist bis zum Schluss spannend, atmosphärisch dicht und sprachlich gekonnt.« Marie-Louise Zimmermann, Berner Zeitung

»Ein erfrischend origineller Erstling über die Lebenskrise der Generation 30 plus.« Katrin Kothes, Financial Times Deutschland

»So ein fulminantes Debüt hat es lange nicht mehr gegeben in der deutschsprachigen Literatur... Bestattung eines Hundes ist ein bewegender Roman über Liebe, Träume und Sehnsucht, dabei so raffiniert, dass die Lektüre zum intellektuellen Vergnügen wird.« Welt online

»Bestattung eines Hundes ist ein raffiniert gebautes Buch, das Unterhaltungsansprüchen getriebener Zeitgenossen entgegen kommt.« Roland Mischke, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Ein vielschichtiger, rasant erzählter und intelligent aufgebauter Roman... sehr lesenswert!« Mareike Ilsemann, NDR

»Bestattung eines Hundes ist ein toller Roman, abwechslungsreich, ein bisschen avantgardistisch, mal PopPopPop, dann wieder Feuilletonzitat und Seminararbeit, dabei permanent blühend wie das Terrassenbäumchen auf dem schönen KiWi-Cover.« Jan Drees, 1Live

»Bei der Lektüre von Bestattung eines Hundes fügen die Formen sich geradezu unauffällig aneinander. Pletzinger spielt mit Genres, ohne zu nerven. Die Komposition geht auf.... Bestattung eines Hundes besticht mit seiner raffinierten Erzählweise und der Tatsache, dass seine Protagonisten ganz und nicht halbherzig lieben.« Maria Motter, ORF

»So ist Bestattung eines Hundes ein durchaus gewagtes, von großer Lust am Erzählen getragenes Buch, das beide glücklich macht: Die Anwälte des Lebens und der Wirklichkeit in der Literatur genauso wie die Verteidiger ihres Form- und Traditionsbewusstseins.« Andrej Klahn, K.West

»Richtig gute Bücher können dreierlei: Überraschen. Aufwühlen. Umhauen. Bestattung eines Hundes ist das überraschendste, das aufwühlendste und – tatsächlich – das umhauendste Buch seit langem.« Saša Stanišic

»Pletzinger erzählt rasant, seine Geschichte hat immer Tempo, kaum langweilig geht es um Hahnenkämpfe, Kettensägen, Sex, Luftgitarren, Models aber immer um die Liebe, das Leben, das Glück.« Matthias Kalle, zitty Berlin

»Ein überbordendes, wildes Erzählen steigt auf in absurde Sphären, zieht sich gleich darauf zurück in eine unprätentiöse Lakonie, die ihrerseits immer wieder von philosophischen Reflexionen über das Schreiben und das Leben unterbrochen wird.« Kai Sina, Berliner Literaturkritik

»Bestattung eines Hundes beeindruckt durch seine Vielschichtigkeit. Auf 352 Seiten sind die Geschichten komplexer Charaktere so virtuos verwoben und ineinander verschachtelt, dass sich Pletzinger als genialer Komponist erweist.« Katrin Merten, Poetenladen

»Hemmungslos emotional, gefühlvoll lustig, ein Stör-mich-jetzt-bitte-nicht-ich-lese-Buch.« U_mag

»Ganz ruhig wirft Pletzinger verschiedene Erzählstränge aus und knüpft aus ihnen eine der anrührendsten Liebesgeschichten der Saison.« Prinz München

»Thomas Pletzinger hat mit Bestattung eines Hundes ein fulminantes Debüt vorgelegt.« Gisa Funck, Stadtrevue

»Pletzinger gelingt es, weitläufig zu erzählen, ohne dabei überheblich zu wirken. Einen großen Stoff zu erzählen, wie beiläufig, ohne die übliche deutsche Erdenschwere.« Claudius Nießen, Logbuch, Beilage des Kreuzer

»Ein Metropolen-Buch, ein Gegenwarts-Buch... Und neben seinen kosmopolitischen Schauplätzen atmet der Roman auch durch seine gestochen klare Sprache an jeder Stelle Weltläufiges....am besten lesen.« Katharina Bendixen, jetzt.de

 »...klug, fesselnd und fern jeder Selbstfindungsattitüde.«  Annette Mingels, NZZ am Sonntag

»Ein wahrer Erzählrausch.« Frank Schorneck, Titel Magazin

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Über den Autor/ die Autorin

Thomas Pletzinger, geboren 1975 in Münster, wuchs im Ruhrgebiet auf ...
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