Der erste Comic bei Kiepenheuer & Witsch

Fun Home, der größte literarische Überraschungserfolg des Jahres 2006 aus den USA erzählt von einer jungen Frau, die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt.

Sensationell ist die Form, in der die Geschichte erzählt wird:
In Worten und Bildern, die sich zu einem Meisterwerk der Comic-Kunst zusammenfügen.

Alison Bechdels Fun Home ist der erste Comic aus dem Hause Kiepenheuer & Witsch, genauer gesagt die erste Graphic Novel (= amerikan., illustrierter Roman im Buchformat).

Durchbruch für die Autorin

Das Buch, das in den USA auf den Bestsellerlisten landete, verhalf Alison Bechdel schlagartig zu größter Bekanntheit.
Damit war ihr ein ähnlicher Coup gelungen wie vor einiger Zeit der Iranerin Marjane Satrapi mit ihrem autobiographischen und mittlerweile auch verfilmten Comicroman Persepolis.

Zuvor hatte Alison Bechdel 25 Jahre lang an ihrer Comicreihe Dykes to Watch Out for gearbeitet, die sich mit lesbischem Leben und Lieben befasst, mittlerweile in der Szene als Klassker gilt, und sie zu einem Underground-Star machte.

Einem Familiengeheimnis auf der Spur

Kunstvoll verwebt Alison Bechdel in Fun Home ihre eigene, lesbische Biografie mit dem Lebensweg ihres Vaters, der seine Homosexualität verleugnet und unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Unfall ums Leben kommt als Alison 19 Jahre alt ist.

Selbstmord oder Unfall? Das wird sich nicht mehr klären lassen. Was aber ans Licht kommt, ist ein Geheimnis, das Vater und Tochter teilen: Beide sind sie homosexuell. Mit diesem Wissen nähert sich Alison in Fun Home ihrem Vater, den sie schon vor seinem Tod schmerzlich vermisste.

In Kapiteln, die nach Klassikern der Weltliteratur benannt sind, umkreist Alison Bechdel die Zeit vor und nach dem Tod des Vaters. Dabei zieht sie alle Register: Sie bedient sich bei der griechischen Mythologie ebenso wie bei der Existenzphilosophie, bei Oscar Wilde, Marcel Proust und im Trivialmythenschatz der amerikanischen Kultur.

Leseprobe
(Ausschnitt aus dem Kapitel Skylla und Charybdis )

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Fernsehbericht
über Alison Bechdel und Fun Home in der Sendung ttt – titel, thesen, temperamente, ARD vom 20.01.2008.

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Kritik

»Wie ein Roman von John Updike – einfach große amerikanische Literatur. In pointierten Worten und kunstvollen Bildern und mit bittersüßem Humor.« ttt

»Großartige Literatur.« WaS

»Zeichnerisch souverän und wortgewaltig poetisch.« Stern

 

Buchcover:

Fun Home

Alison Bechdel


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