ISBN: 978-3-462-03775-3
Erscheinungsdatum: 21. März 2007
224 Seiten, Gebunden
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Einkommen ist ein Bürgerrecht, Vollbeschäftigung eine Illusion. Also müssen wir Arbeit und Einkommen trennen.
Er ist einer der erfolgreichsten Unternehmer der Gegenwart und zugleich ein provozierender Kritiker des Systems: Götz W. Werner, Gründer der florierenden Drogeriemarktkette dm und bekennender Anthroposoph, verblüfft mit revolutionären Ideen, die nur scheinbar im Widerspruch zum eigenen Erfolg stehen.
Werner fordert nichts weniger als eine radikale Umkehr vor allem in unseren sozialen Sicherungssystemen. Denn das Versprechen, den Bürgern zu einer menschenwürdigen Sicherung ihrer Existenz zu verhelfen, hat die Politik längst gebrochen. Stattdessen werden die Empfänger von Sozialleistungen gegängelt; Götz W. Werner scheut sich nicht, Hartz IV als »offenen Strafvollzug« zu bezeichnen.
Es ist sinnlos, an diesen maroden Systemen mit kosmetischen Korrekturen herumzubasteln. Und so denkt Werner über die zentralen Begriffe Arbeit, Einkommen und Steuern grundsätzlich neu nach: Wir müssen uns von Denk- und Wertstrukturen verabschieden, die noch aus der Zeit des Feudalismus stammen. Arbeit und Einkommen müssen getrennt werden. Die Zukunft des Sozialstaats liegt in einem Grundeinkommen, das jedem Bürger ohne irgendwelche Voraussetzungen oder Bedingungen zusteht, das seine Existenz sichert und sein Arbeitseinkommen teilweise ersetzt. Werner ist überzeugt: Das garantierte Grundeinkommen würde unsere Gesellschaft völlig verändern. Wir wären nicht mehr zur Arbeit gezwungen – hätten aber die Freiheit, für unsere Mitmenschen sinnvoll tätig zu sein.
Werner sagt auch, wer das alles bezahlen soll: wir selbst, die Bürger. Das derzeitige Steuersystem bremst unsere Produktivität und macht Arbeit unbezahlbar. Wenn wir hingegen nur noch den Konsum besteuern und das Dickicht verteilender und kontrollierender Ämter radikal lichten, dann kann Deutschland zum Steuer- und Arbeitsparadies werden. Und dass Werner kein Sonntagsredner ist, beweist er nicht zuletzt mit dem eigenen Unternehmen, das er als »soziale Skulptur« begreift und gestaltet.
»Nicht nur als Gedankenexperiment, auch als realistische politische Forderung: Wir brauchen ein bedingungsloses Bürgereinkommen.« Prof. Ulrich Beck
»Das solidarische Bürgergeld schafft soziale Sicherheit und Verlässlichkeit für jedermann, sodass die Marktwirtschaft nicht als Bedrohung empfunden wird.« Dieter Althaus, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen
»Wenn es nicht zu den Grundrechten jedes Bürgers gehört, dass eine materielle Lebensgrundlage garantiert wird, dann zerfällt die Staatsbürgergesellschaft.« Prof. Ralf Dahrendorf
»Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Antwort auf die Würde und Lebensfähigkeit der Menschen in arbeitsteiligen Industriegesellschaften.« Lukas Beckmann, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag
»Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde ein neues Leitbild die Gesellschaft prägen. Subjekt des Sozialstaats wäre wieder der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen.« Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen
»Wir brauchen in Europa ein Grundeinkommen für alle.« Jean-Claude Juncker, Premierminister von Luxemburg
»Der Ansatz ist erfrischend erzählt und ein guter Anstoß, um sich grundsätzlich mit unserem Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen. Denn Götz Werner bringt in einfachen Worten auch Lesern ohne Wirtschaftskenntnisse seine Botschaft nahe.« SWR
»Das Buch bietet faszinierende Lektüre mit vielen überrraschenden Einsichten in die Wirtschaft inklusive der, dass wir mental immer noch in der Knappheitswelt der alten Selbstversorgungsökonomie verhaftet sind.« Frankfurter Rundschau
»Werners Buch ist sehr gut lesbar, er schreibt, wie er spricht: flott, bildhaft, zuweilen sogar lustig. Seine Argumentation ist gut belegt, als Unternehmer hat er keine Angst vor Zahlen, und er nennt viele Beispiele aus dem Alltag von dm.« Berliner Zeitung
»Das enorme öffentliche Interesse für Werners Vorschläge kommt nicht von ungefähr, zumal er glaubwürdig das formuliert, wovon viele träumen: die Verwirklichung einer Arbeitswelt, in der allein der Mensch mit seinen Ideen und Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.« Deutschlandfunk
»Wer Werners Ideen als weltfremde Spinnereien abtut, macht es sich zu einfach. Dazu sind seine Analysen zu scharfsinnig, seine Argumente zu gut und, das vor allem, seine Perspektive zu erfrischend.« Frankfurter Rundschau
»Werners Generalkritik an der Arbeitsgesellschaft ist äußerst anregend, weil unkonventionell und unideologisch.« Manager Magazin
»Der in wirtschaftlichen Dingen Ungeübte lernt verstehen, was im letzten halben Jahrhundert in den westlichen Industrieländern geschehen ist und wie weit die Kluft zwischen dieser neuen Ralität und den oftmals noch aus der vorvorigen Epoche stammenden Regelungen ist.« General-Anzeiger
Götz W. Werner ist Gründer, Gesellschafter und Aufsichtsratmitglied der dm ...
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