ISBN: 978-3-462-03923-8
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2008
224 Seiten, Gebunden
Titel der Originalausgabe: Den’ opritschnika
Aus dem Russischen von Andreas Tretner
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»Russlands Gegenwart ist nur noch mit den Mitteln der Satire zu beschreiben.« Vladimir Sorokin
Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet, lebt allein vom Gas- und Ölexport, pflegt Handelskontakte nur noch mit China und wird vom »Gossudar«, einem absoluten Alleinherrscher regiert. Dieser übt seine Macht mithilfe der Opritschniki, der »Auserwählten«, aus: einer allmächtigen Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt.
Die Zeit der großen Wirren ist vorbei, die Restauration beendet. Nun hat die Monarchie wieder die Macht ergriffen. Das Land ist von der Großen Russischen Mauer umgeben und – bei allem technologischen Fortschritt – in die dunkle Zeit Iwans des Schrecklichen zurückgefallen.
Die Opritschniki, die »Diener des Gossudar«, sind in roten Limousinen unterwegs, mit Hundeköpfen an den Stoßstangen und Besen am Kofferraum – Symbole dafür, dass jeglicher Widerstand ausgemerzt und von der russischen Erde gefegt wird. Zu dieser brutalen und korrupten Elite gehört auch Andrej. Seinen Arbeitstag beginnt er mit der Hinrichtung eines in Ungnade gefallenen Oligarchen, dann wohnt er der Auspeitschung von Intellektuellen bei, ist der liebestollen Gemahlin des Gossudar zu Diensten und beschließt den Tag mit einer dekadenten Orgie.
Der Tag des Opritschniks ist eine schmerzhafte Satire, eine negative Utopie im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Das Erschreckende daran ist, dass sie der russischen Gegenwart beunruhigend nahekommt.
Der Tag des Opritschniks erscheint im Januar 2008 gleichzeitig in elf Sprachen.
»Das epochale Werk blickt ins Innere jenes schwarzen Knotens, der die Gesellschaft im Innersten zusammenhält, und es tut dies ebenso märchenhaft zeitlos wie hochaktuell.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Russland 2027: Sorokins Roman ist eine düstere Prophezeiung.« Berliner Morgenpost
»Sorokins Buch ist eine krachende Anti-Utopie.« Handelsblatt
»Sorokin rechnet mit dem Russland Wladimir Putins ab.« Tagesanzeiger, Zürich
»Russlands berühmtester Anti-Utopist besticht durch Scharfsinn und makabren Witz.« Der Tagesspiegel
»Ein beachtliches Geschichtspanorama.« Profil
»Keiner schreibt so radikal über Politik wie er.« FAS
»Das epochale Werk blickt ins Innere jenes schwarzen Knotens, der die Gesellschaft im Innersten zusammenhält, und es tut dies ebenso märchenhaft zeitlos wie hochaktuell.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Böse, witzig, erhellend und voller historischer Bezüge.« Elke Biesel, Kölner Stadt-Anzeiger
»Nie aber war Vladimir Sorokin so vordergründig politisch wie in dieser Antiutopie nach Orwell und Huxley.« Rheinischer Merkur
»Sorokins angeblich so finstere Antiutopie ist in Wahrheit ein virtuos aufgefädelter grotesker Reigen aus bewährtem Sex&Crime-Gags, angereichert mit allerhand orthodoxem Budenzauber.« Uli Hufen, WDR 3
»Eine bitterböse Satire, die ein Licht wirft auf die russische Gesellschaft, ihre Abgründe, ihre Deformationen. Das ist nicht nur unterhaltend, es ist auch beklemmend. Und gelegentlich bleibt dem Leser dabei das Lachen im Halse stecken.« Cornelia Rabitz, Deutsche Welle
Vladimir Sorokin, geboren 1955, gilt als der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller ...
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