Vladimir Zarev
Verfall
Roman

ISBN: 978-3-462-03769-2

Erscheinungsdatum: 21. März 2007
512 Seiten, Gebunden
Titel der Originalausgabe: Rasrucha
Aus dem Bulgarischen von Thomas Frahm
Lieferbar
Euro (D) 24,90 | sFr 37,90 | Euro (A) 25,60


Zum Inhalt

Die Entdeckung eines großen europäischen Erzählers

Unterschiedlicher können Entwicklungen nicht sein: Während der Schriftsteller Martin die abstrusesten Jobs annimmt, um seine Familie über Wasser zu halten, kommt Bojan durch Zigarettenschmuggel zu Geld - der Beginn einer Karriere, in der kriminelle Machenschaften, Korruption und Erpressung Bojan zu unvorstellbarem Reichtum verhelfen. Doch der moralische Verfall ist spürbar, Werte werden über Bord geworfen, denn es zählen nur noch Macht und Geld. Martin unterdessen, zu sozialistischen Zeiten ein geachteter Autor, der die Freiheit als das höchste Gut ansah, kommt mit der Realität nicht zurecht. Er steht auf der Verliererseite, und als seine finanzielle Situation immer schwieriger wird und er seine Sorgen im Alkohol ertränkt, ist das Unglück nicht mehr aufzuhalten.

Mit schonungsloser Genauigkeit zeichnet Vladimir Zarev zwei typische menschliche Schicksale in Zeiten des politischen Umbruchs. Während machtbesessene, »demokratisch« regierende Politiker, die das Land eigentlich in ein anderes politisches System überführen sollen, Bulgarien ausbluten lassen, lebt der größte Teil der Gesellschaft in größter Not.

Komisch, lehrreich und literarisch brillant - Vladimir Zarev, in Bulgarien ein literarischer Superstar, kann nun auch vom deutschsprachigen Publikum entdeckt werden. Eine echte Überraschung.

Rezensionen

»Vladimir Zarev ist der Balzac Bulgariens und sein Roman Verfall das grandiose Epos des Umbruchs in Osteuropa.« Tages-Anzeiger

»Vladimir Zarevs Epos Verfall ist der große Wenderoman eines kleinen osteuropäischen Landes. Literarisch jedenfalls beweist Bulgarien mit diesem Werk seine Europa-Reife.« FAZ

»Verfall ist nicht etwa nur ein kulturpolitisches Ereignis für Bulgarien selbst, sondern vor allem auch ein Stück Literatur, das die bulgarische Belletristik auf einen Streich aus ihrer Randlage heraus in die Mitte der intellektuellen Debatten um das Europa der Zukunft führen könnte.« Deutschlandfunk

»Man geht mit Zarevs Prosa um, wie man gewöhnlich mit einem Schatz umgeht. Man sperrt sich allein mit ihr ein und streichelt sie mit Augen und ergötzt sich an der Vollkommenheit jedes Bildes, an dem Glanz jedes einzelnen Satzes.« Dimitré Dinev

»Mit bösem Witz, epischem Atem und dem Scharfblick dessen, der nichts mehr zu verlieren hat, zeichnet Zarev Konflikt- und Verbindungslinien zwischen Kapital und Intelligenz, Geist und Geld, Gangster- und Bildungsroman.« FAZ

»Der Verfall, das macht ihn besonders, widmet sich dem, was danach kam. Happy-End als Beginn. Verfall, ganz gegenwärtig.« Freitag 12

»Eine schöne, vom Moralisieren wie von Häme weit entfernte, in einer unaufgeregt-präzisen Sprache formulierte Geschichte.« taz

»Sprachlich brilliant skizziert Zarev eine Gesellschaft im Wandel, in der der Verfall allgegenwärtig ist, und macht damit aus seinem Roman ein Stück Zeitgeschichte. Unbedingt lesenwert!« Jazzzeit

»Der bulgarische Schriftsteller Zarev gibt der Literatur seines Landes ein zeitgemässes Gesicht.« Neue Züricher Zeitung

»Ein grandioses Gesellschaftsbild vom Rande Europas.« Echo

»Vladimir Zarev ist der Balzac Bulgariens, und zugleich hat er mit Verfall für sein Land jenen Wenderoman geschrieben, den das deutsche Feuilleton bis heute vergeblich einklagt.« Deutschlandfunk Büchermarkt

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Über den Autor/ die Autorin

Vladimir Zarev, geboren in Sofia, ist Herausgeber literarischen Vierteljahreszeitschrift ...
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